Frohe Festtage.......



Mir ist aufgefallen, dass viele Weihnachtskarten aus der Schweiz mit Merry Christmas und Happy New Year angeschrieben sind. Vielleicht bekommen wir diese Karten, weil sie zu Kanada passen? Sonst fänd ich es schade, wenn alles "verenglischt" wird.
Im Radio haben sie eine Umfrage für die beliebtesten Weihnachtslieder der Deutschen und Schweizer gemacht. Unter anderen wurden Jingle Bells oder Rudolph, the Red-Nosed Reindeer aufgezählt. Dafür wird Stille Nacht, Heilige Nacht in fast allen Sprachen der Welt gesungen. Bei uns am Weihnachtskonzert in Creston hat der Chor
"O Tannenbaum" gesungen....wie jedes Jahr. Nur diesmal sangen sie die 1. Strophe auf Deutsch. Unser deutscher Sender: Radio Herz --- er wird aus Kitchener Ontario gesendet--- bringt zur Zeit den ganzen Tag Weihnachtslieder oder sonst passende Musik. Urs singt dann jeweils lauthals mit. Inzwischen kann er von den meisten Weihnachtslieder sogar mehr als nur die erste Strophe:-)
Wenn die Menschen doch auch sonst so tolerant wären, nicht nur mit den Weihnachtslieder.....
In diesem Sinn wünschen wir vom Sunny-Hill all unseren Freunden, sowie meinen regelmässigen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr.....

Das Nutcracker weekend


Was für ein Wochenende!! Von Rita und Klaus ---- lieben Schweizerfreunden von uns ---bekam ich zu meinem 60. Geburtstag einen Besuch zum Nutcracker geschenkt. Die Beiden sind erfahrene Kulturfan's und fahren oft nach Spokan (USA)an Konzerte oder zu Opernaufführungen. Für mich etwas einmaliges...etwas besonderes und dementsprechen habe ich das Wochenende auch genossen.
Ich hatte den Nussknacker schon einmal in der Schweiz gesehen.....das müssen etwas mehr als 35 Jahre her sein. Das Ballet....die Musik......auch vor vielen Jahren war ich beeindruckt. Aber ich hatte vergessen wie schön es war.....
Vor der Aufführung gingen wir noch in ein italienisches Restaurant.....das Essen da hat vorzüglich geschmeckt und einen Wein hatten die.....super!
Hier muss ich noch sagen, die ganze Atmosfäre war märchenhaft.....überall war es festlich dekoriert und Spokan war so schön verschneit. Auf den Strassen lag Schnee und die Autos fuhren ganz langsam und der Schnee dämpfte den Lärm. Die Menschen reagierten freundlich und teils sogar ausgelassen.
Nach der Aufführung gingen wir noch ins Hotel Devonport für ein Glas Wein. In diesen weihnächtlich geschmückten, alten Halle zu sitzen war ein Erlebnis.
Es hat eben alles gepasst! Rita und Klaus vielen herzlichen Dank!

Esther ........

Esther wird im Mai 2011 sieben Jahre alt und trotzdem ist sie ein kleines, dünnes Büsi. Aus diesem Grund bleibt Esther im Winter vorwiegend im Haus. Nur ganz kurz sind ihre Ausflüge wenn es schneit und kalt ist. Auch mit dem Essen ist Esther sehr empfindlich. Im Sommer wenn Esther von ihren Jagdausflügen zurück kommt, putze ich überall Erbrochenes auf. Aus diesem Grund füttere ich sie schon seit ein paar Jahren nur noch mit Kitty Futter (für Jungtiere). Aber Esther ist auch eine kleine Käpferin! Vor ungefähr 2 Jahren, kam sie mit einem Biss in ihrem Unterkiefer nach Hause. Wir mussten sie zum Vet bringen, weil Esther nicht mehr essen konnte und alles entzündet war. Es war eine schwierige Zeit..... für Esther wegen den Schmerzen und für mich, weil ich ihr Medikamente geben musste. Ich habe mich geärgert, weil keiner daran denkt, wie man einem verletzten Tier eine Tablette in den Rachen stopft, wenn der ganze Unterkiefer offen ist. Ich meine, es sollte doch wirklich kein Problem sein, Antibiotika auch in flüssiger Form abzugeben.
Nun....der Biss heilte aus und Esther geht wieder auf Pirsch. Nach unseren Vermutungen und nach der grösse des Bisses hat sie sich wohl mit der Ratte im Stall angegelegt.
Manchmal, wenn die Tage kalt sind und es schneit und sich Esther nicht raustraut, dann sucht sie nach Abwechslung. Sie setzt sich am liebsten auf den Esszimmertisch und schaut zum Fenster raus und beobachtet die Vögel. Oder sie sucht sich immer wieder neue Plätze wo sie einen anderen Blick zum Geschehen bekommt ;-)
Hier macht sich klein Esther auf dem Buffet bequem.......





