Ausgewandert!


Mit 51 Jahren bin ich (2001) vom Bernischen Seeland
(Schweiz), nach British Columbia, Kanada ausgewandert. Warum? Fast würde ich
sagen, es hat sich einfach ergeben, musste so sein. Manchmal habe ich das Gefühl,
das Schicksal hat ganz toll mitgeholfen. Urs und ich lernten uns in einem Internet Chatroom kennen.
In langen Chat-Nächten tauschten wir unsere Ideen aus, Träume vom etwas anderen Leben.
Bis wir zum Schluss kamen, es doch zusammen zu probieren. Aber wenn ein Partner in der Schweiz lebt und der andere in Kanada, dann ist das nicht so einfach.
Im September 2000 flog ich zum ersten Mal nach Kanada um Urs persönlich zu treffen und um einen ganz kleinen Teil von diesem unermesslich grossen und wunderschönen Land kennen zu lernen. Ich sah die Wälder, die unberührten Ufer der Flüsse, die so klar waren. Die verschneiten Rockies, Adler die im Winde segelten. Das alles hat mich tief beeindruckt, tat meiner Seele gut und es war einfach nur schön.
So beschloss ich, mein altes Leben aufzugeben und nach Kanada auszuwandern um mit Urs einen Traum zu verwirklichen; den Traum vom einfachen und freieren Leben! Allen die sich schon mal Gedanken zum Auswandern gemacht haben sei hier gesagt, so einfach wie sich diese Story nun liest, so einfach war es nicht. Nur so viel, wir kauften uns im Mai 2001 in der Nähe von Creston ein Grundstück, einen Berg, den wir Sunny-Hill nennen. Es kostete uns viel
körperliche Arbeit und so manche Entbehrung, nur damit wir überhaupt auf dem Grundstück leben konnten. Alles mussten wir von Grund auf bauen, denn es war nichts vorhanden. Kein Wasser, keine Elektrizität, keine richtige Zufahrt. Das Grundstück war in seinem natürlichen Zustand: Busch und Wald. Als Entschädigung dürfen wir in der freien Natur leben, bekommen Besuch von Hirschen und Rehen, Kojoten und auch Bären. Für nichts würde ich mein Leben hier eintauschen!
Im August 2015 ist mein Buch:
KANADA IST BÄRENSTARK publiziert worden. Es sind Geschichten über Begegnungen mit Menschen, über meine Tiere, von Kojoten und Bären,
aus unserem Alltag eben! :-)




Menschen auf dem Sunny-Hill

Menschen auf dem Sunny-Hill
unser Haus im Winter.......

Es wird Winter auf dem Sunny-Hill

Nur ein Traum!!


Esther beim Schlafen.....

Heute morgen bin ich punkt 7.00 Uhr aufgewacht, wie wenn jemand einen Schalter umgelegt hätte. Ich realisierte, dass ein schriller Ton, der Grund meines aufwachens war. Der schrille Ton schien in meinem Ohr zu sein.  Oh mein Gott! Jetzt habe ich einen Tinitus! Wie ein Blitz schoss mir dieser Gedanke durch mein noch schlafendes Hirn. Das Pfeifen schien nicht weniger zu werden.....es war da.... laut und aufdringlich. Während ich mir mein zukünftiges Schicksal ausmalte, bin ich wieder eingeschlafen....trotz Pfeifen. In diesem kurzen Schlaf ist mir mein Handycap erst richtig bewusst geworden. Überall wurde mir gesagt, dass ich in Zukunft mit diesem Pfeifen leben müsste. Ich war richtig deprimiert, als ich von Urs aufgeweckt wurde. Ohhh Wunder....das Pfeifen war weg. Mein Tinitus hatte eine Spontaheilung gehabt! Urs sagte zu mir, Honey, du hast vergessen Wasser in die Kaffeemaschine zu füllen. Ich habe es bemerkt, weil sie gepiept hat!
Ich mach jeden Abend bevor ich schlafen gehe, die Kaffeemaschine parat. Sie ist vorprogamiert, so dass sie um 7.00 Uhr anfängt Kaffee zu kochen. Wenn ich dann aufstehe, riecht es schon schön nach frischem Kaffee.....was für ein Leben!!! Gestern Abend habe ich also vergessen, Wasser in den vorgesehenen Tank aufzufüllen und darum das Pfeifen..... dann habe ich kein Tinitus? Wieso Tinitus? Urs war leicht irritiert über diese Frage und für mich ist alles wieder gut:-)
In diesem Sinn wünschen Urs und ich euch allen ein gutes, gesegnetes, gesundes und friedliches Jahr 2012!!!

das isch Natur....truurigs und luschtigs grad näben ang!

Ich habe leider kein Turkey Bild.....aber dieses Hörnchen ist ja auch härzig!

