Ausgewandert!


Mit 51 Jahren bin ich (2001) vom Bernischen Seeland
(Schweiz), nach British Columbia, Kanada ausgewandert. Warum? Fast würde ich
sagen, es hat sich einfach ergeben, musste so sein. Manchmal habe ich das Gefühl,
das Schicksal hat ganz toll mitgeholfen. Urs und ich lernten uns in einem Internet Chatroom kennen.
In langen Chat-Nächten tauschten wir unsere Ideen aus, Träume vom etwas anderen Leben.
Bis wir zum Schluss kamen, es doch zusammen zu probieren. Aber wenn ein Partner in der Schweiz lebt und der andere in Kanada, dann ist das nicht so einfach.
Im September 2000 flog ich zum ersten Mal nach Kanada um Urs persönlich zu treffen und um einen ganz kleinen Teil von diesem unermesslich grossen und wunderschönen Land kennen zu lernen. Ich sah die Wälder, die unberührten Ufer der Flüsse, die so klar waren. Die verschneiten Rockies, Adler die im Winde segelten. Das alles hat mich tief beeindruckt, tat meiner Seele gut und es war einfach nur schön.
So beschloss ich, mein altes Leben aufzugeben und nach Kanada auszuwandern um mit Urs einen Traum zu verwirklichen; den Traum vom einfachen und freieren Leben! Allen die sich schon mal Gedanken zum Auswandern gemacht haben sei hier gesagt, so einfach wie sich diese Story nun liest, so einfach war es nicht. Nur so viel, wir kauften uns im Mai 2001 in der Nähe von Creston ein Grundstück, einen Berg, den wir Sunny-Hill nennen. Es kostete uns viel
körperliche Arbeit und so manche Entbehrung, nur damit wir überhaupt auf dem Grundstück leben konnten. Alles mussten wir von Grund auf bauen, denn es war nichts vorhanden. Kein Wasser, keine Elektrizität, keine richtige Zufahrt. Das Grundstück war in seinem natürlichen Zustand: Busch und Wald. Als Entschädigung dürfen wir in der freien Natur leben, bekommen Besuch von Hirschen und Rehen, Kojoten und auch Bären. Für nichts würde ich mein Leben hier eintauschen!
Im August 2015 ist mein Buch:
KANADA IST BÄRENSTARK publiziert worden. Es sind Geschichten über Begegnungen mit Menschen, über meine Tiere, von Kojoten und Bären,
aus unserem Alltag eben! :-)




Menschen auf dem Sunny-Hill

Menschen auf dem Sunny-Hill
Mein täglicher "walk" über den Berg...hier mit Pax (Maremma) und Maite ein Boxergirl

Frühling, Zeit der Bären

Frühling, Zeit der Bären
Frühling, Zeit der Bären

Ende gut, fast alles gut!


Ein paar Leser die mich auch auf FB begleiten, kennen diese Bilder schon. Diese Farm war 2014 ein wichtiger Punkt in meinem Leben. Den ganzen Januar habe ich mit Herta und ihrer Dackelhündin Amanda hier zugebracht. Längst sind Herta und Amanda wieder in Österreich und Herta hat sich gut von ihrem Beckenbruch erholt.
Meine Überschrift: Ende gut, fast alles gut.....steht leider nicht für Herta. Anfang November hat Hans --- Herta's Mann --- seinen Kampf gegen den Krebs verloren. Letzten Juli war er zum letzten mal in "seinem" Canada.......Wir alle hofften mit ihm bis zum Schluss.
Bevor Hans von Creston nach Österreich zu weiteren Chemotherapien wegflog, haben wir noch besprochen, wie und was von wem erledigt wird, denn da waren noch immer 3 Pferde, Hühner und Katzen auf der Farm. Der grosse Freilaufstall ist an einen Farmer aus der Nachbarschaft und seinen Kühen ausgepachtet.
Die Versorgung der Pferde übernehme eine Frau aus der Nachbarschaft, die selber Pferde hat und die Hühner sollen in den nächsten Tagen abgeholt werden. Ich werde die Post holen und im Haus die Pflanzen giessen. Soweit alles o.k.!
Als ich nach ein paar Tagen das erste mal zur Farm fuhr, waren die Pferde gleich  neben dem Haus auf der Weide.