Aber auch den Animal Channel zieht Esther's Aufmerksamkeit auf sich.....da sitzt sie dann für eine ganze Weile und verfolgt aufmerksam das Geschehene.


na...... wie komm ich denn zu dem Kleinen?? Gerade war er doch noch da........


Müde und zufrieden schläft Esther dann auf ihrem Lieblingsplätzchen auf dem Sofa einem neuen Tag entgegen.

Adventzeit...........


Heute ist nicht nur der erste Adventsonntag, sondern es ist in Fernsehen auch Grey Cup!!!!
Für alle die damit nicht so vertraut sind, Grey Cup ist football....nicht zu verwechseln mit Fussball. Heute spielen Montreal und Saskatchewan um den Pokal, es ist also ein wichtiges Endspiel. Ich interessiere mich nicht besonders für football und darum ging ich nach draussen und holte Zweige für den Adventkranz. Es war ein sonniger Tag mit angenehmen Temperaturen um Null Grad. Schnee haben wir in den letzten paar Tage etwa 30 cm bekommen. Richtig schön.
Am Freitag haben Urs und ich die Weihnachtsbeleuchtung im Wohnzimmer aufgehängt. Wer Urs kennt der weiss, dass er immer einen Spass machen muss und so musste Maite daran glauben. Sie wurde mit der Lichterkette richtig gehend verkabelt. Sie traute der Sache nicht, blieb aber geduldig liegen. Wer gibt schon den Platz auf dem Sofa wegen einer solchen Lapalie freiwillig ab!!

Unsere Weihnachtsbeleuchtung brennt bis ende Januar fast den ganzen Tag. Nur wie heute wenn draussen die Sonne scheint machen ich sie aus.

Auch das Fenster in der Essecke hat eine Lichterkette verpasst bekommen. Dafür machen wir dieses jahr keinen Weihnachtsbaum. Höre ich da jemand sagen dass das alles ein bisschen kitschig ist??? Oh noooo......that looks perfectly right!!

Jeder hat sein Plätzchen an der Wärme!


Die letzte Nacht war kalt.....sehr kalt. Das Thermometer zeigte 19 Grad minus und heute kam noch eine leichte Bise dazu, so dass es sich viel kälter anfühlte. In der Wettervorhersage sprechen sie dann immer von 2 Temperaturen....eine "wirkliche" von 19 Grad minus und eine gefühlte because "windchill" von 28 Grad minus. Diese Bise heute, trieb mir die Tränen in die Augen und meine Nasenlöcher klebten schon nach kurzer Zeit zu. Ich packte mich gut ein und trotz Kälte ging es in den Stall.

Mit Maite gab es heute nur 2x einen kurzen Spaziergang, es war zu kalt für sie.
Maite wird im Januar zehn Jahre und das ist für einen Boxer schon ziemlich alt. So gehe ich vorsichtig mit meinem Mädchen um. Bis jetzt geht es ihr gut und sie ist immer noch sehr verspielt. Den zweiten Spaziergang machten wir nach dem Lunch bei etwas Sonne, was dann auch angenehmer für uns war.


