Just in time!!


Gerade rechtzeitig haben Urs und ich am letzten Donnerstag die Ränder und Flächen rund um die neue Strasse eingesät. Durch das Aussäen von Grassamen probieren wir zu verhindern, dass im nächsten Frühjahr nur Disteln und Unkraut wächst. Im Wetterbericht war Schnee angesagt und so war der richtige Zeitpunk zum säen gekommen. Fast 3 Stunden waren wir mit dieser Arbeit beschäftigt, nur gut das es richtig mild war und die Sonne schien. Eigentlich sah es überhaupt nicht nach Winter aus und Urs scherzte noch, dass der Samen bestimmt noch Zeit zum keimen hätte, bevor der Schnee kommt! Aber eben.....manchmal braucht es nicht viel! Am Freitagmorgen tat sich im Tal eine weisse Wand auf und dann fing es an zu Schneien.....erst nur ganz kleine Flocken die dann aber immer dicker wurden. Bis zum Mittag war alles weiss und der Schnee fiel so dicht, dass man kaum was sehen konnte. Waren wir froh, dass wir so ein gutes timing hatten :-)

Heute Sonntag war es zum ersten mal ein richtiger Winterspaziergang bei Sonnenschein und blauen Himmel. Pax war total begeistert und sogar Maite liess sich zu ein paar übermütigen Sprüngen verleiten.
Dieses Bild habe ich jedoch letzen Winter geknipst, so viel Schnee haben wir noch nicht! :-)

Gruppenbild mit Hund

Den ersten Schnee hatten wir schon vor ein paar Tagen. Die Sonne hatte ihn aber schnell wieder weggeschmolzen. Heute Morgen lag wieder "es Schümeli" Schnee. Wir gehen doch langsam auf den Winter zu. Urs sagt immer, seit er in Canada lebt, hat es immer um Halloween rum geschneit. Letztes Jahr hatten wir ende Oktober saumässig kalt bekommen....um die minuns 29 Grad, dafür keinen Schnee bis kurz vor Weihnachten.
Heute war es nicht besonders kalt und das Schümeli wird auch bald weg sein. Als ich heute den Berg hinauf marschierte, hatte ich auf halber Höhe die Aussicht auf ein Nebelmeer.....nicht so gross wie im Berneroberland :-) aber immerhin..... mir hat's gefallen.


Pax musste immer wieder auf mich warten, weil ich dauernd Bilder machte! Är isch so e guete Hund....jetz isch er scho 10 Monet mit üs und i möchti nüme ohni ihn si.....




Auf meiner Lieblingslanding angekommen, wollte ich wieder mal ein Gruppenbild mit meinen beiden 4beiner machen. Aber so einfach geht das nicht immer..... manchmal klappt es und manchmal halt nicht so:-) auf den meistens Bilder sieht man die Beiden nur von hinten. Oder d'Maite --- si het während dr Auslöser ticket het (10 Sek.) mit ihrer Zunge über die ganzi Kamera gschläcket, so dass i se zersch wieder ha müesse dröchne, bis i wieder ha chöne isteue :-)



Na ja....nach ein paar Versuchen --- was ja mit der Digitalkamera kein Problem mehr ist --- haben wir doch noch ein Bild hingekriegt wo wir alle 3 mit drauf sind. In diesem Sinn....liebe Grüsse vom Sunny-Hill!

Grenzgänger


Der Tank war sowas von empty......mit den letzten Liter Benzin fuhr ich die 10 km von Creston über die Grenze in die Staaten und machte den Tank von unserem Truck voll. Gleich über der Grenze in Porthill ist eine Tankstell und da ist Benzin für 96 Cent der Liter angeschrieben. Das macht auf 100 Liter ---- soviel passt rein---- eine Ersparnis von 28.00 Dollar ----in Creston ist der Preis 1.27 pro Liter! Für Urs kaufte ich einen Beutel Pfeiffentabak zu 6.79 --- bei uns in Creston bezahle ich 23.50! meine Ersparnis: 13.71 und 4 Liter Milch für 3.90 anstatt 4.90. Hab ich also sage und schreibe 42.00 Dollar eingespart ohne die Cent's mitzurechnen! Viele Crestoner fahren wöchtentlich über die Grenze, genau aus diesem Grund.
Nur....ich freute mich über den Schnäppchenkauf vom Tabacco... BUT::::: als ich die Lady beim Zoll fragte wieviel Tabak eigentlich erlaubt wären, wenn ich nur so schnell mal "rüber gehen" würde? Sagt sie zu mir: NON!!! Das heisst, ich hätte gar keinen Tabak mit rüber nehmen dürfen. Aber weil ich so ehrlich und arglos war, hat sie beide Auge zugedrückt und mir einen Gruss an meinen husband! mitgegeben:-)
So, nächstes mal muss ich einfach nach Saint Point fahren, mir ein schönes Weekend machen, dann kann ich für Urs einen Beutel Tabak legal mit über die Grenze nehmen;-)

Herbsttag......