Sie standen alle um das grosse Wasserbecken und mein erster Gedanke war, dass sie gerad getrunken haben. Ich ging hin, wollte sie begrüssen, als ich mit Schrecken sah, dass das Becken "furz trocken" war. Ja das Platikbecken war so heiss von der Sonne ---- es war Mittag und die Temperaturen war schon um die 28 Grad ----- dass die Pferde sich die Nüstern verbrennen konnten. Schnell füllte ich mit dem Wasserschlauch das Becken auf und die Pferde tranken gierig, noch während das Wasser einlief. Während ich den Pferden beim Trinken zusah, durchfuhr mich plötzlich ein Gedanke: Die Hühner und die Katzen!



Mit schnellen Schritten ging ich zum Stall wo die Pferdeboxen sind und der Hühnerstall. Der stand weit offen und ich hörte einen Hahn krähen und das Gackern von Hühnern. Die normalerweise zahmen Hühner ---- ich hatte sie ja im Janauar kennen gelernt ---- flatterten verstört umher. Auf dem Boden lagen Federn und sogar ein Hühnerbein fand ich. Da musste wohl ein Kojote zu einer Mahlzeit gekommen sein! Die Katzen ---- es mussten ein halbes Dutzend sein ---- verschwanden in alle Löcher als sie mich kommen sahen. Kein Futter, kein Wasser......weder für die Hühner noch für die Katzen! Ich glaube, ich war ganz grün im Gesicht, so wütend war ich! Ich füllte Futter auf und suchte Wasserbehälter für die Hühner. Für bestimmt eine Stunde war ich beschäftigt bis alle hatten was sie brauchten für die nächsten 2 Tage. Ich wohne halt auch nicht gerade um's Eck. Für mich sind es bis nach Creston 25 Km und wenn ich durch den Canyon fahre ---- wo die Farm ist ---- kommen noch 15 Km dazu.
Es wäre nicht meine Aufgabe gewesen, aber wie konnte ich ruhig sein mit dem Wissen, dass die Tiere bei diesem heissen Wetter vielleicht kein Trinkwasser bekommen? So fuhr ich jeden 2. Tag raus in den Canyon, um nach den Tieren zu sehen.
Als dann im November Hans starb, sagte Herta, dass es sie sehr belastet, dass niemand wirklich für die Pferde Zeit hat und ob ich nicht probieren möchte für sie ein neues Zuhause zu finden. Es sind Quarter Horses, registert und mit Papieren. Aber da keiner mit ihnen gearbeitet hat seit sie auf der Farm sind, kann man sie nicht für einen "üblichen" Preis verkaufen. Herta war es wichtig, dass sie ein gutes Zuhause bekommen. Ich machte in unserem kanadischen Kijiji  (wie e-bay) eine Anzeige und es ging nicht lange und ich hatte 2 ernsthafte Interessenten.
Der Erste wäre mir lieb gewesen weil er nur 2 Grundstücke weiter wohnt. Aber das klappte nicht......zuwenig Zeit, Geld und zuviel Arbeit mit den Pferden bis man sie als Reitpferd geniessen kann.
So rief ich den zweiten Interessenten an und "Gott sei Dank!" der freute sich. Wir machten gleich einen Termin aus ....kurz vor Weihnachten ..... und einen Tag später wurden die Pferde abgeholt. War ich erleichtert und Herta war auch glücklich.
Vor ein paar Tagen wurden nun auch die Hühner endlich abgeholt und nun ist der Stall bis auf die Katzen leer. Denen habe ich immer noch Futter und Wasser hingestellt, aber das ist keine Lösung. Wenn die Farm zum Verkauf ausgeschrieben wird, müssen auch die Katzen weg.....nur wie? wohin? Es sind Stall Katze und sie lassen sich nicht einfangen.
Nächstes Frühjahr werden sie sich verdoppelt haben.......Zuwachs! Jemand sagte mir, dass die Jungen Katzen keine Überlebenschancen hätten.....Kojoten, Marder, Füchse........Aber die wo jetzt da sind, waren auch mal klein und haben überlebt!
Ich ertrage solche Situationen sehr schlecht......was kann ich machen? Hoffen dass der neue Besitzer der Farm ein Herz hat? Und dass es nicht zu lange dauert bis jemand Kauft!




