Zur Zeit gibt es kein Bild vom Streuner.....
Das erste mal gesehen habe ich den Streuner ende September. Es war ein regnerischer Tag als der Hund mir entgegen kam. Nass bis auf die Haut und mit hängendem Kopf lief er der Highway entlang. Es war ein Refelx der mich den Fuss vom Gaspedal nehmen lies. Ich schaute in den Rückspiegel und sah, dass der Hund stehen bleibt und sich nach mir umdreht.
Ich konnte nicht anhalten und ich glaubte auch, dass das Tier nur zu Hause ausgerissen war und nun auf dem Heimweg ist.
Als ich dann zwei Wochen später nach Cranbrook fuhr, sah ich den Streuner wieder. Diesmal schien die Sonne und er trabte gelassen der Highway entlang, ein ganzes Stück weg von wo ich ihn zum ersten mal gesehen habe. Ich fuhr weiter, dachte nicht mehr daran.
Unsere Begegnungen wiederholten sich noch ein paar mal und immer erlebte ich die gleiche Szene.
Letzthin habe ich mich mit unserem Nachbar unterhalten und wir sind auf den Streuner zu Sprechen gekommen. Len hatte ihn auch gesehen und er glaubt zu wissen, dass er niemandem in der Nachbarschaft gehört.
Seitdem lassen mich die Gedanken an diesen Hund nicht mehr los. Immer wieder sehe ich ihn vor meinem inneren Auge, wie er sich nach mir umdreht, als warte er auf jemanden ...."seinen" Menschen vielleicht?
Als ich vor ein paar Tagen Len wieder sah, sagte er mir, er glaube, dass er den Hund überfahren am Strassenrand liegen sah. Das sei zu erwarten gewesen.....früher oder später.
Ein kurzer Stich bohrte sich bei diesen Worten in mein Herz und ich machte mir Vorwürfe.
Warum habe ich mir nie die Zeit genommen um mich um das Tier zu kümmern?
Am vergangenen Mittwoch fuhr ich unsere Nachbarin nach Creston rein und wen sehe ich am
Strassenrand? Mein Streuner!
Nun nehme ich mir fest vor, das nächste mal wenn ich ihn wieder sehe den Streuner, werde ich stoppen und ihn überreden mit mir zu kommen. Vielleicht wartet er nur darauf dass sich endlich ein Mensch die Zeit nimmt und zu ihm spricht.
Gestern Morgen gab es den ersten Schnee und es liess mir keine Ruhe.....ich musste einmal der Highway entlang fahren um nach dem Streuner zu sehen. Er war nicht da. Aber ich werde weiterhin meine Augen für ihn offen halten.
Er oder sie --- trägt ein Halsband. Wurde er ausgesetzt? Ist er ausgerissen? Hat man ihn irgendwie vergessen?
Eine Antwort auf diese Fragen werde ich wohl nie finden. Aber vielleicht hat diese kleine Geschichte einmal eine Fortsetzung......und ein happyend.
KANADA ist BÄRENSTARK: In diesem Blog erzähle ich Geschichten aus meinem Alltag. Vor mehr als 20 Jahren bin ich von der Schweiz (Berner Seeland) nach BC Kanada ausgewandert. Hier leben wir etwas abseits, nahe zur Grenze Idaho (USA) auf einem grossen Grundstück. Das macht interessante Begegnungen mit grossen und kleinen Mitbewohner möglich. Diese geniesse ich sehr und sie sind darum meistens der Inhalt meiner Geschichten. Viel Spass beim Lesen und ich bedanke und freue mich über einen Kommentar!
I,m nun Kanadierin ;-)

Oath of Citizenship
I affirm that I will be faithful and bear true allegiances to
Her Majesty Queen Elizabeth the Second, Queen of Canada,
Her Heirs and Succsessors, and that I will faithfully observe
the laws of Canada and fulfil my duties as a Canadian citizen.
