Bärenfutter

Huckleberries
im Herbst reifen sie an Büschen die mehr als 2 Meter hoch werden. Die Beeren sind dunkelrot bis dunkelblau und sehen aus aus wie Blaubeeren. Man kann sie abnehmen und für Konfitüre oder zum Backen gebrauchen. Ich lasse sie hängen, weil die Bären und all die anderen kleinen Tiere sie im Herbst nötiger haben als wir. Wenn man sich vorstell wieviele kleine Beeren der Baer abzupfen muss um einigermassen satt zu werden.......
Neulich, auf meinen Spaziergang, habe ich genau gesehen an welchen Büschen der Bär schon halt gemacht hatte. Unter dem Busch war ein richtiges Nest .....platt gedrückt weil er sich hingesetzt hatte und rundum verstreut lagen die reifen Beeren. Auch Äste waren abgebrochen.
Der Bär geht nicht zimperlich um mit den Sträuchern, ihn interessieren nur die reifen Beeren.
Geht man dann ein Stück weiter, findet man Häufchen wo er seine Leckereein verdaut hat.
An den Hinterlassenschaften des Bären, kann man genau sehen was er zuletzt gegessen hat.

Letztes Jahr habe ich einen beim Ablesen der Beeren überrascht. Er sass im Farn und zog sich die Zweige durch den Mund. Unwillig und brummelnd hat er seinen Platz verlassen und ich kann es auch verstehen.

Vollmond


Am vergangenen Samstag war Vollmond...... eine wunderschöne, angenehme Sommernacht.
In unserem Nachbardorf Yahk (15km entfernt) gab es ein Fest...... Britsh Columbia feiert dieses Jahr seinen 150 Geburtstag und aus diesem Anlass organisierten die "Yahker" ein Gartenfest.
Den ganzen Tag gab es Spiele für die Kinder, ein Breakfast und am Abend ein Nachtessen und der Biergarten war offen von 16 .oo - 21.00 Uhr.
Urs und ich fuhren erst am Abend nach Yahk als es ein bisschen abgekühlt hatte. Wir haben im Moment wirklich sommerliche Temperaturen (immer weit über 30 Grad) und das schon eine ganze Weile.
Aber am letzten Samstag war es wirklich ein wunderschöner Abend. Man konnte zu Countrymusik tanzen und unter den Bäumen mit Freunden zusammen sitzen.
Wir gehen nicht so oft weg, weil uns manchmal die lange Heimfahrt stinkt. Ich fahre sowieso nicht gerne nachts, weil so viel Wild auf der Highway ist.
Ganz am Anfang als ich in Kanada lebte, hatte ich einen Unfall mit einem Reh und das habe ich nie überwunden. Seitdem fahre ich wenn es dunkel wird so vorsichtig, dass wir nie nach Hause kommen.
Als wir von Yahk nach Hause kamen war der Mond gerade so richtig schön am Himmel und wir sassen noch eine ganze Weile draussen und hörten auf die nächtlichen Geräusche und es war so hell, dass sogar die Alpacas noch draussen am Spielen waren.

Wegwarte oder Chicory eine Bachbluete

"ich gebe von Herzen und nehme an, was kommt"


jetzt im August kann man sie wieder überall sehen. Bescheiden steht die Wegwarte links und rechts an der Highway..... säumt sie wie ein blaues Band.
Chicory ist eine Blüte die ich mir von Zeit zu Zeit selber verordne. Immer dann wenn ich das Gefühl habe, dass ich nicht NEIN sagen kann oder wenn ich mich Ausgenützt fühle.
Wenn ich mir um alles zuviel Sorgen mache....dann mische ich mir ein Fläschchen mit Chicory.
Mit Bachblüten beschäftige ich mich seit mehr als zwanzig Jahren. Ich habe alles mit den Essenzen versorgt, sei es Geranien die ich in den Winterschlaf schicke, den Fischen nach dem Putzen des Aquariums, den Schnittblumen und natürlich auch Katzen, Hunden und Vögel.
Die Essenzen helfen ohne irgendwelche Nebenwirkungen zu haben. Ist es nicht die richtige Mischung, dann zeigt sie einfach keine Wirkung.
Natürlich gebe ich sie auch meinen Tieren wann immer es mir richtig erscheint.
Gina habe ich mit den Essenzen behandelt als ich wusste, dass wir sie zum Einschlafen bringen mussten. Unserem Büsi Erna, das mit schweren Verletzungen Heim kam, habe ich die Notfall Tröpfli gegeben bis es sterben konnte. Maite bekommt sie wenn ein Gewitter kommt und
Cindy wenn sie demnächst beim Vet in der Tierklinik übernachten muss, weil sie sterilisiert wird.
Es gibt im Leben so viele Situation wo unsere Seele eine kleine Unterstützung braucht.