 

 

Warten auf den Winter......



schon fast mitte November.....
und wir hatten schon ein paar recht winterliche Tage. Letzte Nacht zeigte das Termometer fast 20° minus. Unser Wettermann hat es so erklärt, dass in Alaska ein Sturm war, der sich bis zu uns bemerkbar machte. Schnee haben wir keinen mehr.....wir hatten ein ganz kleines bisschen bekommen, bevor es so kalt geworden ist.
Aber den ersten Kälteschock bekamen wir schon mitte September. Ein zwei nächtiger Frost hat vieles kaputt gemacht. Meine Tomaten die noch viele Früchte trugen.....die Zucchini......Basilikum......

Die Blumen konnten sich zwar wieder erholen, aber sie waren doch dieses Jahr eher "müde" als andere Jahre.
 
 
Urs musste seine Arbeit am Haus  für dieses Jahr einstellen und alles zudecken und winterfest machen. Jetzt muss er wieder sparen und dann geht es im Frühjahr weiter! :-)

Es gibt immer viel zu tun bevor der Winter kommt......hier wie dort :-)
Feuerholz schneiden und aufschichten......Greenhouse ausräumen..... Büsche schneiden...... halt was alle so machen wenn der Winter vor der Türe steht.

Im Somme habe ich mir ein kleines ----- ein wirklich kleines ----- Atelier gemacht. Ohne die Mithilfe von Urs wäre es aber nicht möglich gewesen......das "Grobe" ist halt doch Männersache! :-)

Nach ein bisschen Farbe und einem Bodenbelag, nutze ich es nun als mein
"Malstübli". Durch die 4 Fenster kommt so viel Sonnenlicht herein, dass ich es auch an kalten Tagen ohne Heizung nutzen kann. Es braucht nicht viel, dass der Mensch glücklich sein kann!
Ansonsten......es gut uns allen gut.....die Hunde sind wohlauf und Pax wartet auf den Schnee den er so mag!

Pax auf seinem Sofa......so behält er den Überblick!

Hühner oder nicht, das ist hier die Frage?

 Dieses Bild habe ich von der Webseite "Hühnerhaltung.de" gestohlen.
 
Die Webseite "Hühnerhaltung.de" ---- ist eine der besten und informativsten die ich gegoogelt habe.  Was man auf dieser Seite alles lesen kann......über die Haltung der Tiere - Fütterung - Stall, Einrichtung und Auslauf - alle Bedürfnisse des Federviehs und sogar über die Psyche des Huhn's! Ich bin total begeistert und merke, dass ich über Hühner gleich Null weiss!!
Ich habe mir auch verschiedene Meinungen eingeholt bei Bekannten und Freunden ......welche mit Hühnererfahrung und welche ohne. Jeder sagt was anderes dazu und hat andere Ideen. Ob es rentieren würde ist eigentlich nebensächlich ----- ich denke eher nicht. Mir gefällt einfach die Idee  vom eigenen Ei sehr gut ...... und wenn der Platz schon da ist!
Seit etwa 2 Jahren schon spiele ich mit dem Gedanken ein paar Hühner im ehemaligen  Alpacastall einzuquartieren ----- natürlich mit einigen Änderungen.

