Armi Cindy


Armi Cindy.....
gestern Nachmittag durften wir Cindy nach Hause holen. Cindy in unseren Truck (Pick-up) zu laden war gar nicht so einfach, obschon er 4 Türen hat. Das Problem war die Höhe....zum Aussteigen musste Urs sie dann runterheben. Cindy jammerte und ich stand daneben und sagte immer wieder: pass uf.....heb sorg.....ohhhh arms Baby....
Vorsichtig humpelte Cindy an der Leine durch die Terrassentür ins Wohnzimmer, damit sie nicht Treppen steigen oder mehr als nötig laufen muss.
Ich brachte ihre Decke durch die Haustüre rein und ging noch mal raus um eine Tasche zu holen. Als ich mich umdrehte, stand Cindy schon wieder schwanzwedelnd vor dem Haus und wartete auf mich. Nach dem Motto......vorne rein 4 Stufen hoch....durch die Küche, 4 Stufen runter und hinten wieder raus.
Das war eigentlich das was wir verhindern wollten. Aber Cindy wollte mich nicht mehr aus den Augen lassen und es war mein Fehler zu erwarten, dass sie sich einfach gleich so hinlegen würde.
So, nun ist unser Patient am Schlafen und liegt ruhig unter dem Tisch....solange ich auch da bin und sie mich sehen kann, klappt das ganz gut.....oder vor der Türe.....



Der Arzt hat "uns" (Cindy)4 Wochen Hausarrest verschrieben.....mal sehen wie wir das durchstehen wenn es ihr etwas besser geht.



Eine gut 10 cm lange Narbe hat Cindy über das linke Knie und 2 Pflaster gegen die Schmerzen. Es war ein Kreuzbandriss der operiert werden musste und es wird wohl eine ganze Weile dauern bis Cindy wieder 100% o.k. ist.

Frühling im Februar



unglaublich, es ist immer noch Februar und bei uns auf dem Sunny-Hill ist es Frühling. Schnee haben wir nur noch weiter oben und an schattiger Lage, ansonsten ist der Schnee weg und das Schmelzwasser fliesst den Berg runter wie sonst ende März anfang April.
Sogar die Frühlingszwiebeln die ich im Garten im Boden gelassen ,lugen schon 4 cm raus.
In der Blumenrabatte vor dem Haus habe ich schon mal vorsichtig unter die Tannenzweige geguckt.....tatsächlich.....da gucken die Tulpenköpfe auch schon aus dem Boden.
Nachts ist es zwar immer so um die 6-9 Grad minus, aber tagsüber sitze ich draussen an der Sonne und stricke, lese oder geniesse einen Kaffee und ich lasse mir die schon recht warmen Sonnenstrahlen auf's Gesicht scheinen.
Hoffentlich besinnt sich Petrus nicht nachträglich auf den kanadischen Winter und holt nach was er vergessen hat.

Weil wir durch die Subdivision eine neue Einfahrtstrasse bauen müssen, mussten kleinere Bäume, Büsche und sonstiges Gestrüpp gerodet werden. Alles was man nicht als Brennholz verwenden kann, wird mit dem Cat zu einem Haufen zusammengestossen und dann angezündet. Ist das Wetter gut, dann nutzen wir das grosse Feuer und braten eine Wurst.
Maite liebt einen solchen Lunch und wartet dann ganz ungeduldig bis die erste Wurst soweit ist.



Cindy kann leider bei unserem ersten Wurstbräteln nicht mit dabei sein, sie ist seit Montag 22. Februar im Tierspital, musste sich am Knie operieren lassen. Normalerweise
dauert der Klinikaufenthalt 3 Tage und wenn alles o.k. ist, dann können wir unsere Ciny wieder nach hause holen.
Maite vermisst ihren Buddy sehr. Sie frisst nicht, will nicht spazieren gehen und liegt nur traurig rum.
Maite kann ihr das alles dann erzählen und ich kann mir schon vorstellen wie Cindy darauf reagieren wird ;-)

jetzt gehöre ich dazu....