Schock......

letzte Woche auf unserem morgendlichen Spaziergang mit Maite und Cindy bin ich in eine ungemütliche Lage gekommen.

Meistens laufe ich zügig den Berg hinauf und die Hunde kommen langsam hinter mir her, schnüffeln mal da und dann wieder dort ..... es gibt halt so vieles zu entdecken. Nun, ich war schon eine ganze Strecke weiter oben als Maite mich einholte. Ich ging ein paar Schritte zurück um nach Cindy ausschau zu halten. Sie sass reglos mitten auf dem Weg, die Nase in die Luft und starrte in das Gebüsch. Plötzlich jäppte ein Kojote los und Cindy wich erschreckt zurück.
Dafür rannte Maite wie von der Tarantel gestochen zu Cindy den Weg hinunter und ich hinter ihr her.
Als Maite Cindy erreichte, stürmten beide in den Busch. Ich rief Maite no, Maite no......Maite
Fuss....Cindy!!!
Der Kojote heulte, die Hunde bellten und ich schrie mir fast die Lunge aus dem Leib als plötzlich ein kleiner Kojote zum Busch heraus sprang und wie ein Wisel den Weg runter rannte. Mich traf fast der Schlag als ich sah wie Maite ebenfalls aus dem Busch kam und dem Welpen hinterher jagte, gefolgt von Cindy. Nichts ist so gefährlich und unberechenbar wie wenn die Jungen von den Müttern getrennt werden......sei es ein Kojote, ein Bär oder ein Cougar.
Nun stand ich allein da....hinter mir die kläffende Kojotenmutter vor mir im Busch irgendwo die Hunde. Ich klammerte mich an meinen Bärenspray war aber so geschockt, dass ich nicht wusste was ich machen sollte. Plötzlich nahm die Mutter die Spur ihres Jungen auf und jagte hinter den Hunden her. Einen Moment später --- für mich waren es endlose Minuten --- kamen Maite und Cindy mit hängenden Zungen aus dem Busch. Plötzlich heulte der Kojote wieder los und dann rannte ich nur noch nach Hause. Auf halbem Weg zu unserem Haus, kam mir Urs mit dem Truck entgegen.....er hatte meine Schreie und Rufe und den Kojoten heulen gehört und ist gleich gekommen.
Nicht nur ich war richtig geschafft, auch Maite und Cindy waren ausgepowert.

Amy


sweet Amy 1 Jahr.....
Ich will euch nicht langweilen mit meinen Kamelgeschichten, aber die kleine Amy muss ich euch vorstellen. Sie ist ein so süsses Mädchen und so zutraulich. Das bin ich von meinen "alten" Ladies gar nicht gewohnt. Komme ich in den Stall, Amy kommt gleich gelaufen um mich zu begrüssen. Sie kommt dann auf mich zu, schaut mich mit ihren grossen, dunklen Augen an und dann beschnuppert sie ganz sanft mein Gesicht. Es fühlt sich an als ob sie kleine Küsse gibt.
Sie eroberte mein Herz im Sturm. Sie ist auch die Einzige von den Vier die sich anfassen und streicheln lässt.
Die Buben laufen mir zwar nach und beobachten mich bei meinen Tätigkeiten im Stall, aber man muss sie einfangen wenn man sie streicheln will. Hält man sie mal fest, dann mögen sie das auch.
Also nur soviel, ich bin happy mit meiner Viecherei ;-)