Die Krippe könnte zu Legenestern umfunktioniert werden.......und Fenster hat es  auch im Stall. Einzig die Wände müssten isoliert werden und eine Abtrennung mit Tür müsste eingebaut werden......es soll ja warm und geschützt sein! Dann bräuchte ich eine Wärmelampe und vielleicht auch ein Tageslicht für die Wintermonate.....alles machbar.
Es tut mir leid, dass dieser kleine Stall einfach leer steht und nicht mehr gebraucht wird. Gras und Auslauf gibt es genug....also wo ist das Problem?

Auf dieser Hühnerseite habe ich auch gelesen, dass Hühner 2 Jahre - höchstens 4 Jahre Eier legen. Und dann? Was macht man dann mit ihnen? Wie ich mich kenne, werde ich nach 5 Jahren ein Hühneraltersheim haben und nix ist mit Eiern. Wenn ich immer wieder Junge dazu nehme, ist der Stall nach ein paar Jahren zu klein. Auf der Webseite kann man lesen, dass man die Hühner noch für Suppenhuhn gebrauchen kann......na ja.....ich weiss nicht. Erstens bin ich kein Suppenhuhn Fan und zweitens, ich weiss, ich werde meine Hühner nicht rupfen!
Urs meint, man köpft sie und nimmt sie mit in den Busch, so haben die Kojoten noch was davon......sehr pragmatisch und irgendwie auch logisch......
Will ich mich dem Problem stellen oder nicht das ist die Frage?
Ich denke noch ein bisschen darüber nach ;-)


1 Jahr danach........

 
 
Letztes Jahr im August standen wir vor der schweren Entscheidung .......
Pax einschläfern zu lassen oder einer Amputation zuzustimmen.....
 
 
Gottseidank hatte ich den Mut!!
Pax ist mit seinen 3 gesunden Beinen ziemlich schnell unterwegs
und der Alltag ist wieder bei uns eingekehrt..........
das bedeutet: jeden Tag einen "Walk" über den Berg!
 
Natürlich musste Pax lernen mit kleinen Einschränkungen zu leben,
aber ich  glaube nicht, dass ihn das wirklich in
seinem Hundeleben beeindrächtig.
 
 
 ........und wie vor seinem Unfall buddelt er immer noch gerne
tiefe Löcher um sich dann reinzulegen :-)
 
Beim buddeln von diesem Loch, war Chica auch beteiligt!
Inzwischen ist es einen guten halben Meter tief.

Urs's Projekt.......

Ich habe Urs's Project ja schon mal erwähnt......hier ein kurzes up-date.
Urs hat bis jetzt alles allein gemacht, ausser beim Aufstellen der grossen
Teile kam ein Nachbar zuhilfe.
Ich helfe bei den kleinen wo halt eine Hand fehlt....
Mein Respekt hat Urs..... das Umsetzen eines so grossen Traumes
braucht Mut und kostet viel Arbeit .....
 
Urs ist zur Zeit am Abdecken des Fussboden vom 1. Stock.....
viel Holz wurde verarbeitet bis es soweit war........
 
eine Treppe gibt es auch schon!
 
 
jeden Morgen --- meistens vor 5.00 Uhr --- fährt er mit seinem kleinen
Fahzeug zum Bauplatz.
Er arbeitet dann bis ca um 12.00 Uhr und kommt dann
nach Hause weil es zu heiss wird.
 
Das wird das Wohnzimmer im Basement ---- Parterre.
 
 
Es gibt noch viel zu tun.......also......
 immer schön den Überblick behalten ;.)
 
 
 
 
 

Sommer........