Gestern habe ich über eine traurige Erfahrung geschrieben und heute, nur 2 Tage später möchte ich was lustiges weitergeben....so isches haut im richtige Läbe!!
Als ich heute vom Kootenay Lake nach Hause fuhr, habe ich die "Back Road" genommen --- also "hintenrum". Es spart mir ungefähr 10 km und ich nehme diese Strecke gerne, weil es meistens was zu sehen gibt! Heute sorgte eine Schar wilder Turkey's für Aufruhr! Schon von weitem sah ich, das Türkey's über die Strasse springen und im angrenzenden Feld rannten die Tiere auch wild durcheinander. Das ist nicht aussergewöhnlich, ist halt einfach ihre Art. Ich fuhr bis auf ein paar Meter auf das nervöse Treiben zu und hielt an. Ein paar der Turkey's hatten was im Schnabel und hinter jedem Vogel mit etwas im Schnabel, rannten 2 andere hinter her. Erst konnte ich nicht erkennen, was die Tiere im Schnabel trugen. Dann sah ich, dass ein paar Meter von der Strasse weg ein Apfelbaum stand und im Baum hingen immer noch ein paar Früchte. Ich verstand immer noch nicht, warum die Tiere um den Baum herum so aufgeregt hin und her rannten. Bis ich sah, dass im Baum ein Türkey sass und probierte die Äpfel gleich vom Baum zu verspeisen. Jedesmal wenn er einen Apfel anpickte, fiel der aber vom Baum runter und die, die unten standen warteten auf diese Früchte. Ich fand es uluschtig! Da schnappt sich einer wieder einen Apfel und rannte mit langem Hals davon!
Ich fahre oft auf dieser kleinen Nebenstrasse und es gibt dort im Sommer sehr viele Turkeyfamilien. Auf längeres Warten muss man sich einstellen, wenn eine Gruppe mit Jungtieren probiert die Strasse zu überqueren. Ich habe mal beobachtet.....Erst rannte eine erwachsene Tante voraus über die Strasse --- wohl um zu zeigen dass es sicher ist:-) Dann rannte die Mutter mit einem Teil der Kinder rüber. Während dessen, rannte die Tante wieder zurück um die restlichen Jungen zu holen. Das hat die Mutter die mit einem Teil der Kinder schon am anderen Rand stand, missverstanden und rannte mit den Kindern wieder zurück. Das verunsicherte die Tante, die mit dem 2 Teil der Jungmannschaft unterwegs war......dann wieder die Mutter, dann wieder die Kinder.....hin und zurück....
Du kannst es glauben oder nicht, aber das kann für 10 Minuten oder auch länger so weitergehen. Ich stand mal eine Viertelstunde und schaute dem Treiben amüsiert zu.
Gottseidank hat es fast keinen Verkehr und wir haben ja ---- meistens ---- Zeit!

Da tut mir das Herz weh.....


Gestern am späteren Nachmittag, ging ich mit Pax noch eine kurze Runde spazieren. Das Wetter war so toll.....und der Himmel in malerischen Farben. Schnee haben wir im Moment noch nicht viel, aber es war doch schon recht kalt als die Sonne untergegangen war. Plötzlich blieb Pax stehen und schnupperte aufgeregt den Boden ab. Erst dann sah ich, dass Schübelweise Reh- oder Hirschhaare am Boden lagen. Verwundert sah ich mich um. Aber ausser dass an der Stelle ein Tier gelegen haben könnte, war nichts verdächtiges zu sehen.....kein Blut oder so. Als ich ein paar Schritte weiter ging, sah ich --- etwa 15m weg --- etwas am Boden liegen. Rasch ging ich auf das Bündel am Boden zu und sah, dass ein kleiner Hirsch tot am Boden lag. Pax beschnupperte das tote Tier mit Respekt und wich immer wieder zurück um dann doch wieder an dem Tier zu schnuppern.
Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen was dem jungen Hirsch hier oben passiert sein könnte. Kein Blut, keine Spuren eines Kampfes...nicht's. Mir fiel nur auf, dass das Tier in einer seltsamen Haltung da lag. Viele losgelöste Haare bedeckten seinen Körper, aber Wunden sah ich keine. Ich marschierte nach Hause um Urs zu holen. Pax konnte ich nicht bewegen vom toten Tier weg zukommen. Zu Hause angekommen, beschrieb ich Urs die Situation während er sich Schuhe und Jacke anzog. Als wir die Stelle wieder erreicht hatten, hatte Pax die losen Haare des Tieres weggemacht und nun sahen wir eine Tellergrosse Wunde an der Seite des Hirsches und wir sahen, dass das Tier ein gebrochenes Bein hatte. Was für eine furchtbare Vorstellung, dass sich der kleine Hirsch von der Highway ---- wo er sich diese Verletzungen bestimmt geholt hatte ---- verletzt und auf 3 Beinen den Berg hochgeschleppt hatte. Manche sagen, dass die Tiere im Schock --- ohne den Schmerz zu spüren --- manchmal Kilometer weit gehen, bis sie sich dann zum Sterben hinlegen. Ich hoffe für das arme Tier, dass es auch ihm so ergangen ist.
Viele Tiere habe ich hier schon sterben sehen, seit ich hier bin, aber nie werde ich mich daran gewöhnen können. Mir liefen Tränen über die Wangen während ich dem kleinen Hirsch mit der Hand über die Nase fuhr.....armes Tier. Um den toten Hirsch weg zu bringen war es in der Zwischenzeit zu spät geworden. Am späten Abend hörten wir dann das Jäppen und Heulen der Kojoten. Sie hatten das tote Tier gefunden, der Kreislauf nahm seinen Lauf.
Heute Morgen hat Urs dann die Überresten mit dem Traktor weiter nach oben auf den
Berg gebracht, damit nicht noch mehr Tier angelockt werden und unsere Hunde nicht in Versuchung kommen.....

Just in time!!