Martha kommt das ganze nicht besonders geheuer vor. Immer wieder setzt sie sich auf einen Büschel Heu um ihre Beine warmzuhalten. Die Salatblätter die ich ihr heute brachte, frierten instant und waren ganz glasig. Martha bekommt jetzt im Winter vermehrt spezielles Gänsefutter, das angereichert ist mit Vitaminen und Mineralien. Leider kann ich ihr die Winterzeit nicht ersparen......aber ich probiere ihr die kalte Zeit so erträglich wie möglich zu machen.


Schon vor 2 Tagen habe ich beobachtet, dass Aisha rumsteht und friert.....sie schlotterte richtig. So zog ich ihr ein Mäntelchen an das sie ein bisschen warm halten soll. Wenn Alpacas älter sind wie Aisha (17 Jahre) dann ist ihre Unterwolle nicht mehr so dicht und sie sind gegen den kalten Wind nicht mehr so gut geschützt wie die Jungmannschaft. Dieser gesteppte Mantel wird sie ein bisschen vor dem kalten
Wind schützen.


Meine Katzenbuben habe ich im geheizten Powerhouse untergebracht. Da mir die Beiden überall im Haus markiert haben --- trotz rechtzeitiger Kastration --- mussten wir eine Lösung suchen. Denn es ist alles andere als angenehm, überall die Spuren der vermeintlichen Revier Absteckung weg zu putzen!


Die Einzige die den ganzen Tag in ihrem Körbchen beim Ofen schläft, ist klein Esther.
Sie geht wirklich nur ein paar Minuten raus und dann will sie gleich wieder reinkommen. Sie ist halt wirklich ein zierliches, kleines Büse ohne Winterreserve.
In den nächsten Tagen soll es wieder wärmer werden und dann lässt der erste Kältestress wieder twas nach!

Bin wieder da!!

Sorry, ich brauchte ein bisschen Zeit, wir hatten ein etwas schwieriges Jahr und es ging mir dabei nicht besonders gut.
Aber nun werde ich wieder erzählen, wenn es etwas zu schreiben gibt.....


Das ist kein kanadischer Bär. Dieser "Mutz" habe ich im Bären Park in Bern fotografiert. Erfreut habe ich bei meinem Besuch festgestellt, dass der unmögliche Bärengrabe ausgedient hat. Zwar bräuchte die Bärenmutter mit ihren beiden Teenager immer noch mehr Platz, aber es ist doch schon viel besser als vorher. Ideal kann es nie sein, wenn ein wildes Tier in Gefangenschaft gehalten wird.
Als ich so am Rand des Parkes stand habe ich für mich gedacht: wieviele der Besucher mir glauben würden, wenn ich erzähle, dass ich genauso einer Bärenmutter mit Kind in der Wildnis gegenüber gestanden habe? Bloss ein paar Meter zwischen uns......
Aber ich muss ehrlich zugeben, es war schon entspannter die Tiere eingezäunt zu fotografieren. Denn bei meinen Begegnungen mit den kanadischen Mutzen hatte ich nie eine Kamera dabei oder wenn, keine Nerven auch noch Bilder zu machen.

Meine Tochter Christina lebt in Bern und bei meinen Besuchen tut sie mich beherbergen --- danke Chrigi! Ich schätze dieses Arrangement sehr, denn so können wir viel Zeit miteinander verbringen, was wir beide sehr geniessen.
Wir genossen die letzten sonnigen Herbstag, um an der Aare entlang zu wandern und festzustellen, wie grün doch Bern eigentlich ist. Danach --- müde und gluschtig --- auf ein Vermicelle beim Gfeller auf dem Bärenplatz einzukehren.....isch schön gsi, gäu Chrigi.
Auch die Treffen mit Freunden und Bekannten habe ich sehr genossen. Leider musste ich wegen einer lästigen Erkältung mein Programm etwas abkürzen. Tut mir echt leid...
Brigitte und Martin, öich no einisch ganz liebe Dank für dä gmüetlich Sunnti. I has sehr gnosse....