Heute Abend haben Urs und ich wieder mal den Sonnenuntergang genossen. Die Sicht ist seit etwa 2 Wochen begrenzt......über 200 "forest fire" sollen allein in BC brennen. Durch den Wind wird der Rauch weit getragen und im Valley bleibt er dann hängen. Aber unmittelbar betroffen sind wir Gottseidank nicht.
Trotzallem.....schöner kann man den Tag nicht ausklingen lassen.....
Ich liebe diese Ruhe......

Besuch von diesem kleinen Wicht hatten wir auch.....scheu sind sie überhaupt nicht die kleinen Streifenhörnchen.

In dieser Jahreszeit explodiert das "Grün" um unser Haus buchstäblich!
Ich bin eher der chaotische Gärtner und mir gefällt es, wenn "Chrut und Rüebe sich gut vertragen. Diese Wiese lasse ich absichtlich stehen...... alles kommt wild durcheinander........das meiste sei "Unkraut" habe ich mich belehren lassen!

Ja und?? Mir gefällt es so!

Auch meinen Reben scheint das Wetter zu bekommen......jedes Jahr wachsen sie ein bisschen höher.........

Die gelbe Pflanze im Vordergrund ist Johanniskraut....sie wird gehegt und gepflegt......schon das 2. Jahre mache ich Johanniskraut Öl und seit bestimmt 7 Jahren  mische ich immer ein paar Blüten in meine Teemischungen.

Für Öl sieht das dann so aus......da kommt noch Olivenöl dazu, 4-6 Wochen an die Sonne, absieben und fertig ist die Kostbarkeit! Nur soviel zum Unkraut!

Vor dem Haus gibt es aber auch einen kleinen Platz wo Ordung und "Stil" herrscht!!

..........oder wenigstens sieht es nicht gar so wild aus :-)

.....überall blüht es .......

und meine 4- und 3Beiner lassen die heissen Tage
ganz entspannt vorüber ziehen ........

 
Chica ........

Ich hoffe sehr, dass ihr ----- meine Freunde ---- den Sommer auch so geniessen könnt ......denn.....der nächste Winter kommt bestimmt!!!
liebe Grüsse aus dem heissen und sonnigen BC......

Schön war mein Trip!

Am 10. Juni bin ich morgens um 8 Uhr losgefahren Richtung Cranbrook. Ich wollte es ganz locker nehmen, hatte keinen wirklichen Zeitplan. Was für ein Luxus einfach so losfahren zu können! Das wichtigste war mir, genug Zeit im Kootenay Nationalpark verbringen zu können. Anfang Juni sind nämlich die Bären los! Gleich hinter Radium Hotsprings steht eine Warntafel wo man lesen kann:
Slow down, Baers on Highway!
 
Genau wegen dieser Mutzen war ich gestern im Park unterwegs und ich hatte auch die Gelegenheit ein paar Bilder zu machen. Gierig grasen sie den saftigen
Löwenzahn ab. Was für ein Festessen nach dem langen Winterschlaf.   
Da die Bären am Strassenrand grasen und  die Highway überqueren, muss man wirklich aufpassen. Aber nicht nur wegen der Bären, sondern auch weil die Autofahrer abrupt auf die Bremse stehen wenn sie etwas auf 4Beinen sehen......ich bin da keine Ausnahme!!!
Damit sich die Autofahrer auch an die Geschwindigkeit halten und nicht unvernünftiger Weise aus den Fahrzeugen aussteigen, patrouillieren Ranchers auf den ungefähr 15 Km wo die Bären fressen. Es ist schon superschön diese Tiere so nah betrachten zu können.........
 
 Weiter im Park konnte ich diesen jungen Elchbullen fotografieren. Die Tiere lassen sich selten stören wenn sie beim Fressen sind. Vielleicht wissen sie, dass sie im Park geschützt sind :-)
 
Viele Rehe überquerten beim Durchfahren des Parks die Highway...... sie sind meistens zu schnell, dass man anhalten und fotografieren kann!
 
 
Aber dann habe ich doch noch was entdeckt..... eher zufällig!
Mountain goat's ....... weisse Bergziegen!
 