Am 7. November 2007 habe ich --- mit etwa 60zig anderen Anwärter/innen --- diesen Eid abgelegt und nun bin ich eine Kanadische Staatsbürgerin. Die Feier war schön und wir wurden von einem Richter und prominenten Politiker herzlich willkommen geheissen. Schulkinder sagten ein Gedicht auf und haben Lieder gesungen. Man würdigte die Veteranen, lobte Kanada als der schönste Platz wo man als Mensch leben kann. Die Kanadier sind wirklich Patrioten und irgendwie liebe ich das.
Hat oder wird sich nun für mich in Zukunft was ändern? Nicht wirklich und doch - mehr ggefühlsmäßig. Ich lebe in diesem Land, hier fühle ich mich wohl und ich möchte mich als angenommen und integriert sehen. Was ist also näherliegend als sich um die Staatsbürgerschaft zu bewerben? Ich darf nun auch wählen und in allen Dingen mit Abstimmen.
Ich musste meine Schweizerbürgerschaft nicht abgeben, ich bin jetzt einfach Doppelbürger: Kanada-Schweiz ;-) und darüber freue ich mich!
Herbstfeuer

Im Spätherbst, bevor der erste Schnee kommt, wird überall Feuer gemacht. Oft kann man sie schon von weitem sehen, mitten im Busch. Als ich so ein Riesenfeuer zum erstenmal sah, bekam ich Angst. Ich dachte, der Wald brennt und das Feuer war so nah. Ich telefonierte unserem Nachbar um zu fragen, ob er das Feuer gleich gegenüber auch sehe. "Ohhh ja, sagte Phil, don't worry about it"(keine Angst).
Wir auf dem Sunny - Hill brennen auch jedes Jahr im Spätherbst. Erst brannten wir die grossen Haufen (Durchmesser 10 - 15 m und über 7 - 10 Meter hoch) die noch von früherem Waldroden übrig geblieben sind. Jetzt brennen wir die kleineren Haufen, die wo Urs vom Holzen im letzten Sommer zusammengestossen hat.
Weil man das Feuer nicht allein lassen kann, bringe ich uns einen Lunch raus. Eigentlich ist es ganz gemütlich in der Nähe des Feuers zu sitzen und eine Suppe zu essen. Zwischendurch wärmt man sich mit einer Tasse Tee aus der Thermosflasche auf. So hatte ich vorher den Herbst nie erlebt.
Weil man das Feuer nicht allein lassen kann, bringe ich uns einen Lunch raus. Eigentlich ist es ganz gemütlich in der Nähe des Feuers zu sitzen und eine Suppe zu essen. Zwischendurch wärmt man sich mit einer Tasse Tee aus der Thermosflasche auf. So hatte ich vorher den Herbst nie erlebt.
Unser Grufti.....
Was wir als "Grufti" bezeichnen, ist ein Platz auf unserem Sunny - Hill.
Ich erinnere mich noch gut an das komische Gefühl das mich beschlich, als ich diesen Platz zum ersten mal besuchte.
Es ist spannend unseren Berg zu erkunden. Oft wissen wir gar nicht, gehört das jetzt noch zu unserem Grundstück oder sind wir schon beim Nachbar. Es gibt keine richtig markierten Grenzen. Nur auf der Seite wo unser Grundstück an Staatliches Land stösst (Crown Land), sieht man die Grenze, weil Crown Land ist dichter Busch. Es würde keinen Sinn machen den ganzen Berg auszumessen. Es reicht, wenn wir ungefähr wissen wo die Grenzen liegen. Auf dem Berg hat es gute Wege wo man bequem laufen kann, weil vor vielen Jahren das Grundstück schon mal teilgerodet wurde. Irgendwo im obersten Viertel macht der Weg dann eine scharfe Biegung und es wird eng. Auf der einen Seite ist Crown Land wo man gar nicht durchsehen kann und auf der anderen Seite wurde die Erde wohl aufgeschichtet als die Logger den Weg machten.