Well....ich weiss nicht wie andere darüber denken, aber ich finde, zwischen 55 und 59Jahren fällt man irgendwie überall dazwischen. Man ist nicht mehr jung genug um mit den Jungen mithalten zu können und doch ist man zu jung um bei den Alten akzeptiert zu werden.
Erst ab 60zig weiss man wieder wohin man gehört ;-)
Gestern habe ich diesen grossen Schritt nun gemacht, ich bin 60zig geworden!
Nun eröffnet sich mir eine komplett neue Welt....ja wirklich. Ich kann mir mit gutem Gewissen ein Seniorenmenue bestellen --- wenigsten hier in Kanada darf ich das ;-)
Ich werde mir ab heute auch das Nickerchen nach dem Essen erlauben.....ja ja darf ich nun. Ganz habe ich noch nicht begriffen was noch alles auf mich zukommen kann.
Aber ich bin zuversichtlich und werde positiv auf die kommenden Jahre schauen wo sich denn auch die sprichwörtliche Weisheit entwickelt sollte....wow.....
Heute Abend gehe ich erst mal wieder zu meiner Line Dancing Stunde wo ich dann probiere mit den Jüngeren Schritt zuhalten....obschon ich doch schon sechzig bin :-)

Was für ein Winter.....


es sind bloss noch 4 Grad plus! und der letzte Schnee tropft vom Dach.....
Seit ein paar Tagen regnet es statt zu schneien und wo sonst die Sonne von einem stahlblauen Himmel lacht, hängt jetzt der Nebel und dicke graue Wolken.
Die einzige die den milden Winter lieber hat als die Eiseskälte und den vielen Schnee, ist die Gans Martha. Zufrieden schnatternd setzt sie sich nach dem Fressen in die Pfützen um ihr Federkleid zu putzen.
Es ist mein 10. Winter hier in Creston, sowas gab es noch nicht.....
Zwar hatten wir schon 3x eine Kälteperiode wo es bis 29 Grad minus wurde.....das erste mal ende Oktober.
Der 100Jährige....ja sowas gibt es hier auch.....sagt für den Monat Februar sehr viel Schnee voraus. Ich könnte es auch kaum glauben, wenn dem nicht so wäre.
Im Februar sind in Vancouver die Olympischen Spiele.....da wollen wir doch einen guten Eindruck machen, you know.

happy new year




Wir vom Sunny-Hill
wünschen euch
ein friedliches und
gesundes neues Jahr.....

Der Grizzly




Der erste Schnee ist gefallen, aber es war noch nicht sehr kalt, als unser Nachbar Phil eines seiner Rinder schlachtete. Am späteren Nachmittag als er einen Moment vor das Haus trat, stockte ihm der Atem......nicht weit vom Haus stand ein Grizzly und hielt schnuppernd seine Nase in die Luft. Grizzlys haben einen ausgeprägte Geruchsinn und so blieb ihm die Schlachterei nicht verborgen. Schnell alarmierte Phil die Baer aware von Creston Valley, die auch innert kurzer Zeit bei ihm eintrafen.
Es gibt hier eine Gruppe Menschen, die Kümmern sich um solche Bären die zu nahe zu den Häuser kommen, studieren die die Distanzen die die Tiere zurück legen und so weiter.
Der Bär wurde betäubt und dann gewogen, vermessen und untersucht....sogar ein Halsband bekam der grosse boy bevor er wieder in die Freiheit entlassen wurde.

Letzen Mittwoch bin ich beim Spaziergang seinen Spuren begegnet. Sie sind gute 20cm
lang und man kann seine langen Krallen ganz deutlich im Schnee sehen. Ich habe dann einen anderen Weg genommen um ihm nicht zu begenen.
Gerne wäre ich bei der Action dabei gewesen, aber die Anwesenheit zu vieler Menschen erzeugen nur Stress und sind nicht erwünscht.

Der erste Schnee und schon Krise



Von Sonntag auf Montag war Schnee angesagt --- was auch für hier sehr früh ist. Als ich am Montagmorgen aufstand war tatsächlich alles weiss und es schneite in dicken Flocken. Die Reaktion meiner beiden Mädchen hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während Maite eher zögernd ihre Pfoten in das kalte "Weiss" setzte, stürmte Cindy raus und wälzte sich mit Begeisterung erst drei, vier mal im frischen Schnee. Sie blieb auch gleich draussen liegen, während Maite gleich nach beenden des Geschäfts wieder in die warme Stube wollte.
Aber der erste Schnee brachte auch gleich einen Vorgeschmack auf das, was bei uns im Winter öfters passieren kann: Stromausfall! und zwar blieb der Power von Montagmittag 14.00 Uhr, bis Dienstagmorgen um 9.00 Uhr weg. Für solche Fälle haben wir einen Generator. Weil der aber so laut ist wenn er läuft, beschränken wir uns auf das Notwendigste.....wir brauchen ihn nur für den TV. ;-) Ja es stimmt, ohne TV sind Kanadier nur halbe Menschen....oder vielleicht nicht mal. Auf vieles kann er verzichten, aber nicht auf das Fernsehen!