Nach einem kurzen Blick zu mir, grasten sie weiter. Eine Mutter mit einem Jungen war dabei. Ich sass im Auto ---- bestimmt für eine halbe Stunde ----- und schaute einfach zu....... so schön!
 
Richtig happy und Dankbar fuhr ich weiter, Richtung Lake Louise. Aber da war ich doch schon einige male und darum bog ich kurz entschlossen links ab und fuhr die enge und kurvige Strasse zum Moraine Lake hinauf! Der Moraine Lake liegt im Banff Nationalpark auf 1884 M.ü.M.  Oben angekommen blies mir ein kalter Wind entgegen.
 
Da ich nach 16 Uhr da war, waren die meisten Busse mit den Touristen schon wieder weg. Ich blieb nicht so lange, das nächste mal wenn ich hinfahre, werde ich den Wanderweg hochgehen......da soll es Fossilien geben....... sagt Urs!
 
 
 Für heute hatte ich genug gesehen. So machte ich mich auf den Weg nach Golden wo ich ein Hotelzimmer gebucht hatte. Um 18.Uhr war ich müde und erfüllt in meiner Unterkunft angekommen.
 
 
 Blick aus dem Hotelzimmer....... nach einer feinen Pizza und einem Glas Rotwein schloss ich diesen erlebnisreichen Tag ab. 


Am Mittwoch hatte ich abgemacht mit Bekannten aus Österreich ....... wir wollten uns auf einen Kaffee und einen Schwatz treffen. So kam es auch......ich freue mich sehr dass es geklappt hat. Euch Beiden eine gute Weiterreise und eine schöne Zeit in Canada!
Alles in allem kamen 941 Kilometer zusammen......sie waren es wert und ich habe die Zeit genossen!

Ein Freund.........

 

                                     Das Bild habe ich in Vancouver aufgenommen....25. Sept. 2012

Rita und Klaus sind liebe Freunde von uns, die 2003 von der Schweiz nach Wynndel Canada emigrierten.  Die Begegnung von Rita und mir fand im Waschsalon in Creston statt. Beide mussten wir zu der Zeit unsere Wäsche in eben diesem Waschsalon waschen lassen. Meine Tochter Christina ---- sie war von der Schweiz zu Besuch bei uns auf dem Sunny-Hill ---- und ich, sassen also da und warteten auf unsere Wäsche und dabei unterhielten wir uns auf Schweizerdeutsch, als Rita dazu kam. Sie sprach uns gleich an, sie dachte, dass wir Touristen auf der Durchreise wären. Darüber amüsieren wir uns auch nach vielen Jahren immer mal wieder!
Im September 2012 fuhren Rita und Klaus nach Vancouver in Urlaub. Ein paar Tage später
rief uns Rita ganz aufgelöst an. Klaus hätte ganz unerwartet ins Spital gehen müssen.....es ginge
ihm überhaupt nicht gut. Im ersten Moment habe ich da gar nicht verstanden um was es eigentlich ging. Nur soviel habe ich rausgehört, dass Rita mich braucht und das Klaus für verschiedene Untersuchungen in Vancouver bleiben musste. Das Wort Krebs war gefallen .....  Bauchspeicheldrüsenkrebs!

Zwei Tage später flog ich nach Vancouver wo ich 3 Tage mit Rita und Klaus war.
Ihm stand eine schwere Operation bevor, wo man den Tumor rausnehmen würde. Er war so
tapfer und positiv, dass alles gut werden würde.