Heute morgen hatte es Nebel, was bei uns eher selten vorkommt. Trotzdem machte ich mich mit Maite und Pax auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit fühlte ich die Feuchtigkeit auf meinem Gesicht. Zügig marschierten wir den Berg hinauf, ohne viel sehen zu können. Ab und zu regte sich was im Busch und Pax blieb stehen, reckte seine Nase schnuppernd in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Schon nach kurzer Zeit, liess sich aber erahnen, dass die Nebeldecke nicht so dicht war, wie es mir unten im ersten Augenblick erschien. Auf unserem ersten Rastplatz sah man schon ein Stück vom blauen Himmel durch die Nebeldecke und die Sonne zauberte goldenes Licht in die herbstlich bunten Blätter der Baumkronen. Weitere zehn Minuten und der Nebel hatte sich ganz aufgelöst. Ich setzte mich in die Sonne und genoss die noch immer warmen Strahlen auf meinem Gesicht. Es gibt glaub ich, nichts schöneres als ein sonniger Herbsttag!
Ich habe mir überlegt, dass Nebeltage eigentlich nichts anders sind wie Stationen in unserem Leben.
Oft gibt es doch Situationen wo man nicht klar sehen kann wo unser Weg weitergeht, man ist verunsichert.....der Nebel nimmt uns die klare Sicht. Trotzdem, wenn wir uns weiter auf unserem Weg voran wagen, lichtet sich der Nebel meistens schon nach kurzer Zeit, je weiter wir auf unserem Weg gehen. Das muss nicht heissen, dass sich damit auch unsere Probleme immer von allein gelöst haben. Nein! Aber vielleicht können wir sie richtig erkennen, einordnen und vorallem akzeptieren. Nach einer gewissen Zeit sind all die Probleme die wir mit uns rum tragen, auch nicht mehr soooo gross und schwer, wie wir unten im Tal...im Nebel noch gedacht haben, dass sie sind.
Wir können dann mit klarem Blick weiter gehen, Entscheidungen treffen und meistens auch den Weg wieder klar sehen, den wir gehen müssen....wollen oder können.
Wichtig....immer schön Dankbar bleiben, dass wir diese Möglichkeit haben!!

mir ist nicht ganz geheuer!

Es ist mir noch nicht alles so vertraut hier in Enderby. Im Stall gibt es so viele Dinge die ich nicht kenne......so auch die beiden Katzen die da leben. Jeden Morgen und jeden Abend fülle ich gewissenhaft die beiden Schälchen mit Futter auf und da ich sie jedesmal leer vorfinde, müssen also die Katzen wirklich da leben. Als ich gestern Morgen das Heu für die Alpacas in mein kleines Wägelchen packen wollte um die Futterstellen draussen auf der Weide aufzufüllen, entdeckte ich zwischen der hintersten Heuballe ein leuchtendes Augenpaar. Aha!!....da schleicht sich also wer im Stall rum und wartet auf Futter. Ich sprach in Richtung Augen ein paar beruhigende Worte und machte mich mit dem Heu auf den Weg. Danach bekommen die beiden Commondors (Hunde)die bei den Alpacas wachen, ihre Streicheleinheiten und ihr Futter. Die Katzenaugen hatte ich in der Zwischenzeit vergessen. Als ich das Wägelchen weg stellen wollte, sah ich die Augen wieder. Dazu muss ich noch sagen, im Stall gibt es wenig Tageslicht und nur eine kleine Lampe erhellt den Raum. Ich bückte mich zu den Augen runter, aber ich konnte beim besten Willen die dazu gehörende Katze in der Dunkelheit und in ihrem Versteck nicht ausmachen. Nun, zu nah wollte ich ja auch nicht ran gehen....so unsoziale Katzen können sonst hässig reagieren und ich will nicht, dass sie mich anspringt. So füllte ich die Tellerchen auf und während ich das tat, sprach ich vor mich hin .... in etwa: komm doch und sieh was ich hier Gutes habe, chum büs büs.....von der Katze kam aber keine Reaktion.
Na ja....dann halt nicht. Sylvia hat mir ja gesagt, dass sie scheu sind und ich sie wahrscheinlich gar nie zu Gesicht bekomme.
Am nächster Morgen.....das gleiche Ritual: ich bückte mich um Heu auf mein Wägelchen zu laden und......wieder diese Katzenaugen die mich ansahen!
Jetzt machte ich mir doch Gedanken.....ist da vielleicht was falsch? Es kann doch nicht sein, dass die Katze am genau gleichen Ort sich versteckt hält und auf mich ---respektive --- auf ihr Futter wartet!
Als ich von meinem Rundgang zurück kam, bückte ich mich runter....die Augen waren immer noch da! Jetz bim Donnerwätter......!!!
Ich ging zum Haus hoch und holte mein gutes Licht. Jetzt will ich es aber genau wissen! Entschlossen ---- auch wenn die Katzen nach einem solchen Lichtangriff für Stunden fast blind sein sollte ---- leuchtete ich beherzt mitten in die vermeintlichen Katzenaugen. Ich liess die Lampe auf das Heu sinken und musste erst mal lachen....die vermeintlichen Katzenaugen entpuppten sich als 2 kleine, glänzende Schrauben an einer kleinen Deichsel die zwischen dem Heu verstaut war. na ja....schliesslich bin ich fremd und by the way...die Katzen sind mir in der Zwischenzeit auf ganz normalem Weg begegnet! :-)