Das erste mal habe ich die Power Companie um 15.00 Uhr angerufen um zu fragen, ob schon jemand gemeldet hat, dass wir hier zwischen Kitchener und Yahk keinen Strom haben. Das zweite mal rief ich etwa um 17.00 Uhr an um zu fragen ob sie schon was unternehmen konnten und abklären wie lange der Ausfall wohl dauern wird. Um diese Zeit konnte man mir noch nichts genaues sagen.....nur, dass es dauern wird! Als ich um 21.00 Uhr noch einmal anrief --- diese Nummer ist auch nacht's besetzt --- versicherte mir ein netter, verständnissvoller Mann, dass es bestimmt nicht mehr sooo lange dauern könne. Wir lachten noch als er sagte: Bestimmt wird bis zum Morgenkaffee alles wieder o.k sein.! Klar, bis dann ist der Power bestimmt wieder da......keine Zweifel.
Mit dieser Zuversicht ging ich um 22.00 Uhr ins Bett. Komisch, wenn man Strom hat, braucht man kein Licht zum Schlafen. Weiss man aber, dass da kein Licht ist, dann wacht man immer wieder auf um nachzusehen, ob es vielleicht schon wieder funktioniert.....das Licht!

Um 7.30 als ich aufstand, war der Strom immer noch nicht zurück. Ich also gleich wieder ans Telefon um zu fragen was denn eigentlich los sei zwischen Kitchener und Yahk. Der nette Mann von gestern Abend war abgelöst worden durch eine Frau, die nicht so recht wusste, wovon ich sprach. Auf meine Frage meinte sie: oh....you still have no power? I can take your name and phone number.
Geduldig erklärte ich ihr, dass sie meine Tel Nr. längst haben, weil ich schon zum
vierten mal anrufe. Nach Rücksprache mit jemandem aus dem Hintergrund, konnte sie mir dann die erfreuliche Mitteilung machen, dass es bestimmt nicht mehr soooo lange dauern würde.....was dann wirklich auch stimmte. Um 9.00 Uhr....schwupps.....all die vergessenen, angeknipsten Lampen leuchteten mit einem mal auf. Microwave, Kochherd und Kaffeemaschine alles blinkte wie in einem Cockpit. Aber ich war der dankbarste und glücklichste Mensch, denn nun gab es endlich einen Kaffee.
Beruhigt ging ich in den Stall und mit den Hunden auf den Walk, denn es war ein strahlend schöner Tag und meine kleine Welt wieder in Ordnung. In der Küche musste ich Ordnung machen, weil wir am Abend zuvor --- beim Licht der Taschenlampe --- nur das notwendigste aufgeräumt haben. Ich war gerade am Vorbereiten des Mittagessens als schwupp.... der Strom wieder wegblieb. Mir entfuhr ein Bärndütsches "Gopfridschtutz nid scho wieder! Kurz entschlossen zügelte ich meine Töpfe auf den Holzofen im Wohnzimmer um unseren Lunch fertig zu machen. Beim Essen kam ich mir vor, als hätte ich die halbe Welt überlistet. Etwa um 13.30 kam der Strom dann wieder zurück.


isch doch romantisch oder?

Herbscht



Die Nächte sind jetzt wieder kalt --- so um die 4 Grad minus --- aber tags ist es sonnig und angenehme 18 - 20 Grad. Es ist Herbst geworden und den Winter kann man schon riechen. Einmal hatten die Berge um uns herum schon eine weisse Haube.
Trotzdem, oder gerade deswegen, der Herbst ist eine wunderschöne Jahreszeit.
Es gibt jetzt für uns noch viel Arbeit, bevor der Schnee kommt. Die Planzen müssen reingenommen oder weg geräumt, zurück geschnitten und zugedeckt werden. Alle ausgelegten Wasserschläuche müssen abmontiert, geleert und zusammengerollt werden. Ich sammle all die Wasserbecken ein die im Sommer für Hund, Katz und Martha bereitgestanden habe, putze sie und stelle sie in den Stall bis zum nächsten Frühjahr.



Die meiste Zeit machen wir jedoch Feuerholz. Im Winter heizen wir am liebsten mit Holz.... nur zum Nachhelfen oder Temperieren heizen wir mit Gas. Die Arbeit mit dem Holz teilen wir uns auf. Urs zersägt und spaltet das Holz --- wir haben eine kleine Holzspaltmaschiene und so kann Urs trotz der Behinderung mit seinem Arm, Holz spalten. Mein Job ist es die Holzrugeli zusammen zu tragen in die Traktorschaufel oder den Anhänger zu legen --- je nach dem wo wir das Holz holen --- und beim Haus aufzuschichten.
Die Arbeit macht mir nichts aus.... im Gegenteil, es ist eine Arbeit wo man weiss wofür man arbeitet und man schätzt im Winter die gmütliche Wärme und eignetlich erfüllt es mich mit zufriedenheit, wenn auch ich meinen Teil zu dieser Wärme beitragen kann.