Es ist wie eine Gasse. Dann, wenn man aus der Enge rauskommt, öffnet sich für den Besucher ein ganz kleines Valley und mitten drin ein kleiner See. Im Wasser stehen verwetterte, alte Moorbirken und von den toten Ästen hängen Moosschleier herab. Das Wasser ist etwa knietief und schwarz. Auf der einen Seite geht der Berg steil hoch und auf der anderen Seite läuft es sanft in einen bewaldeten Hügel. Es hat so was Mystisches, verwunschenes........Märchenhaftes.
Es ist spannend unseren Berg zu erkunden. Oft wissen wir gar nicht, gehört das jetzt noch zu unserem Grundstück oder sind wir schon beim Nachbar. Es gibt keine richtig markierten Grenzen. Nur auf der Seite wo unser Grundstück an Staatliches Land stösst (Crown Land), sieht man die Grenze, weil Crown Land ist dichter Busch. Es würde keinen Sinn machen den ganzen Berg auszumessen. Es reicht, wenn wir ungefähr wissen wo die Grenzen liegen. Auf dem Berg hat es gute Wege wo man bequem laufen kann, weil vor vielen Jahren das Grundstück schon mal teilgerodet wurde. Irgendwo im obersten Viertel macht der Weg dann eine scharfe Biegung und es wird eng. Auf der einen Seite ist Crown Land wo man gar nicht durchsehen kann und auf der anderen Seite wurde die Erde wohl aufgeschichtet als die Logger den Weg machten.
Es ist wie eine Gasse. Dann, wenn man aus der Enge rauskommt, öffnet sich für den Besucher ein ganz kleines Valley und mitten drin ein kleiner See. Im Wasser stehen verwetterte, alte Moorbirken und von den toten Ästen hängen Moosschleier herab. Das Wasser ist etwa knietief und schwarz. Auf der einen Seite geht der Berg steil hoch und auf der anderen Seite läuft es sanft in einen bewaldeten Hügel. Es hat so was Mystisches, verwunschenes........Märchenhaftes.
Einmal als ich dort am kleinen See sass, war es totenstill, nicht mal ein Vogel zwitschert. Da war es mir richtig unheimlich. Dann wiederum im Frühling, als ich zum "Grufti" wanderte, war ein Froschkonzert so laut, als würden hunderte von Fröschen daran teilnehmen. Ende Juli trocknet das Biotop aus und es wachst hohes Sumpfgras wie man auf dem Bild sehen kann. Der Boden bleibt weich und moorig den ganzen Sommer über.
Es ist schon ein spezieller Platz, unser Grufti!
Bin wieder da!

An alle die mich oder meine Geschichten vermissten haben einen lieben Gruss und ein Dankeschön. Jetzt bin ich wieder da und ich werde wieder regelmässig erzählen wie es uns auf dem Sunny - Hill geht.
In den 4 Wochen wo ich nicht schrieb, ist es Herbst geworden bei uns im Valley, eine sehr schöne und bunte Zeit. Die Temperaturen angenehm um die letzten Gartenarbeiten zu machen, Büsche aufbinden und Hecken zurückschneiden oder einfach nur bei einer Tasse Tee die Sonne geniessen. Man muss ja nicht pausenlos beschäftigt sein oder?
Wir durften auch lieben Besuch aus der Schweiz (Schwarzenburg BE) bei uns auf dem Sunny - Hill begrüssen. Leider hatte in dieser Zeit die Sonne Urlaub und unser Sunny - Hill überzeugte nur mit seinem Namen. Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit und wir haben die Abwechslung genossen.