Zuwachs

von links: Arly 1 Jahr, Sämi 1 Jahr und Scooter 2 Jahre
Seit dem 10 Juli haben wir Alpaca Zuwachs und zwar drei Buben (siehe Bild) und ein Mädchen mit Namen Amy. Am Anfang habe ich die Vier getrennt gehalten aber während 2 Stunden standen alle am Zaun und haben sich beschnuppert. So habe ich nach kurzer Zeit das Gate aufgemacht und die Teenager sind gleich zu Tiffany und Aisha hin. Tifffany (14 Jahre) zeigte kein grosses Interesse an den Jugendlichen...sie zog sich in den Stall zurück. Nur als ich sie beim Grasen im Gehege beobachtete, hörte ich wie sie vor sich hinschimpfte. Aisha spuckte jedem der ihr zu nahe kam kräftig ins Gesicht und dabei machte sie gurgelnde Geräusche.
Die Jugendlichen schienen beeindruckt zu sein und zogen sich verunsichert zurück.
Jetzt nach zwei Wochen hat sich auch Aisha beruhigt und alle sechs essen, und schlafen im gleichen Stall nahe beieinander. Sie hätten einen zweites Abteil im Stall, aber das benutzen sie nicht. Alpacas sind Herdentiere......wenn einer rennt, rennen alle ;-)
Unser Plantsch und Badespiel dauert jetzt natürlich um einiges länger, denn auch Amy, Scooter, Arly und Sämi lieben das Wasser aus dem Gartenschlauch

Ich spinne immer noch ;-)


Ich spinne immer noch und ich liebe es mehr und mehr. In den letzten Monaten bin eine begeisterte Spinnerin geworden. Es ist wirklich toll mit dieser Naturfaser zu arbeiten. Ab nächstem Frühjahr werde ich 4 neue Farben dazu bekommen. Die Tiere sind noch jung und die Wolle von sehr guter Qualität. Kürzlich habe ich mir auch einen Karder gekauft so dass ich die Vlies (geschorene Wolle) selber für's Spinnen vorbereiten kann.
Mein Einfrau Betrieb braucht jetzt nur noch Abnehmer für das Produkt. Also Strickerinnen an die Nadeln ;-)

Konferenz der Kleinsten

eigentlich bewundere ich die Dynamik dieser kleinen Eindringlinge aber Asyl in meinem Küchenschrank......nein das ging mir doch zu weit.
Woher sie kommen und wohin sie gehen? Schwer zu sagen. Plötzlich sind sie einfach da. Suchen sich den kürzesten Weg zum Honigglas, Zuckerdose, Knäckebrot oder was immer ihnen gerade wichtig ist. Sie sind bloss 2-3 Millimeter lang aber sehr aufdringlich und hartnäckig. Sorry, aber ich habe ihnen dann diesen Cocktail serviert.....bloss einen Tropfen und der Spuk war in Kürze vorbei.

wieder bluehen die Heckenrosen


dieses Jahr ist alles ein bisschen später. Kein Wunder denn am 10. Juni hat es den ganzen Morgen in dicken Flocken geschneit. Jetzt aber ist es sommerlich warm mit Temperaturen um die 25 Grad und es grünt und blüht wieder auf dem Berg und riechen tut es........ Im Moment sind die Heckenrosen sehr schön. Ich habe schon so viele Bilder gemacht von all den Blumen, die will eigentlich gar keiner mehr sehen ;-) Aber ich bekomme nicht genug davon. Immer wieder kommen neue dazu....der wilde Türkenbund, Honeysuckle, wilde Lupinen, Felder von Margeriten....all die Büsche und Bäume.....die Augen und die Sinne werden so verwöhnt in dieser Jahreszeit.
Wieder einmal möchte ich sagen wie dankbar ich bin, hier zu leben! ;-)

Mitbewohner


Das ist nicht unser neuer Hund......
.....obschon er --- oder sie --- mit seinen Kumpanen auf dem Sunny - Hill lebt.

Heute Morgen auf unserem Spaziergang mit Maite und Cindy, ist er uns Begegnet. Zuerst sass er (der Kojote) nur so da. Er liess sich auch durch mein Rufen nicht beeindrucken. Als er Cindy sah --- sie schlenderte durchs Gestrüpp --- fing er an zu jaeppen und gleichzeitig ging weiter oben ein Geheul los. Cindy und Maite sahen den Kojoten und rannten natürlich zu ihm hin.....von wegen "hier sind wir zuhause"!
Erst rannte er weg, dann drehte er sich um und nahm eine Kampfstellung ein. Das Geheul kam
immer näher und ich schrie immer lauter nach den Mädchen. Sie müssen wohl gespürt haben, dass sie nun besser zurück kommen. Wir sind mit schnellen Schritten den Berg runter, im Rücken immer noch das Geheul der uns folgenden Kojoten.
Für mich war es ein "deja vu" denn an genau der gleichen Stelle hatten wir die Begegnung mit dem Wolf der Gina dann so zugerichtet hatte, dass wir sie ein paar Monate später einschläfern mussten.