Zwetschgen Zeit, Bären Zeit!



Beobachten ob alles o.k. ist.....



....dann ran an die Zwetschgen!!

Unglaublich wieviel Anziehungskraft so ein Zwetschgenbaum auf einen Bären haben kann.
Am Samstag war ich bei "meinem" alten Ehepaar um ein bisschen nach dem rechten zu sehen. Schon als ich aus meinem Truck Ausstieg hörte ich es unter dem Pflaumenbaum ---der in einer Senke steht --- rascheln. Ich wollte mich aber nicht selber überzeugen wer die letzten Früchte stibitzt, denn ich konnte es mir gut vorstellen.
Ich war gerade am Bügeln als ich hörte wie eine Nachbarin laut rief:" he went that way......there, there he is!" Mitten auf unserem Rasen(bei Ilse und Klaus)stand ein halbwüchsiger Braunbär der sich durch das Gezeter der Nachbarin überhaupt nicht aus der Ruhe bringen liess. Gemütlich trottet er zum Gebüsch zurück.
Keine halbe Stunde später kam Ilse und rief:" Ursel, Ursel komm schnell, der Bär ist am Zwetschgenbaum. Tatsächlich, da stand ein grösserer Bär als vorhin --- wohl der grosse Bruder --- ;-) und machte sich daran die Zweige des Baumes zu schütteln.
Ilse wollte ihn wegjagen und klatschte in die Hände und rief ihm zu er soll verschwinden, was er dann auch sehr widerwillig tat.
Kurze Zeit später war er aber schon wieder am Baum. Ich bat Ilse ihn doch zu gewähren, da der Baum fast leer war.....nur ganz oben hingen noch ein paar Zwetschgen.
Bären sind so smart, als durch das Schütteln der Äste keine Früchte mehr herunter fielen, stieg er kurz entschlossen auf den ziemlich mickrigen Baum. Er sass da oben für vielleicht eine Viertelstunde. Alles was man sah war, dass ab und zu ein Ast zurück schnellte den er wohl festgehalten hatte und ich war erstaunt das der Baum unter dem Bärengewicht nicht zusammen brach.
Dann stieg er vorsichtig vom Baum runter, sah sich noch einmal um und verschwand im Busch.
Es stehen noch 2 Zwetschgen Bäume die immer noch Früchte tragen, so wird er wohl wieder zurück sein, wenn sein "Gluscht" auf was süsses erwacht.
Aber auch am Apfelbaum waren viele Aeste am Boden und es hatte tipische Häufchen, so dass man annehmen kann, dass er davon auch schon probiert hat.
Der Bär muss sich ja für den Winterschlaf vorbereiten, da gehört sich eine dicke Speckschicht anzufressen auch dazu.

Alltag.....


Lake Louise..... einfach schön

Christina mit Scooter und Amy...

Schon sind es fast wieder 2 Wochen, dass Christina in die Schweiz zurück geflogen ist.
Am 23. August holte ich meine Tochter in Calgary am Flughafen ab, damit wir am nächsten Tag über die Rockies zurück nach Hause fahren konnten. Wir machten einen Stopp beim Chateau Lake Louise und wanderten am Seeufer entlang. Das Wetter war toll und Christina tat die Bewegung nach der langen Reise richtig gut. Mir gefällt die ausnehmend kitschige Kullise von Lake Louise sowieso sehr gut. Diesmal habe ich keine Bilder gemacht....habe schon so viele davon ;-)
Als wir gegen Abend auf dem Sunny-Hill ankamen, wurden wir herzlich von zwei- und Vierbeiner Empfangen und alle freuten sich.
Mit unseren Tieren hat sich Christina schnell angefreundet, sogar Martha liess sich von ihr die Frühstücksflocken bringen. Das ist gar nicht selbstverständlich, denn Martha ist Fremden gegenüber ziemlich zickig.
In der 2. Woche fuhren wir Zwei in den Waterton Park auf der canadischen Seite und durch den Glacier Park (USA) was uns enorm beeindruckt hat......so viel Natur....einfach toll.
Ende August gab es auch noch eine kleine Party auf dem Sunny Hill mit Bratwurst, Tomaten- und Kartoffelsalat Bier, Wein und guter Musik. Zum Dessert hat uns Urs wieder seinen wunderbaren Apfelkuchen gebacken.

Die Tage vergehen immer so schnell wenn Christina bei uns ist.....zu schnell.
Ist Christina wieder weg, brauche ich ein paar Tage um mich wieder zu finden.
Jetzt hat uns der Alltag wieder eingeholt..... Urs und ich gehen den täglichen Arbeiten nach die jetzt im Herbst anstehen.