Urs arbeitet fleissig an seiner Werkstatt und macht nebenbei Feuerholz. Mein Job ist, das von Urs gespaltene Holz mit dem Traktor zum Haus zu fahren und schön ordentlich aufzuschichten. Schliesslich sollte die Holzbeige nicht gleich auseinanderfallen wenn eine unserer Katzen mit Schwung rauf oder runter springt. Begleitet werden wir immer von Cindy und Maite. Die beiden Alpacamädchen beobachten das Treiben und das Hin und Her mit aufmerksamen Blicken.
Mit dem Spinnen bin ich noch nicht so erfolgreich wie ich das gern wäre. Obschon ich voller Ungeduld auf die Hilfe meiner "Yarn twister Ladies" warte. Mein kleines Spinnrad entwickelt gewisse Tücken die ich als Anfänger noch nicht allein lösen kann. Aber kommt Zeit, kommt Rat.
Leider haben wir unseren Katzenbub Peter verloren. Er ist einfach nicht mehr nach Hause zurück gekommen. Ich schritt die Highway ab, ging über den Berg, sah überall nach wo ich wusste, dass die Büsi sich gern da aufhalten......nichts.
Oft kommen die Kojoties so nah zum Haus....ich habe auch viele Häufchen gesehen auf unserem Weg wo ich immer mit den Hunden zum Laufen gehe. Selten kann man Kojoten wirklich sehen. Aber man sieht ihre Spuren und Hinterlassenschaft. Es kann auch sein, dass ein Raubvogel in genommen hat.....wer weiss.
Das ist der Lauf des Lebens wenn man in der Natur lebt.
Ich fange an zu Spinnen ;-)

Wer meine Geschichten liest der weiss, dass ich zwei Alpaca habe. Die Tiere wurden an ihrem vorherigen Platz nicht besonders sauber gehalten und wir waren darum nicht sicher, ob wir die Wolle überhaupt zu was gebrauchen könnten. Den ganzen Winter über schnitten wir immer wieder Disteln und verfilzte Stellen aus dem Vlies der Tiere raus. Es war eine mühsame Aktion....für die Tiere wie für uns. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Im Frühling haben wir die zwei Ladies dann geschoren und es sah gar nicht mehr sooo schlimm aus.
Vor zwei Wochen machten wir uns an die Arbeit die beiden Vlies (die abgeschorene Wolle) zu säubern. Erst musste das Grobe (Heu) aus dem Vlies gelesen werden. Dann haben wir die vorgesäuberte Wolle gekardet und nun liegt ein kleiner Teil zum Spinnen bereit. In Creston gibt es einen Spinnklub (The yarn twister Lady's) und ihnen habe ich mich nun angeschlossen um das Spinnen richtig zu erlernen. In einem Gespräch mit unserem Nachbar Phil, habe ich erwähnt, dass ich die Wolle der Alpacas gern selber verspinnen würde, mir dazu aber noch das Spinnrad fehlt. Phil sagte darauf zu mir, dass er immer noch das Spinnrad seiner Mutter im Basement (Keller) hätte. Er würde es nicht verkaufen, aber wenn ich es brauchen und schätzen würde, dann würde es mir gehören. Ich war gerührt. Das Spinnrad muss über hundert Jahre alt sein.....siehe Bild. Dankend habe ich das Angebot angenommen. Erst werde ich es ablaugen und ein bisschen instand stellen. Es ist ein besonderes Spinnrad und ich werde es in Ehren halten.
Wenn es mir Freude macht und ich die Wolle auch verkaufen kann, werde ich mir noch 2 weiter Alpacas kaufen. Diese Tiere sind wirklich sehr anspruchslos und so liebenswert.
Auswandern ein Abenteuer

Das Bild ist aufgenommen in Kimberly BC. Ein typischer Touristenort für alle die gern mal Bayern nach dem "Heidiland Prinzip" erleben möchten. Da kann man Schnitzel essen, Bratwurst, Apfelstrudel und natürlich plärren aus jedem Souvenirgeschäft die Kastelruther Spatzen und Hansi Hinterseer.....um nur einige namentlich zu nennen.