Aber der eigentliche Grund meines diesjährigen Besuches war die Klassenzusammenkunft. Wie schön, dass ich mit dabei sein konnte......der Spenderin sei Dank ;-) ich werde immer sehr gerne daran zurück denken. Wir hatten uns so viel zu erzählen, es wurde gelacht und Erinnerungen aufgefrischt.....es war einfach nur schön. Hoffentlich können wir uns in 5 Jahren wieder in selber frische treffen.

Bogo, ein zaghafter Neuzugang......



Seit letztem Frühjahr schleicht ein Kater um unser Haus. Ich ertappte ihn immer öfters wenn er vom Katzenteller wegrennt....oder er liegt auf einer Decke die für unsere Katzen und Hunde (Hund....ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt!) überall rumliegen. Erst dachte ich, dass er nur ab und zu bei uns vorbei kommt wenn was im Teller ist. Jetzt weiss ich es besser! Er schläft bei uns unter dem Dach und er ist ein regelmässiger Kostgänger am Katzenteller geworden. Wird er von uns ertapp, dann rennt er zwar weg, aber in letzter Zeit bleibt er öfters stehen und schaut zurück um dann trotzdem davon zu trotten. Ich probiere ihm gut zu zureden, aber bis jetzt ist er weit davon entfernt zu uns vertrauen zu entwickeln. Trotz allem, wir gaben ihm den Namen Bogo...nur für den Fall, dass er doch noch ein bisschen mehr zu unserer Familie gehören möchte.

Jakob dagegen sieht sich die Welt am liebsten von oben an. Er kann für eine Ewigkeit am Rande des Daches sitzen und in die Bäume schauen. Von da oben rechnet er sich wohl mehr Chancen aus, einen der kleinen Chipmunk's zu erwischen.



Diese kleinen Streifenhörnchen sind im Moment überall! und ich meine überall! Sie sind flinke, süss und kommen auch ans Katzenfutter!



schon öfters habe ich einem der kleinen Knirpse das Leben gerettet.....manchmal mit Erfolg, manchmal nur um eine halbe Stunde später seinen kleinen Körper zu finden den die Katzen halb gefressen zurück gelassen hatten. Was kann man dagegen tun? Der beste Weg ist, zu akzeptieren, dass das der Lauf des Lebens in der Natur ist. Sind es nicht unsere Katzen, dann sind es die Vögel, die Kojoten oder die Füchse.

Spinnen eine kreative Arbeit


Ich habe von Arly und Tiffany etwas Fleece zusammen gekardet und das gab eine Farbe wie Zucker und Zimt. Ich finde es toll was man alles aus diesen Basicfarben machen kann.


Die kleinen gekardeten Schnecken habe ich dann versponnen, aufgewickelt und zu einem Strang zusammen gebunden, gewaschen und an der Luft trocknen lassen.


Nach dem Trocknen habe ich den Strang noch mal aufgemacht und zu einem Knäuel aufgewickelt, damit es sich besset stricken lässt.


so sieht das Ganze das als Strickprobe aus.....ist doch schön!


und so verkaufe ich dann die Wolle!


am letzten Freitag Vormittag, haben wir unsere Cindy erlöst. Es war ein schwerer
Gang für Urs und mich. Ich bin froh, dass wir sie noch für 2 Wochen zuhause hatten.
Dann hat Cindy uns gezeigt, dass ihre Zeit gekommen ist. Sie wollte nichts mehr zu sich nehmen, wollte nicht mehr aufstehen und da war es für uns klar.
Fast auf den Tag genau vor 3 Jahren, hatten wir Gina auf ihrem letzten Gang begleitet.
Maite ist traurig, nun hat sie schon ihren zweiten Buddy verloren.
Cindy's Spuren sind noch überall......sie wird uns fehlen.