a pain in the neck!

Seit dem 15. September mache ich Farmsitting auf der Yellowstar Ranch in Enderby. Im Moment gibt es hier 32 Alpacas, 6 Hunde, 4 Katzen und 5 Hennen mit Hahn zu betreuen. Alles koennte so schoen und friedlich sein, wenn nicht jeden Abend das Geheul, Gejaeppe und Gewinsel der Koyoten waere. Unsere Alpaca Gehege grenzen an einen Wald und die Koyoten kommen bis zum Zaun, der Gottseidank hoch genug und kein Eindringen moeglich macht. Aber wenn auf der anderen Seite des Shuswap River die ersten anfangen zu heulen, dann gibt es kein Halten mehr.
Dann antworten die Koyoten auf unserer Seite, dann setzen die Hunde der ganzen Nachbarschaft in das Konzert ein und die Alpacas stossen spitze Schreie aus. Alles in allem ein enormer Laerm! Am schlimmsten ist es, wenn man Nachts aus dem Schlaf gerissen wird.....sie sind ja bloss 200 Meter vom Haus weg. Die beiden Commondor Hunde die Tag und Nacht bei den Alpacas wachen, regen sich natuerlich auf und probieren mit ihrem tiefen Gebell die Stoerefriede zu verjagen. Die Koyoten sind so treist, sie bleiben einfach hinter dem Zaun sitzen und lassen sich nicht beeindrucken. Das wiederum reizt die beiden Wachhunde erneut. Gestern Nacht war das Gebell und Geheul so laut, dass ich aufstand und mit einem grossen Licht von der Terasse des Hauses in die Richtung leuchtete wo ich die Tiere vermutete. Alles was ich sah, war das Aufblitzen von Augen die nahe am Zaun sassen. Ich weiss dass eigentlich nichts passieren kann, aber das naechtliche Spektakel regt mich auf. Das Repetoir von Koyoten ist so vielseitig....manchmal klingt es nach einem jammernden, Menschen....oder sie stossen spitze, gellende Laute aus oder jaeppen und heulen ..... eifach schuderig!!

Was für ein Projekt für unseren Sunny-Hill !!


Weil wir von unserem Berg 3x2ha abteilen, muss unsere Strasse von der Highway hoch zum Grundstück, neu....sprich breiter gemacht werden. Immer öfter kommen uns aber Zweifel, nach welchen Gesetzen wir eigentlich bauen! Der Ingenieur sagt so, der Landvermesser möchte gern doch weniger Steigung in der Strasse haben und dann kommt da noch Mark mit seiner --- mehr praktischen ---- Ansicht. Es gibt Diskussionen über den Sand....fein genug....oder doch zu grob. Logischer Menschenverstand ist bei diesem Projekt nicht sehr gefragt, denn oft widersprechen sich die sogar die "Fachleute". Am Schluss bezahlen die, die am wenigsten zu sagen haben.....widerspricht sich doch eigentlich!


Diese Strasse kommt von unserem Haus


Diese Strasse führt nach oben auf den Sunny-Hill....
Na ja......breit genug für 4-5 Parteien wird die Strasse auf alle Fälle sein. Könnten wir ....dann würden wir....ich meine die Subdivision rückgängig machen.
But.....there is always a BUT! Wenn die 3 Lot's verkauft sind, dann geht es für uns auch wieder etwas einfacher.