Nach 3 Tagen fuhr ich mit ihrem Auto zurück nach Creston und Rita und Klaus flogen dann
ein paar Wochen später ---- nach seiner OP ---- zurück nach Cranbrook wo ich sie am Flughafen abholen konnte.
Für Klaus folgte nun eine Chemotherapie......weitere Untersuchungen......ein positiver Bericht
bestätigte ihn und gab ihm neue Kraft.
Dann der Rückschlag. Neue Chemo......dieses mal sehr aggressiv und dann die Gewissheit.
Nicht nur für Klaus war diese Zeit unmenschlich hart, Rita litt mit und es zerrte an ihren Kräften..........
Am 25. Mai musste Klaus entkräftet und mit Schmerzen geplagt ins Spital in Creston eingeliefert werden.
Letzten Montag (2. Mai) wurde er von seiner Krankheit erlöst.
Wir alle die ihn kennen, werden ihn vermissen.......unser Klaus, der immer so aktiv, interessiert und aufgestellt war........ ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch ist für immer von uns gegangen.
Wir sehen uns.........
 

Es gibt uns noch auf dem Sunny-Hill !!

Nach einer langen Pause, habe ich das Bedürfnis ein paar Gedanken und Bilder mit euch zu teilen.
Es ist definitive Frühling geworden hier auf dem Sunny-Hill und wir hatten schon Temperaturen bis 27 Grad. Alles grünt und blüht um die Wett und jedes Jahr reut es mich das Gras zu mähen wegen dem gelb leuchtenden Löwenzahnteppich!

Auch für dieses Frühjahr habe ich mir einige kleine Projekte vorgenommen. Nichts weltbewegendes......irgendwie stand alles schon länger an.
Als erstes drängte ich für eine Lösung für mein kleines Grünhaus. Es drohte einzufallen und bevor noch eine Katze oder ein anderes Lebewesen darin zu schaden kommt, musste was gemacht werden. 



Im Kopf hatte ich schon eine Vorstellung was anstelle hinkommen könnte.
Eines dieser kleinen Glashäuser.......mit einem kleinen Brunnen innen drin......einer Bank......
Als wir dann mit dem Abbruch von dem kleinen, selbstgebauten Holzgrünhaus anfingen, tat es mir leid. All die Arbeit und Liebe die Urs vor 10 Jahren in dieses kleine "Gartenhaus" steckte, sowas kann man doch nicht einfach "nur so" abreissen entsorgen oder verbrennen.
 
Während wir die Rückwand abmontierten, fragte ich Urs, ob wir nicht doch vielleicht das Ganze einfach ein bisschen aufrichten, stabilisieren und neu decken könnten? Nach einer Kaffeepause im halb abmontiereten Häuschen, fanden wir eine passable Lösung. Wir richteten das Gartenhaus ---- mit hilfe des Traktors auf, befestigten und stabilisierten das ganze mit einem Seil und als Rückwand verwendeten wir das alte Plastik vom Dach. Auf das Dach kam  neues Plastik verlegt. Ich freute mich wirklich, dass wir das kleine Grünhaus retten konnten und ich es nun wieder verwenden kann......ohne Brunnen und Bank......aber das ist o.k. :-)


Gleichzeitig ebneten wir den alten Garten aus ---- da kommt später Gras hin ---- und der Zaun wurde erhöht, so dass Chica nicht mehr drüber springen kann!


.......und so sieht mein kleines Grünhaus zur Zeit aus. Die Blumen habe ich schon mal eingepflanzt aber raushängen tue ich sie erst in ein paar Tagen.....es ist nämlich Regen angesagt und das will ich ihnen nicht zumuten. Die Kartoffeln, die ich in diesem Jahr zum ersten mal in Plastiksäcken eingepflanzt habe, kommen super gut. Die Säcke sind extra dafür gemacht. Vorne gibt es eine Lasche, die man bei der Ernte aufmachen kann und die Kartoffeln fallen alle raus----insofern es nicht nur Kraut gibt :-)
Die Säcke und die Erde kann man wieder verwenden.......finde ich eine richtig smarte Idee!



aber auch alles andere scheint in diesem Jahr gut zu gedeihen.....Salat, Radisli, eine Peperoni habe ich auch gepflanzt und natürlich Tomaten.....obschon Tomaten habe ich auch draussen beim Haus. Dieses Jahr habe ich zum ersten mal eine Melonenpflanze gekauft......mal schauen wie es ihr ergeht bei mir :-)
Ich habe auch viele Kräuter.....Petersilie Schnittlauch, Basilikum, Dill, Bohnenkraut, Beinwell und vorallem "Maggichrut" oder auf gut Deutsch Liebstöckel.