Durch meine Home Page, besonders aber durch diese Blog Seiten ist mir bewusst geworden, wieviele Menschen sich für eine Einwanderung nach Kanada bemühen.
Kanada ist das Land, wo man seine Träume noch verwirklichen kann.....ein tolles Land.
Ich finde es echt super, wenn Menschen probieren ihren Weg zu gehen, auch wenn der Weg vielleicht ein bisschen anders ist. Auswandern.....schon das Wort allein verspricht Abenteuer, eine Herausforderung. Da will man nicht hinhören, wenn einer erzählt wie schlecht es ihm im fremden Land ergangen ist. Wie krank er oft vor Heimweh war, wie sehr ihm seine Freunde und die zurückgebliebenen Menschen gefehlt haben oder wie hart die Arbeit um das tägliche Brot in der Fremde war. Wie gut wenn man sich davon nicht abhalten lässt weiter zu Träumen....auch nicht in meinem Alter --- gell Sonja ;-)
Ich wünsche allen die das Abenteuer Auswandern vor sich haben, viel Glück, genug Kraft zum Durchhalten und weiterhin viele Träume....
Herzlich eure Ursina
Spruch zum Sonntag
heute ist Sonntag, da mache ich nichts!
Die erste Zeit auf unserem Berg gab es so viel Arbeit, wir achteten nicht darauf ob nun ein Werktag oder ein Sonntag war. Oft waren wir nicht mal sicher, welcher Tag denn eigentlich war.Wir machten Pause wenn es mal regnete und war das Wetter gut, so mussten wir dran bleiben,
damit wir so viel wie möglich für den Winter fertig machen konnten. Als wir einigermassen eingerichtet waren --- etwa seit 2004 ---führten wir den Sonntag wieder ein. Mir wurde plötzlich bewusst, wie sehr ich einen "legalen" freien Tag brauche. So entstand der Sonntagspruch: heute ist Sonntag, da mache ich nichts!
Ich nehme mir am Morgen vor, dass wir draussen Frühstücken, danach die Zeitung lesen.....
vielleicht am Nachmittag ein Nickerchen.....oder am PC Schreiben.......oder mal wieder im Buch lesen das ich schon eine ganze Weile angefangen haben......
Also.....mein Sonntag im Herbst sieht meistens so aus (mit kleinen Ausnahmen): Aufstehen kurz nach 6.00 Uhr und die schon vorbereitet Kaffeemaschine in Betrieb setzen. Im Pyjama mit den Hunden für den ersten "Geschäftsgang" ein paar Schritte gehen. Laut miauend werde ich gleich von allen vier Katzen begrüßt die aus verschiedenen Richtungen nach Hause zum Frühstück kommen. Ich geniesse auch das Vogelkonzert, das am Morgen besonders schön ist.
Katzenfütterung erfolgt als nächstes. Während ich für Urs und mich eine Tasse Kaffee einschenke, streichen mir die Katzenbuben um die Beine und betteln für einen Schluck Milch, was von Maite eifersüchtig beäugt wird. Dann setze ich mich hin zum Kaffeetrinken und wir schauen uns die Nachrichten der Deutschenwelle an --- man will ja wissen was in Europa so passiert!
Zwischendurch setzt sich eine der Katzen auf meinen Schoss und will ihre Streicheinheiten.
Dann bekommen die Hunde ihr Frühstück --- Muesli lieben sie besonders. Dann gehe ich kurz an den PC um nachzusehen ob was im Briefkasten ist. Wenn es auf 9.00Uhr zugeht, werden die Hunde unruhig. Wenn ich in mein Zimmer gehe um mich Anzugkleiden werde ich von den Hunden auf jeden Schritt verfolgt. Sie wissen genau, jetzt geht es gleich los. Dann gehen wir für eine gute Stunde über den Berg.....setzten uns irgend wo hin und ich stelle mich mental auf den neuen Tag ein.