Gerade rechtzeitig haben Urs und ich am letzten Donnerstag die Ränder und Flächen rund um die neue Strasse eingesät. Durch das Aussäen von Grassamen probieren wir zu verhindern, dass im nächsten Frühjahr nur Disteln und Unkraut wächst. Im Wetterbericht war Schnee angesagt und so war der richtige Zeitpunk zum säen gekommen. Fast 3 Stunden waren wir mit dieser Arbeit beschäftigt, nur gut das es richtig mild war und die Sonne schien. Eigentlich sah es überhaupt nicht nach Winter aus und Urs scherzte noch, dass der Samen bestimmt noch Zeit zum keimen hätte, bevor der Schnee kommt! Aber eben.....manchmal braucht es nicht viel! Am Freitagmorgen tat sich im Tal eine weisse Wand auf und dann fing es an zu Schneien.....erst nur ganz kleine Flocken die dann aber immer dicker wurden. Bis zum Mittag war alles weiss und der Schnee fiel so dicht, dass man kaum was sehen konnte. Waren wir froh, dass wir so ein gutes timing hatten :-)

Heute Sonntag war es zum ersten mal ein richtiger Winterspaziergang bei Sonnenschein und blauen Himmel. Pax war total begeistert und sogar Maite liess sich zu ein paar übermütigen Sprüngen verleiten.
Dieses Bild habe ich jedoch letzen Winter geknipst, so viel Schnee haben wir noch nicht! :-)

Gruppenbild mit Hund

Den ersten Schnee hatten wir schon vor ein paar Tagen. Die Sonne hatte ihn aber schnell wieder weggeschmolzen. Heute Morgen lag wieder "es Schümeli" Schnee. Wir gehen doch langsam auf den Winter zu. Urs sagt immer, seit er in Canada lebt, hat es immer um Halloween rum geschneit. Letztes Jahr hatten wir ende Oktober saumässig kalt bekommen....um die minuns 29 Grad, dafür keinen Schnee bis kurz vor Weihnachten.
Heute war es nicht besonders kalt und das Schümeli wird auch bald weg sein. Als ich heute den Berg hinauf marschierte, hatte ich auf halber Höhe die Aussicht auf ein Nebelmeer.....nicht so gross wie im Berneroberland :-) aber immerhin..... mir hat's gefallen.


Pax musste immer wieder auf mich warten, weil ich dauernd Bilder machte! Är isch so e guete Hund....jetz isch er scho 10 Monet mit üs und i möchti nüme ohni ihn si.....




Auf meiner Lieblingslanding angekommen, wollte ich wieder mal ein Gruppenbild mit meinen beiden 4beiner machen. Aber so einfach geht das nicht immer..... manchmal klappt es und manchmal halt nicht so:-) auf den meistens Bilder sieht man die Beiden nur von hinten. Oder d'Maite --- si het während dr Auslöser ticket het (10 Sek.) mit ihrer Zunge über die ganzi Kamera gschläcket, so dass i se zersch wieder ha müesse dröchne, bis i wieder ha chöne isteue :-)



Na ja....nach ein paar Versuchen --- was ja mit der Digitalkamera kein Problem mehr ist --- haben wir doch noch ein Bild hingekriegt wo wir alle 3 mit drauf sind. In diesem Sinn....liebe Grüsse vom Sunny-Hill!

Grenzgänger


Der Tank war sowas von empty......mit den letzten Liter Benzin fuhr ich die 10 km von Creston über die Grenze in die Staaten und machte den Tank von unserem Truck voll. Gleich über der Grenze in Porthill ist eine Tankstell und da ist Benzin für 96 Cent der Liter angeschrieben. Das macht auf 100 Liter ---- soviel passt rein---- eine Ersparnis von 28.00 Dollar ----in Creston ist der Preis 1.27 pro Liter! Für Urs kaufte ich einen Beutel Pfeiffentabak zu 6.79 --- bei uns in Creston bezahle ich 23.50! meine Ersparnis: 13.71 und 4 Liter Milch für 3.90 anstatt 4.90. Hab ich also sage und schreibe 42.00 Dollar eingespart ohne die Cent's mitzurechnen! Viele Crestoner fahren wöchtentlich über die Grenze, genau aus diesem Grund.
Nur....ich freute mich über den Schnäppchenkauf vom Tabacco... BUT::::: als ich die Lady beim Zoll fragte wieviel Tabak eigentlich erlaubt wären, wenn ich nur so schnell mal "rüber gehen" würde? Sagt sie zu mir: NON!!! Das heisst, ich hätte gar keinen Tabak mit rüber nehmen dürfen. Aber weil ich so ehrlich und arglos war, hat sie beide Auge zugedrückt und mir einen Gruss an meinen husband! mitgegeben:-)
So, nächstes mal muss ich einfach nach Saint Point fahren, mir ein schönes Weekend machen, dann kann ich für Urs einen Beutel Tabak legal mit über die Grenze nehmen;-)

Herbsttag......