Bis zum Herbst erreicht er gut  die Höhe von 2 Meter und seine Stiele sehen aus wie Bambus!

Vor dem Haus hatte ich immer ein Blumenbeet...... ein solches sollte es jedenfalls sein. Ich konnte es kaum sauber halten......der Löwenzahn wucherte neben den Disteln und zwischendurch kam Gras. Ich bin ein eher alternativer Gärtner, aber manchmal wächst es mir dann aus der Hand! Mit meinen schmerzgeplagten Händen konnte ich das Zeug kaum ausreissen. So deckte ich letzten Herbst alles mit einem schwarzen Tuch ab und nahm mir vor, schöne Steine zu sammeln und dieses Blumenbeet damit aufzufüllen.
So sieht es im Moment aus....... alle diese Steine habe ich von Hand gesammelt und nach Hause getragen. Wohin ich auch gehe.....überall sehe ich weisse Steine die ich dann in meine Tasche stecke. Noch bin ich nicht ganz fertig, aber bis zum Herbst wird das schwarze Tuch ganz zugedeckt sein! Es mich nicht einen Cent gekostet und Steine sammeln macht erst noch Spass!



Ein paar Lavendelpflanzen dazu und alles sieht wieder ordentlich aus!

Die letzten 3 Wochen war ich am Morcheln suchen. Oft musste Urs mitkommen weil jetzt die Bären überall am Grasen sind und ich nicht gleichzeitig nach Pilzen UND Bären ausschau halten kann......zudem fühle ich mich sicherer wenn Urs mitdabei ist. Urs redet nämlich viel und in diesem Fall ist es mal positive........ist nicht bös gemeint.


Hier in diesem kleinen Valley haben wir 30 Bärenhaufen gezählt und das waren nur die, wo man grad sehen konnte. Aber eben gerade hier gibt es die meisten Morcheln. Hier ist es eher
schattig und feucht.

 



Von unserem ehemaligen Nachbarn Georg konnte ich viel über Pilze lernen. Er ist ein erfahrener Pilzsammler und da wir (fast) jeden Donnerstag zusammen in der Altersresidenz
Pool spielen, gibt es genügend Zeit um auch über Pilze und die Natur an sich zu reden. Wir reden weder über die Politik noch über sonstige Probleme. Wir reden nur über Dinge die uns Freude machen.

Jetzt noch ein Up Date zu meinen Hunden
Pax geht es sehr gut. Jeden Tag gehen wir über den Berg und das nicht nur auf dem Weg. Er kann wieder gut auch durchs Gelände und den Busch gehen und das geniesst er sehr.


Sind wir wieder zuhause, legt er sich in den Schatten und träumt friedlich vor sich hin

 

Oder sie sind mit einem ihrer "Mümpfelis" beschäftigt :-)


Und Urs?
Urs baut derweilen an SEINEM Projekt........ womit er auch noch eine ganze Weile beschäftigt sein wird. Es macht ihn glücklich und er freut sich, was Sinnvolles machen zu können. Ab wann wir das kleine Haus als Feriendomizil oder Wohnhaus benutzen können liegt noch in weiter Ferne. Aber wie heisst es doch so schön; der Weg ist das  Ziel! Der Mensch braucht einfach eine Aufgabe.
 
 
In diesem Sinn.....eine gute Zeit wünsche ich euch und liebe Grüsse von uns vom
Sunny - Hill !! Bis zum nächsten mal eure Ursina