Urs und Mark nehmen die Tagesarbeit unter die Lupe......alles wird gut....I know!



Hier ist die Lösung!!


meine Freundin Sylvia aus Enderby hat das kleine Wesen indendiviziert!
Es ist eine Hummingbird Motte....danke liebe Sylvia....hier ist mehr über die Hummingbird Motte zu lesen!

Wer weiss mehr?


Heute beim Blumengiessen habe ich gesehen dass da was an meinen Blumenkelchen rumschwirrt. Ich war mir sicher, dass es sich um einen Hummingbird handelt. Die gleichen fibrierenden Bewegungen der Flügel und auch die Grösse liess mir recht geben. Als ich das kleine Wesen aus der Nähe betrachten konnte, war ich jedoch überrascht. Es sah aus wie ein Schmetterling.....für einen Falter war sein pelziger Körper aber zu dick! Sein langer Rüssel rollte sich jedesmal ein, wenn der Falter zur nächsten Blüte flog. Ich war fasziniert. Es war recht schwer scharfe Bilder zu machen. Jedesmal wenn sich die Kamera eingestellt hatte, flog das Wesen weiter.
Trotzdem kann man sich ein Bild machen von dem Tierchen.....

Sieht wirklich sehr hübsch aus nicht?
In meinem Buch über Tiere in unserer Region fand ich nur einen ähnlichen Falter mit der Bezeichnung "Royal Moth". Aber die Farben sind nicht gleich und auch die Zeichnung des Körpers passte nicht......nur die Grösse kommt hin. Der Körper misst ungefähr 6cm, die Flügelbreite musste um die 10 cm sein. Bin gespannt ob jemand mehr darüber weiss!


Chrütli Ziit......

Jetzt ist bin ich wieder oft unterwegs mit meinem Korb um Teekräuter zu sammeln.
Dieses Jahr hat es etwas länger gedauert, aber dann waren auf einmal alle gleichzeitig am blühen. Viele der Kräuter die ich gerne für meine Teemischungen nehme, blühen bei uns um's Haus oder im Garten. Ich nehme mir aber auch welche wenn ich über den Berg gehe.....Johanniskraut, Schafgarbe roter Klee und vorallem Wullblüemli.
Besonders edel finde ich Goldmelissen Tee. Seine blass lila Farbe nimmt sich zwar etwas bescheiden aus, aber der feine Geschmack ist unvergleichlich. Jede Tasse Goldmelissentee ruft bei mir auch Erinnerungen an meine Kindheit wach. Bei meiner Grossmutter blüten immer diese roten, etwas seltsamen Blüten im Garten. Wenn ich zu Besuch bei meinen Grosseltern war, schickte das Grosi mich oft in den Garten um die roten Blüten ab zuzupfen. Dazu gab es meistens ein Stück Kuchen. Goldmelisse wächst bei uns an verschiedenen Plätzen ums Haus und die Hummeln sind ganz wild auf diese duftenden Blüten auch die Humingbirds (Kolibri) fliegen die roten Blüten gerne an.


Goldmelisse

Im Moment aber blüht ringsum im Garten und auf dem Berg das Johanniskraut. Diese leuchtend gelben Blüten zupfe ich --- sobald die Sonne den Morgentau getrocknet hat --- vorsichtig ab und dann werden sie im Schatten getrocknet. Johanniskraut mische ich gern zu meiner Teemischung, es soll gute Laune machen und das ist ja immer richtig! Auch ein paar Lavendelblüten kann man in meinem Tee finden. Für mich ist Teemischen eine kreative, je nach Lust und Laune Angelegenheit, weil ich Wohlfühltee und keine Medizinische Tee's mische, dazu reichen meine Kenntnisse nicht aus.


Johanniskraut.....

Auch die Königskerze oder Wullblüemli ist bei uns eine verbreitete Pflanze. Hier werden die Stengel der Pflanze oft bis 2 Meter hoch. Auch diese Blüten nehme ich ab und trockne sie. Ich mache verschiedene Mischungen. Manchmal mische ich Minze dazu und/oder Kamille, manchmal auch etwas schwarzen Tee..... getrocknet Orangenschale.... Apfelstückchen oder Zimtstangen. Vor 3 Jahren habe ich von einer Freundin einen Nesselstock bekommen und seitdem habe ich an 2 Plätzen grosse Nesselstöcke. In der Schweiz ist das Unkraut eher lästig, aber hier sieht man es in freier Natur selten bis nie.


Königskerze

So bin ich im Moment beschäftigt mich mit Teekräuter für die nächste Zeit einzudecken und der nächste Winter kommt bestimmt :-)