Heute morgen hatte es Nebel, was bei uns eher selten vorkommt. Trotzdem machte ich mich mit Maite und Pax auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit fühlte ich die Feuchtigkeit auf meinem Gesicht. Zügig marschierten wir den Berg hinauf, ohne viel sehen zu können. Ab und zu regte sich was im Busch und Pax blieb stehen, reckte seine Nase schnuppernd in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Schon nach kurzer Zeit, liess sich aber erahnen, dass die Nebeldecke nicht so dicht war, wie es mir unten im ersten Augenblick erschien. Auf unserem ersten Rastplatz sah man schon ein Stück vom blauen Himmel durch die Nebeldecke und die Sonne zauberte goldenes Licht in die herbstlich bunten Blätter der Baumkronen. Weitere zehn Minuten und der Nebel hatte sich ganz aufgelöst. Ich setzte mich in die Sonne und genoss die noch immer warmen Strahlen auf meinem Gesicht. Es gibt glaub ich, nichts schöneres als ein sonniger Herbsttag!
Ich habe mir überlegt, dass Nebeltage eigentlich nichts anders sind wie Stationen in unserem Leben.
Oft gibt es doch Situationen wo man nicht klar sehen kann wo unser Weg weitergeht, man ist verunsichert.....der Nebel nimmt uns die klare Sicht. Trotzdem, wenn wir uns weiter auf unserem Weg voran wagen, lichtet sich der Nebel meistens schon nach kurzer Zeit, je weiter wir auf unserem Weg gehen. Das muss nicht heissen, dass sich damit auch unsere Probleme immer von allein gelöst haben. Nein! Aber vielleicht können wir sie richtig erkennen, einordnen und vorallem akzeptieren. Nach einer gewissen Zeit sind all die Probleme die wir mit uns rum tragen, auch nicht mehr soooo gross und schwer, wie wir unten im Tal...im Nebel noch gedacht haben, dass sie sind.
Wir können dann mit klarem Blick weiter gehen, Entscheidungen treffen und meistens auch den Weg wieder klar sehen, den wir gehen müssen....wollen oder können.
Wichtig....immer schön Dankbar bleiben, dass wir diese Möglichkeit haben!!

mir ist nicht ganz geheuer!

Es ist mir noch nicht alles so vertraut hier in Enderby. Im Stall gibt es so viele Dinge die ich nicht kenne......so auch die beiden Katzen die da leben. Jeden Morgen und jeden Abend fülle ich gewissenhaft die beiden Schälchen mit Futter auf und da ich sie jedesmal leer vorfinde, müssen also die Katzen wirklich da leben. Als ich gestern Morgen das Heu für die Alpacas in mein kleines Wägelchen packen wollte um die Futterstellen draussen auf der Weide aufzufüllen, entdeckte ich zwischen der hintersten Heuballe ein leuchtendes Augenpaar. Aha!!....da schleicht sich also wer im Stall rum und wartet auf Futter. Ich sprach in Richtung Augen ein paar beruhigende Worte und machte mich mit dem Heu auf den Weg. Danach bekommen die beiden Commondors (Hunde)die bei den Alpacas wachen, ihre Streicheleinheiten und ihr Futter. Die Katzenaugen hatte ich in der Zwischenzeit vergessen. Als ich das Wägelchen weg stellen wollte, sah ich die Augen wieder. Dazu muss ich noch sagen, im Stall gibt es wenig Tageslicht und nur eine kleine Lampe erhellt den Raum. Ich bückte mich zu den Augen runter, aber ich konnte beim besten Willen die dazu gehörende Katze in der Dunkelheit und in ihrem Versteck nicht ausmachen. Nun, zu nah wollte ich ja auch nicht ran gehen....so unsoziale Katzen können sonst hässig reagieren und ich will nicht, dass sie mich anspringt. So füllte ich die Tellerchen auf und während ich das tat, sprach ich vor mich hin .... in etwa: komm doch und sieh was ich hier Gutes habe, chum büs büs.....von der Katze kam aber keine Reaktion.
Na ja....dann halt nicht. Sylvia hat mir ja gesagt, dass sie scheu sind und ich sie wahrscheinlich gar nie zu Gesicht bekomme.
Am nächster Morgen.....das gleiche Ritual: ich bückte mich um Heu auf mein Wägelchen zu laden und......wieder diese Katzenaugen die mich ansahen!
Jetzt machte ich mir doch Gedanken.....ist da vielleicht was falsch? Es kann doch nicht sein, dass die Katze am genau gleichen Ort sich versteckt hält und auf mich ---respektive --- auf ihr Futter wartet!
Als ich von meinem Rundgang zurück kam, bückte ich mich runter....die Augen waren immer noch da! Jetz bim Donnerwätter......!!!
Ich ging zum Haus hoch und holte mein gutes Licht. Jetzt will ich es aber genau wissen! Entschlossen ---- auch wenn die Katzen nach einem solchen Lichtangriff für Stunden fast blind sein sollte ---- leuchtete ich beherzt mitten in die vermeintlichen Katzenaugen. Ich liess die Lampe auf das Heu sinken und musste erst mal lachen....die vermeintlichen Katzenaugen entpuppten sich als 2 kleine, glänzende Schrauben an einer kleinen Deichsel die zwischen dem Heu verstaut war. na ja....schliesslich bin ich fremd und by the way...die Katzen sind mir in der Zwischenzeit auf ganz normalem Weg begegnet! :-)

a pain in the neck!