....und doch hoffen wir weiter.......



angefangen hat alles mit der Knieoperation im Februar wovon sich unsere Bernerin Cindy nicht mehr erholt hat. Plötzlich war es nicht mehr nur das Knie dem meine Aufmerksam galt, sondern dass Cindy schon bei den kleinsten Anstrengungen wie ein alter Hund schnaufen musste. Immer öfter setzte sie sich hin und wir mussten bei auch kurzen und gemütlichen walks auf Cindy warten. Erst schrieb ich es noch auf die OP und dass halt alles seine Zeit braucht.....hat mir auch der Vet immer wieder bestätigt. Es wurde immer schlimmer.....Cindy kam nun erst gar nicht mehr mit wenn ich mit Maite zum Laufen ging. Dann stellte ich fest, dass Cindy immer heisse Ohren hatte. Sie wirkte apathisch und plötzlich fing sie an zu husten. Sie hatte dabei einen schleimig weissen Auswurf. Wieder stellte ich sie dem Vet vor. Diesmal hatte er eine Vertretung die weder Cindy kannte noch unsere Schilderungen und Bedenken wirklich ernst nahm. Sie hörte sie ab ---- nahm nicht mal ihre Tempertatur!! ---
erklärte mir, dass der Husten auch von den Schmerztabletten kommen könnte, weil sie ein Aufstossen hat .....irgendwie wie Magenbrennen. Sie gab uns ein anderes Schmerzmittel ---- Cindy braucht es immer noch fürs Knie ---- und einen Saft, der die Magenschleimhaut beruhigen soll.
Am Montagmorgen ging ich wieder mit Cindy in die Klinik und Gottseidank hatte unser Vet "Rob" Dienst. Er macht oft Farmbesuche und kann nicht immer selber in der Klinik sein.
Rob sah sich Cindy an, hörte sie husten und schüttelte den Kopf --- in der Zwischenzeit hat Cindy mehr als 10 Pfund an Gewicht verloren. Er sagte, dass er befürchte, dass sie eine Lungenentzündung hätte. Um mehr Information über Cindy's Lunge zu bekommen, machte er ein Röntgenbild. Später sahen wir uns das Röntgen gemeinsam an und Rob erklärte uns, dass da viele Flecken auf der Lunge sind wo er sich nicht erklären kann was sie bedeuten. Er gebe Cindy nun mal ein Antibiotika mit und ich soll in einer Woche wieder mit ihr vorbei kommen.
Nach einer Woche ging es Cindy ein ganz kleines bisschen besser, aber sie hatte immer noch hohes Fieber, frass nicht und verlor dadurch immer mehr an Gewicht. Sprang sie vorher mit einem Sprung aus dem Truck, blieb sie jetzt sitzen bis Urs sie raus hob. Sie war so schwach geworden, dass sie sich immer wieder hinlegte.
So geht es nicht, meinte Rob, sie stirbt uns weg. Wir sollen Cindy da lassen und er
will eine Lungenpunktion machen und einschicken. Wir könnten sie dann am Mittwoch
wieder nach Hause holen.
Am Dienstagabend rief Rob an und sagte, er hätte wenig Hoffnung für Cindy....sie fresse nicht und mit all den Anitibiotikas im Magen müsse sie sich erbrechen.
Zu dieser Zeit hatten sie die Dosis der Anitbiotikas auf 24 Stück (Höchstdosis) erhöht. Schon den ganzen Dienstag drückte ich mich nur noch im Haus herum und die Tränen flossen immer wieder. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen ohne meine Cindy zu sein....mein Schatten.
Als ich am Dienstag Rob am Telefon hatte und er mir die Nachricht sagte, dass es Cindy so schlecht gehe, war meine Reaktion: dann bitte mach eine Euthanasie (Spritze zum Einschläfern. Wir wollen sie nicht länger leiden lassen. Rob schlug vor, doch den Befund der Punktion abzuwarten, der bestimmt bis Mittwoch da ..... sein sollte. Ich willigte ein und wir beschlossen, dass Cindy diese Nacht noch in der Klinik bleibt und am Morgen, sollte der Befund seinen Verdacht auf Krebs bestätigen, er Cindy erlösen würde.
