Rückblick...wie geht es bei uns auf dem Berg?
Der Sommer 2022 erlebten wir ziemlich entspannt. Die Wildfire hielten sich in Grenzen und terrorisierten uns nicht so schlimm, wie im vorigen Sommer. Die wenigen Gewitter die wir bekamen, verliefen ohne Schäden. Wir können hier in unserer Ecke von BC wirklich dankbar sein, es waren gute, angenehme und normale Sommermonate. Einzig in Creston gab es ein paar Wochen störenden Rauch, von den Waldbränden gleich ennet der Grenze in den USA. Diese Feuer gibt es in jedem Sommer, manchmal brennen sie nur kurz, aber letzten Sommer brannten sie lange. Es gab auch mehr brennende Stellen als im Sommer vorher. Da die Feuer keine Menschen bedrohen und auch sonst nichts schützenswertes in der Nähe ist, lässt man sie brennen. Es sei auch für die Wälder gut, sagt man...Die Amerikaner finden es nicht notwendig für diese "kleinen" Feuer Aufwand zu betreiben und den Kanadier ist es wohl nicht erlaubt zu löschen. Dadurch war das Städtchen oft in Rauch gehüllt, der es -- je nach Wind -- auch bis zu uns schaffte.
Der Herbst war ziemlich nass und dann -- am 3. November -- kam schon der erste Schnee. Um diese Zeit bekommen wir oft Schnee, manchmal schon im Oktober. Aber der erste Schnee bleibt selten länger liegen. Anders diesen November... Es wurde kalt und der Winter fand seinen Anfang. Je nu, was soll man machen? Anderen Orten warten die Menschen auf den Schnee und den Winter überhaupt. Vor Weihnachten wurde es so kalt (-30°) wie ich vorher noch nie erlebt hatte. Die unteren minus Temperaturen liegen normalerweise so um die -18° ganz selten -20°. Wir haben im Powerhouse zwar eine Heizung, aber ich habe vergessen sie höher einzustellen. Am nächste Morgen war das Wasser irgendwo zwischen Powerhouse und unserem Haus eingefroren. Viel machen konnten wir nicht, als überall, wo es möglich war die Wasserrohe mit dem Haartrockner zu wärmen. Nach 4 Tagen -- ich war gerade am Zähneputzen -- als es in den Rohren rumorte....das Wasser war zurück! Mensch war ich happy...und das ganz ohne einen Schaden zu hinterlassen.... Jetzt, seit ein paar Tagen ist es wieder milder, aber wir haben immer noch viel Schnee.
Nun noch ein paar Worte zu uns Zwei - und Vierbeiner...Seit letztem Frühjahr kränkelt Urs so vor sich hin. All die Untersuchungen bringen keine Erklärung was ihm wirklich fehlt. Geduldig schluckt er die Medikamente und hofft auf Besserung. All die gut gemeinten Ratschläge meinerseits.....sich mehr Bewegung verschaffen, nicht nur vor dem PC sitzen, stossen auf taube Ohren. Das Brennholz für diesen Winter haben wir nur mit "ach und krach" ins trockene gebracht und es ist längst nicht genug. Wenn die Freude fehlt, dann kann man einpacken. Für mich allein wird das alles dann zu viel. Wenn man hier draussen lebt, dann geht es nur zusammen. Aber wir werden sehen, das Leben ist nicht immer planbar, schon gar nicht wenn man älter wird.
Dann sind da noch Manu 12 Jahre alt und Chica 11 Jahre.....ja ja, wir sind ein richtiger Altweiber Haushalt. :-) Aber rüstig wie wir sind, gehen wir auch im Winter laufen. Dieses Jahr hat es unsere Pfade durch den Schnee schon sehr früh unbegehbar gemacht und wir müssen uns mit kürzeren dafür öfteren Spaziergängen begnügen.