Seit dem 15. September mache ich Farmsitting auf der Yellowstar Ranch in Enderby. Im Moment gibt es hier 32 Alpacas, 6 Hunde, 4 Katzen und 5 Hennen mit Hahn zu betreuen. Alles koennte so schoen und friedlich sein, wenn nicht jeden Abend das Geheul, Gejaeppe und Gewinsel der Koyoten waere. Unsere Alpaca Gehege grenzen an einen Wald und die Koyoten kommen bis zum Zaun, der Gottseidank hoch genug und kein Eindringen moeglich macht. Aber wenn auf der anderen Seite des Shuswap River die ersten anfangen zu heulen, dann gibt es kein Halten mehr.
Dann antworten die Koyoten auf unserer Seite, dann setzen die Hunde der ganzen Nachbarschaft in das Konzert ein und die Alpacas stossen spitze Schreie aus. Alles in allem ein enormer Laerm! Am schlimmsten ist es, wenn man Nachts aus dem Schlaf gerissen wird.....sie sind ja bloss 200 Meter vom Haus weg. Die beiden Commondor Hunde die Tag und Nacht bei den Alpacas wachen, regen sich natuerlich auf und probieren mit ihrem tiefen Gebell die Stoerefriede zu verjagen. Die Koyoten sind so treist, sie bleiben einfach hinter dem Zaun sitzen und lassen sich nicht beeindrucken. Das wiederum reizt die beiden Wachhunde erneut. Gestern Nacht war das Gebell und Geheul so laut, dass ich aufstand und mit einem grossen Licht von der Terasse des Hauses in die Richtung leuchtete wo ich die Tiere vermutete. Alles was ich sah, war das Aufblitzen von Augen die nahe am Zaun sassen. Ich weiss dass eigentlich nichts passieren kann, aber das naechtliche Spektakel regt mich auf. Das Repetoir von Koyoten ist so vielseitig....manchmal klingt es nach einem jammernden, Menschen....oder sie stossen spitze, gellende Laute aus oder jaeppen und heulen ..... eifach schuderig!!

Was für ein Projekt für unseren Sunny-Hill !!


Weil wir von unserem Berg 3x2ha abteilen, muss unsere Strasse von der Highway hoch zum Grundstück, neu....sprich breiter gemacht werden. Immer öfter kommen uns aber Zweifel, nach welchen Gesetzen wir eigentlich bauen! Der Ingenieur sagt so, der Landvermesser möchte gern doch weniger Steigung in der Strasse haben und dann kommt da noch Mark mit seiner --- mehr praktischen ---- Ansicht. Es gibt Diskussionen über den Sand....fein genug....oder doch zu grob. Logischer Menschenverstand ist bei diesem Projekt nicht sehr gefragt, denn oft widersprechen sich die sogar die "Fachleute". Am Schluss bezahlen die, die am wenigsten zu sagen haben.....widerspricht sich doch eigentlich!


Diese Strasse kommt von unserem Haus


Diese Strasse führt nach oben auf den Sunny-Hill....
Na ja......breit genug für 4-5 Parteien wird die Strasse auf alle Fälle sein. Könnten wir ....dann würden wir....ich meine die Subdivision rückgängig machen.
But.....there is always a BUT! Wenn die 3 Lot's verkauft sind, dann geht es für uns auch wieder etwas einfacher.


Urs und Mark nehmen die Tagesarbeit unter die Lupe......alles wird gut....I know!



Hier ist die Lösung!!


meine Freundin Sylvia aus Enderby hat das kleine Wesen indendiviziert!
Es ist eine Hummingbird Motte....danke liebe Sylvia....hier ist mehr über die Hummingbird Motte zu lesen!

Wer weiss mehr?


Heute beim Blumengiessen habe ich gesehen dass da was an meinen Blumenkelchen rumschwirrt. Ich war mir sicher, dass es sich um einen Hummingbird handelt. Die gleichen fibrierenden Bewegungen der Flügel und auch die Grösse liess mir recht geben. Als ich das kleine Wesen aus der Nähe betrachten konnte, war ich jedoch überrascht. Es sah aus wie ein Schmetterling.....für einen Falter war sein pelziger Körper aber zu dick! Sein langer Rüssel rollte sich jedesmal ein, wenn der Falter zur nächsten Blüte flog. Ich war fasziniert. Es war recht schwer scharfe Bilder zu machen. Jedesmal wenn sich die Kamera eingestellt hatte, flog das Wesen weiter.
Trotzdem kann man sich ein Bild machen von dem Tierchen.....

Sieht wirklich sehr hübsch aus nicht?
In meinem Buch über Tiere in unserer Region fand ich nur einen ähnlichen Falter mit der Bezeichnung "Royal Moth". Aber die Farben sind nicht gleich und auch die Zeichnung des Körpers passte nicht......nur die Grösse kommt hin. Der Körper misst ungefähr 6cm, die Flügelbreite musste um die 10 cm sein. Bin gespannt ob jemand mehr darüber weiss!


Chrütli Ziit......

Jetzt ist bin ich wieder oft unterwegs mit meinem Korb um Teekräuter zu sammeln.
Dieses Jahr hat es etwas länger gedauert, aber dann waren auf einmal alle gleichzeitig am blühen. Viele der Kräuter die ich gerne für meine Teemischungen nehme, blühen bei uns um's Haus oder im Garten. Ich nehme mir aber auch welche wenn ich über den Berg gehe.....Johanniskraut, Schafgarbe roter Klee und vorallem Wullblüemli.
Besonders edel finde ich Goldmelissen Tee. Seine blass lila Farbe nimmt sich zwar etwas bescheiden aus, aber der feine Geschmack ist unvergleichlich. Jede Tasse Goldmelissentee ruft bei mir auch Erinnerungen an meine Kindheit wach. Bei meiner Grossmutter blüten immer diese roten, etwas seltsamen Blüten im Garten. Wenn ich zu Besuch bei meinen Grosseltern war, schickte das Grosi mich oft in den Garten um die roten Blüten ab zuzupfen. Dazu gab es meistens ein Stück Kuchen. Goldmelisse wächst bei uns an verschiedenen Plätzen ums Haus und die Hummeln sind ganz wild auf diese duftenden Blüten auch die Humingbirds (Kolibri) fliegen die roten Blüten gerne an.