Genau an diesem Tag hatte ich einen Termin beim Zahnarzt in Cranbrook und war so bis zum Nachmittag nicht zu hause. Ich war bloss ein paar Minuten wieder zu Hause, als das Telefon klingelte und die Hilfe vom Vet anrief. Der Befund sei noch nicht gekommen --- käme aber bestimmt am Freitag --- und da morgen am 1. Juli (Canada Day) ein Feiertag sei, ist die Klinik geschlossen. Rob hätte einen Notfall und wäre nicht da darum würde sie mich jetzt fragen was sie mit Cindy machen soll. Die Vorstellung die kranke Cindy sich selber überlassen und allein für einen Tag und zwei Nächte, das konnte ich nicht ertragen. Ich fuhr nach Creston rein und holte mein Baby nach
Hause. Sie sah erbärmlich aus......
Am Donnerstag konnte ich ihr die 24 Kapseln noch geben aber am nächsten Tag erbrach sie sie gleich wieder. Warum in aller Welt quäle ich Cindy mit solchen Torturen wenn sie vielleicht am Freitag doch eingeschläfert werden musste!
Ich setzte also die Antibiotika ab und lies Cindy schlafen. Am Freitagmorgen kam Cindy und bettelte beim Frühstück um einen Bissen von meinem Schickenbrot. Vor Freude
gab ich ihr mein Schnitte in kleinen Bissen und sie verschlang sie gierig. Ich weinte vor Freude.....das war doch ein gutes Zeichen oder? Zwei Stunden später leckte
Cindy an ihrem Teller so gab ich ihr eine ganz kleine Portion Hundefleisch das ich vom Vet mitbekommen hatte. Wieder dasselbe.....Cindy war hungrig und wollte essen.
Am Freitag rief Rob uns an und entschuldigte sich, dass er nicht da war und wir Cindy nach hause holen mussten. Der Befund war da und er war positiv.....was heisst:
für Cindy ist er negativ. Er könne nicht genau sagen ob sie Krebs oder einen Tumor auf der Lunge habe, aber gut ist es auf keinen Fall. Wir machten aus, dass wir Cindy gleich am Montagmorgen reinbringen würden und sie dann erlöst wird.
Aber Cindy erholte sich zusehend. Sie frass, bewegte sich wieder mehr, legte sich draussen hin und war interessiert an allem was um sie herum vorging. Als sie am Sonntag dann mit Maite anfing zu spielen --- na ja....ganz kurz aber halt ansatzweise --- beschlossen Urs und ich sie am Montag nicht in die Klinik zu bringen.
Stattdessen fuhren wir gleich selber hin um Rob zu erzählen wie es Cindy nun so viel besser geht. Aber Rob war noch auf einem Farmbesuch und wir konnten nicht mit ihm sprechen. So meldete ich Cindy bei einer anderen Klinik in Cranbrook an um einen 2. Meinung einzuholen. Wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass Cindy unheilbar krank ist --- sie sah doch viel besser aus.
Heute nun, stellten wir Cindy einer Tierärztin --- die in Cranbrook mit ihrer Kollegin eine Klinik führt --- vor. Sie macht auch Chiropraktik, mit ein Grund warum ich gerade sie rausgesucht habe. Sie hat nun noch einmal ein Röntgen von Cindy's Brust (Lunge, Herz) gemacht und hat auch gleich ihr Knie geröntgt.....weil es beim gehen laut knackst. Nach 3 Stunden warten, erklärte uns "Uli" --- kommt von Ulrike und sie spricht deutsch!--- dass sie Cindy mit gutem Gewissen noch eine Chance geben möchte. Sie verschrieb ein milderes Antibiotika, etwas gezieltere Medikamente für Schmerzen und Entzündung. Die Röntgenbilder zeigen zwar immer noch diese Flecken auf der Lunge --- sie wird die Bilder einem Spezialisten in Calgary zeigen, der mache das gerne und kostenlos für sie....wow!!
Das Bild von Cindy's Knie zeigt eine starke Abnützung ....Rheuma....aber damit kann man umgehen, wenn die Lunge therapier- oder heilbar ist. Das Hoffen und Warten geht also weiter. In zwei Wochen wird sich zeigen ob Cindy auf die Medikamente anspricht.
Wenn ja, dann hat sie eine gute Chance und wir sind sehr dankbar. Wenn nicht, dann ist es unsere Pflicht von Cindy Abschied zu nehmen und sie gehen zu lassen.