AUSGEWANDERT

Mit 51 Jahren bin ich 2001 vom Bernischen Seeland (Schweiz) nach British Columbia, Kanada ausgewandert. Warum? Es gibt verschiedene Gründe: 1. Kanada ist ein wunderschönes Land, viel Natur, Berge, Seen und Flüsse..... aber vorallem genug Platz!! Es gibt hier noch die Möglichkeit nach einer Facon zu leben und glücklich zu werden die in der Schweiz schlicht nicht bezahlbar ist. Aber der wichtigste Grund warum ich nach Kanada ausgewandert bin, ist Urs. Wir trafen uns irgendwo, irgendwann im Internet und tauschten in langen "Chatnächten" und Telefonstunden unser Ideen vom "etwas anderen Leben" aus. Im September 2000 flog ich dann zum ersten mal in meinem Leben nach Kanada und lernte Urs und einen ganz kleinen Teil von diesem unermesslich grossen und wunderschönen Land kennen. Ich sah die Wälder, die unberührten Ufer der Flüsse und Seen, die so klar waren.....die Rockies, Adler die im Winde segelten.....es war sehr eindrücklich und einfach nur schön. So beschloss ich mein "altes" Leben aufzugeben und nach Kanada auszuwandern. Nur 6 Monate später, im April 2001 landete ich in Calgary. Das Leben in Kanada war am Anfang sehr hart für mich. Wir kauften uns ein Grundstück --- unseren Sunny-Hill --- und fingen als Homesteader an, uns ein Leben einzurichten. Auf dem Grundstück gab es weder Strom noch Wasser und unser Land war nur Busch und Bäume. Wir säuberten einen Platz um einen kleinen Wohntrailer hinstellen zu können. Die ersten 4 Monate machten wir eine einfache Einfahrtstrasse, bauten ein kleines Häuschen damit der Strom von der Highway zu unserem Grundstück verlegt werden konnte. Strom und TV! --- das wichtigeste !! --- hatten wir ende Sommer 2001, aber auf fliessendes Wasser musste ich zweieinhalb Jahre warten. Schon im Juni 2001 hatten wir nach Wasser bohren lassen und auch gefunden, aber dann ging uns das Geld aus und wir mussten mit der Anschaffung der teuren Wassserpumpe warten. Nur gut, wenn man nicht immer weiss, wie Lange die Projekte dauern können wenn man damit anfängt. Heute, 10 Jahre später haben wir uns gut eingerichtet und ich habe es nicht bereut den Schritt ins ferne Land gewagt zu haben. Im Moment verkaufen wir von unseren 150 Acre (60 ha) 3 kleine Grund- stücke von je 2 ha......wenn Sie also Lust haben nach Kanada zu kommen, dann melden Sie sich bei uns :-)



Menschen auf dem Sunny-Hill

Menschen auf dem Sunny-Hill
Auf einem Spaziergang auf dem Sunny-Hill mit Maite und Pax

Urs & Ursi

unser Haus im Januar...

unser Haus im Januar...

dieses Bild kommt mir vor wie im Film....ein Land vor unserer Zeit!

dieses Bild kommt mir vor wie im Film....ein Land vor unserer Zeit!

a pain in the neck!

Seit dem 15. September mache ich Farmsitting auf der Yellowstar Ranch in Enderby. Im Moment gibt es hier 32 Alpacas, 6 Hunde, 4 Katzen und 5 Hennen mit Hahn zu betreuen. Alles koennte so schoen und friedlich sein, wenn nicht jeden Abend das Geheul, Gejaeppe und Gewinsel der Koyoten waere. Unsere Alpaca Gehege grenzen an einen Wald und die Koyoten kommen bis zum Zaun, der Gottseidank hoch genug und kein Eindringen moeglich macht. Aber wenn auf der anderen Seite des Shuswap River die ersten anfangen zu heulen, dann gibt es kein Halten mehr.
Dann antworten die Koyoten auf unserer Seite, dann setzen die Hunde der ganzen Nachbarschaft in das Konzert ein und die Alpacas stossen spitze Schreie aus. Alles in allem ein enormer Laerm! Am schlimmsten ist es, wenn man Nachts aus dem Schlaf gerissen wird.....sie sind ja bloss 200 Meter vom Haus weg. Die beiden Commondor Hunde die Tag und Nacht bei den Alpacas wachen, regen sich natuerlich auf und probieren mit ihrem tiefen Gebell die Stoerefriede zu verjagen. Die Koyoten sind so treist, sie bleiben einfach hinter dem Zaun sitzen und lassen sich nicht beeindrucken. Das wiederum reizt die beiden Wachhunde erneut. Gestern Nacht war das Gebell und Geheul so laut, dass ich aufstand und mit einem grossen Licht von der Terasse des Hauses in die Richtung leuchtete wo ich die Tiere vermutete. Alles was ich sah, war das Aufblitzen von Augen die nahe am Zaun sassen. Ich weiss dass eigentlich nichts passieren kann, aber das naechtliche Spektakel regt mich auf. Das Repetoir von Koyoten ist so vielseitig....manchmal klingt es nach einem jammernden, Menschen....oder sie stossen spitze, gellende Laute aus oder jaeppen und heulen ..... eifach schuderig!!

3 comments:

Anonym hat gesagt…

Hast Du keine Angst?Ich nehme an das Du ganz alleine bist.Das wäre ja dann wirklich schurig

Ursina hat gesagt…

hallo, liebe(r).......
zu Deiner Frage, ja ich bin allein hier, nein ich habe keine Angst.
Auch bei mir zu Hause auf dem Sunny-Hill jaulen und jappen Koyoten ums Haus. Hier ist alles eingezaeunt im Gegensatz von zuhause. Da kommen die Tiere dann schon mal bis zum Haus. Ich begenen auch Koyoten wenn ich mit meinen Hunden zum Laufen gehe. Irgendwo auf einer Blogseite habe ich ueber solche Begenungen geschrieben.
tschuess......

Irma hat gesagt…

Hei Ursi
das war ich (anonym)sorry
sonst schreibe ich immer meinen Namen