Goldmelisse

Im Moment aber blüht ringsum im Garten und auf dem Berg das Johanniskraut. Diese leuchtend gelben Blüten zupfe ich --- sobald die Sonne den Morgentau getrocknet hat --- vorsichtig ab und dann werden sie im Schatten getrocknet. Johanniskraut mische ich gern zu meiner Teemischung, es soll gute Laune machen und das ist ja immer richtig! Auch ein paar Lavendelblüten kann man in meinem Tee finden. Für mich ist Teemischen eine kreative, je nach Lust und Laune Angelegenheit, weil ich Wohlfühltee und keine Medizinische Tee's mische, dazu reichen meine Kenntnisse nicht aus.


Johanniskraut.....

Auch die Königskerze oder Wullblüemli ist bei uns eine verbreitete Pflanze. Hier werden die Stengel der Pflanze oft bis 2 Meter hoch. Auch diese Blüten nehme ich ab und trockne sie. Ich mache verschiedene Mischungen. Manchmal mische ich Minze dazu und/oder Kamille, manchmal auch etwas schwarzen Tee..... getrocknet Orangenschale.... Apfelstückchen oder Zimtstangen. Vor 3 Jahren habe ich von einer Freundin einen Nesselstock bekommen und seitdem habe ich an 2 Plätzen grosse Nesselstöcke. In der Schweiz ist das Unkraut eher lästig, aber hier sieht man es in freier Natur selten bis nie.


Königskerze

So bin ich im Moment beschäftigt mich mit Teekräuter für die nächste Zeit einzudecken und der nächste Winter kommt bestimmt :-)

Mein Trip to Calgary und zur Wollmühle in Carstairs

Bei Tagesanbruch fuhr ich los.....denn ich brauche doppelt so lange um irgendwo anzukommen wie andere Leute:-). Schon in Cranbrook (1 Stunde Fahrzeit) legte ich meine erste Kaffepause bei Tim Hortons ein. Als ich 90 Min. später in Invermere ankam, schaute ich kurz bei Freunden vorbei die eine Metzgerei haben.
Ein kurzer Schwatz war eingerechnet und genug Zeit um das "Europian food Gestell" zu checken. All die importierten Leckereien.....da muss ich zugreifen..... Appenzeller Biberli, Ragusa, "Chirschikonfi" vo de Hero und so weiter. In Radium erwartete mich eine Bekannten die auf ein paar Beutel meiner Alpacawolle wartete. Diese Pause nutzte ich auch um den Tank meines Trucks voll zu machen, bevor ich die Strecke durch den Kootenay National Park unter die Räder nahm. Ich liebe diese rund 250 km Strecke durch den Park..... durch die Rockies. Ausser in den Wintermonaten, bin ich schon oft durch den Park gefahren und bin jedesmal wieder von den hohen Bergen, der Natur und vorallem von den Tiere begeistert.
In dieser Zeit stehen gleich am Anfang des Parkes Schilder, die die Durchfahrenden darauf aufmerksam machen, dass man doch vorsichtig fahren soll, weil die Bären jetzt überall nach dem Löwenzahn suchen.
Ich habe natürlich auch angehalten und beobachtet.......

wie dieser grosse Bär erst am Löwenzahn schnupperte........

bevor er dann herzhaft zubiss.
Am späten Nachmittag....just in time, erreichte ich die Arztklinik wo ich ein Appointment hatte.
Danach bei rush hour quer durch Calgary zu fahren, ist für einen "Ausländer aus BC" kein tolles Erlebnis. Auf den 3- teilweise 4spurigen Strassen muss man wissen wohin man will.......sonst wird es schwierig. Dieses stop and go....stop and go....and I don't know where I have to go....macht müde. 2 Stunden später, so um 18.00 Uhr, erreichte ich Carstairs und peilte das einzige Motel des kleinen Ortes an. Ich habe da schon mal übernachtet als ich meine Wolle nach Carstairs in die Mühle gebracht habe. Als ich auf den Parkplatz fuhr, sah ich das " NO VACANCE" blinken! Das hat mir gerade noch gefehlt. Nur ungern möchte ich jetzt nochmals 50km weiter, zum nächsten Ort fahren. Trotz des blinkenden Schildes ging ich zur Rezeption und fragte, ob sie wirklich kein Zimmer mehr frei hätten? Der nette, junge Chinese lächelte freundlich und liess mich wissen, dass ein Zimmer schon vor 4 Wochen reserviert wurde, sie aber keine Rückbestätigung bekommen und auch niemanden erreicht hätten. Ich soll doch bitte einen Moment warten. Er ging nach hinten wo ich eine kurze, laute Diskussion hören konnte. Ein älterer Chinese kam kurz in's Büro, nickte mir lächelnd zu und verschwand wieder. Ich hatte also "mein Zimmer" und brachte meine Dankbarkeit auch dementsprechend zum Ausdruck.
Nach einer ruhigen Nacht, fuhr ich schon früh raus zur Mühle.....und ich meine raus! Die Mühle liegt 30 km ausserhalb des Dorfes mitten in weiten Felder mit weidendem "Albera Beef" und der Weg ist nicht unbedingt klar beschildert.....siehe Bild unten.

Denn die "3 Km or so", sind wirklich nur eine ungefähre Angabe! Gottseidank hatte ich den Weg noch vom letzten mal in erinnerung.

Diesen einladenden Briefkasten entdeckte ich auf der Landstrasse.....weit und breit kein Haus. Aber ich denke, der Besitzer wird seine Post schon irgendwie abholen;-)

Nach einem kurzen Schwatz in der Mühle wo ich meine Alpacawolle reinigen lasse, fuhr ich Richtung Westen....Richtung nach Hause.

Auf einer Strasse die sich ins Unendliche zu verlieren scheint, tut es richtig gut, einen kleinen Knopf am Steuerrad zu haben. "Auto cruis" nennt sich das wunderbare Ding das darauf achtet, dass man nicht schneller als 100kmh fährt, oder 80zig oder was man ihm dann eingibt. Man nimmt den Fuss vom Gaspedal und kann sich dann etwas bequemer hinsetzen und auch etwas entspannter die Fahrt geniessen.
Fussgängerstreifen, Velofahrer oder Stoppstrassen begenet man selten und Verkehr hat es auch fast keinen.

Leider wurde die Schlechtwetter Prophezeihung wahr. Als ich mich wieder den Bergen näherte, fing es an zu regnen....nein, zu schütten und dann zog auch noch Nebel auf. Teilweise war es so schlimm, dass ich anhalten musste. Die Sicht so schlecht und ständig überquerten Rehe den Highway......daduruch war die Heimfahrt sehr anstrengend und der Tacho zeigte über 1200 gefahrene Kilometer als ich auf dem Sunny-Hill ankam. Daheim wurde ich von meinen 2- und 4beiner schon erwartet und herzlich begrüsst.

jetz habe ich auch eines!!!!



Fahrt nach Calgary........

Bislang habe ich mich immer dagegen gewehrt, aber seit ein paar Tage habe ich nun doch eines.....ein Handy! Die Vernunft hat gesiegt. Am Montag fahre ich für ein Arztbesuch nach Calgary und was kann da auf der Fahrt alles passieren.....das meint jedenfalls Urs und ich muss zugeben er hat recht. Die Münzautomaten findet man auch nicht an jeder Ecke.....besonders wenn man über die Rockies fahren muss. Ich fühle mich nun gut gerüstet für meine Fahrt. Ich freue mich auf die 2-3 Tagen Urlaub, den gleichzeitig werde ich meine Alpacawolle nach Innisfail bringen, wo sie gereinigt und gekardet wird. So habe ich wieder ganz viel Material das ich auch an andere "Spinner" abgeben kann.
Meine Alpacas habe ich im Dezember an eine Farm in Kimberly verschenkt. Die Ausgaben war für uns im Moment nicht mehr tragbar und für die Wolle will keiner viel bezahlen.

Etwas muss ich noch anfügen, hier auf dem Berg haben wir keinen Empfang für's Handy.
Als ich das "Ding" aktivieren wollte, musste ich erst nach Creston reinfahren ;-)
Ich kann also auch weiterhin unbehelligt über den Berg wandern ohne dass mich jemand anklingelt.

Die Bären sind los......


Dieses Frühjahr war es lange kalt und in höheren Regionen liegt immer noch Schnee. Die Bären sind aufgewacht und waren natürlich nach dem langen Winter hungrig.
Was blieb ihnen anderes übrig als auf tiefer gelegenen Wiesen nach dem begehrten Grün zu suchen.
Noch nie zuvor haben wir so viele und so hemmungslose Bären um unser Haus gehabt.
Dieser hier besuchte uns letzte Woche. Bis auf 5 Meter kam er zum Haus.....ich fotografierte ihn durch die Verandatür. Nur widerwillig lies er sich vom Gegell der Hunde vertreiben.


An den vielen Hinterlassenschaften auf dem Berg, kann man annehmen, dass es nicht nur der Eine ist, der hier sein Futter sucht.

etwas diskretion bitte......

Wir holen unsere Post bei einer Sammelmailbox in Kitchener ab ---- etwa 7 Km. Kommt etwas spezielles --- eingeschriebener Brief, Pakete oder so --- legt der Postbote einen Abholschein in unser Postfach. Auf dem Weg nach Creston holen wir dann die Sachen ab. Dieses kleine "Postamt" befindet sich an der Highway bei einem Campingplatz. Dieser hat sich wohl wegen der Lage angeboten und weil das Anmeldebüro vom Campingplatz und ein dazugehörender Lebensmittelladen 7 Tage in der Woche geöffnet sind. Für mich ist das überhaupt kein Problem. Man kennt sich mit Namen und oft ist auch Zeit für einen kleinen Schwatz, wo man auch mal persönlichere Dinge erzählt. Pam, die Lady die alles nach bestem Wissen und Gewissen managt ist sehr nett und "gesprächig"!
Eine liebe Freundin von mir die in Holland lebt, schickt mir regelmässig ihre gelesenen, deutschen Zeitschriften. Ich erzählte Pam mal beiläufig die Geschichte von den Zeitschriften und meiner Freundin die ich schon seit meiner Schulzeit kenne. Seitdem, wenn das Paket aus Holland auf ihrem Tisch liegt ruft sie mir schon aus ihrem Büro zu ---- das Postoffice befindet sich auf der Gegenseite in der hintersten Ecke des Gebäudes ---- hi Ursula....your magazines are here!
Letzthin musste ich eine kleine Schachtel von Amazon abholen. Während ich für das Geschickte unterschrieb, stellte Pam fest, dass da wohl eine DVD oder so drin sein müsste, weil für ein Buch ist es zu leicht. Klar, ich bestätigte ihre Vermutung und erzählte auch, dass ich eine DVD von Andre Rieu bestellte hätte.....für eine Bekannte die Geburtstag hat......nur wenn man alles weiss, kann man richtig diskutieren....right?
Nur einmal habe ich Pam eine Antwort verweigert. Als ein eingeschriebener Brief aus der Schweiz auf ihrem Tisch lag, war ihr Kommentar: Problems back home? Ich unterschrieb, nahm den Brief und verliess mit einem: "see you Pam"! das "Postamt". Leicht irritiert wünschte mir Pam einen schönen Tag und ich spürte ihren Blick in meinem Rücken.
Auf der Fahrt nach Hause habe ich mir dann ausgemalt, was Pam wohl sagen würde wenn mal ein Paket von Beate Uhse auf ihrem Tisch liegen würde? Bei dieser Vorstellung musste ich nun wirklich lachen.....denn meistens ist man ja nicht allein in diesem Postoffice. Es steht ein runder Tisch gleich beim Counter --- für Kaffeetrinker die sich langweilen und ein bisschen die Zeit vertreiben wollen.

Über den Berg.....

Ich weiss, ich erzähle sehr oft von meinen Wanderungen über den Sunny-Hill.....aber sie bedeuten mir halt sehr viel. Ein Tag ohne Walk über den Berg, ist ein Tag wo mir was fehlt. Es ist so abwechslungreich und jedesmal ist es anders. Sobald der Schnee weg ist, können wir quer durch den Busch gehen. Auf mehr als 60ha Berg, hat man schon verschiedene Wege wo man gehen kann ;-)

Auf diesen Feldwegen fühlt es sich im Moment an, als ob man auf einem weichen Teppich geht.

Sehr gerne benutzen wir auch die Pfade die das Wild macht.....

Auf dieser Landing bin ich besonderes gern. Sie ist eingezäunt von Bäumen und wenn ich hier sitze, dann ist es, als ob ich allein auf der Welt wäre. Hier komme ich gern hin zum meditieren, Nachdenken und zum Auftanken. Das Rauschen der Bäume im Wind ist dafür die ideale Geräuschkulisse.

Wir gehen weiter zum "Grufti" und hie und da gibt es noch immer Schnee. Das kleine Seelein ist vom Schmelzwasser voll und heute schwamm sogar eine Stockente um die alten, grossen Mooreichen.

Maite traute sich als erste in das kalte Wasser........


Pax hatte wohl noch nicht so viele möglichkeiten das Baden in freier Natur zu geniessen, er musste erst vorsichtig erkunden......

Ab und zu muss man einem Baum ausweichen der auf dem Weg liegt........genau das gefällt mir auf unserem Berg, es ist so viel Natur und nicht alles ist aufgeräumt.

Wenn wir auf dem Feldweg weiter gehen, dann kommen wir auf eine andere Landing.

Diese Lichtungen entstanden vor vielen Jahren, als auf dem Berg gerodet wurde. Diese nennen wir Cedar Landing, weil so viel Holz liegen geblieben ist.

Von der Cedar Landing aus, müssen wir erst ganz oben, bevor wir uns auf den Heimweg machen können. Wir ruhen uns an der Sonne aus und es gibt für Pax und Maite einen Gutz und dann machen wir ein Gruppenbild mit Selbstauslöser. Das war gar nicht so einfach bis ich uns alle in Position bringen konnte ;-)



Auf dem Abhang runter zu unserem "Hausplatz" endteckte ich doch tatsächlich einen Schmetterling auf diesen kleinen Blumen.


Ab und zu bleiben die Hunde zurück und halten Ausschau....es könnte ja sein, dass da was auftaucht wo man ein bisschen Fun haben könnte!
Müde und zufrieden waren wir 3 Stunden später zu Hause.....morgen werden wir einen anderen Weg gehen.......

Das Wasser kommt, es wird Frühling


Wie jeden März haben wir auf dem Berg Bäche von Schmelzwasser. Gestern machten wir mal inspektion wo und wieviel Wasser fliesst. So viel Schnee hatten wir noch nie ende März wie in diesem Jahr.....wenigistens seit wir auf dem Sunny-Hill leben. Aber Gottseidank fliesst alles "down hill"!

Das "Grufti-Seeli" ist platschvoll und das wird so bleiben bis mitte Sommer, dann trocknet der kleine See langsam aus. Wir hörten das rufen der Wildgänse als wir in die Nähe kamen. Leider waren dann alle schon wieder weg. Aber wenn es wärmer wird, siedeln sich Frösche dort an und auch sonstiges Getiere fühlt sich dort wohl.