Wenn ich zurück bin, sind meine 2 Girls --- die Alpacas an der Reihe. Ich gehe zum Gras schneiden, was manchmal ziemlich aufwendig ist (siehe Blog "ich geh meilenweit für meine Camels"). Dann lege ich neues Heu nach, fülle das Wasser auf, miste den Stall aus und natürlich Unterhalte ich mich mit den zwei hübschen auch noch einen Moment.
Als nächstes kommen meine Blumen dran die Wasser brauchen, mein Grünhaus und der Garten. Das nimmt mir eine gute Stunde von meiner Zeit wo ich "nichts tu" ;-)
Wenn Tiffany (mein weisses Alpaca) hört, dass ich mit Wasser hantiere, kommt sie gleich zum Zaun und will ihre Dusche haben. Das macht uns dreien dann soviel Spass, dass wir gut und gern 20 Minuten lang baden.
Inzwischen ist es Zeit für Lunch. Danach ruft meine Tochter Christina aus der Schweiz an und wir reden und erzählen uns, was so unter der Woche alles passiert ist. Das kann gut und gern 90 Minuten dauern oder auch länger.
Unterdessen ist es fast 14. Uhr geworden. Vielleicht sind nun 3 Stunden übrig, wo ich nichts mache, weil Sonntag ist.......
Mein Leben ist so reich geworden ......ich beklage mich nicht, auch wenn der Sonntag meistens gleich aussieht wie der Dienstag oder Donnerstag.
Cindy unser Hofhund

Das ist Cindy unser Berner Sennen Hund. Sie ist 2 Jahre und 8 Monate alt und "e totale Mueti - Höck". Eigentlich ist sie Urs's Hund. Urs wünschte sich für Jahre einen Berner.
Wir holten sie als 8 Wochen altes Baby in Pincher Creek in der Nähe von Lethbridg, Albert.
Auf der Heimfahrt die über 12 Stunden dauerte, wollten wir Cindy in einem Hundekäfig unterbringen. Der Käfig war gross und gut ausgepolstert.
Aber das kleine Hundekind wollte nicht allein auf dem Rücksitz bleiben und jammerte zum Steinerweichen. Immer wieder stellte es sich auf die Hinterbeinchen und seine Augen schauten mich bettelnd an.....wer kann da widerstehen? Ich nicht! Ich sagte zu Urs, lass uns anhalten und ich nehme klein Cindy einen Moment auf meinen Schoss. Wenn sie sich beruhigt hat, schläft sie bestimmt im Käfig ein.
Gesagt, getan. Das kleine Hundekind kuschelte sich an mich und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit die ihr zuteil wurde. Ihr warmer, runder Bauch lag in meiner Hand....ich spürte das kleine Herzchen schlagen.....sie war ein so süsse , kleines Wesen.
Innert kürzester Zeit war Cindy eingeschlafen und träumte vor sich hin. Meine Hand war längst eingeschlafen und kribbelte und trotztdem wagte ich nicht die Hand wegzuziehen oder Cindy's Schlaf zu stören.
Auf dieser Heimfahrt haben sich unsere Herzen gefunden und das ist bis heute so geblieben. Fahre ich weg, Cindy wartet auf der Einfahrt bis ich wieder komme, wenn es sein muss für Stunden. Bin ich im Garten, Cindy legt sich so hin, dass sie mich im Auge hat.
Setze ich mich irgendwo hin, Cindy setzt sich sofort auf meine Füsse. Cindy schläft neben meinem Bett und steht nicht auf, solange ich im Bett bin und ich sage es nur Dir....sie kommt jeden Morgen bevor ich aufstehe zum Kuscheln zu mir ins Bett......aber nicht weitersagen, ich weiss dass man das nicht machen soll. Jetzt wo ich diesen Bericht schreibe, liegt Cindy
neben meinem Stuhl. Wie kann ich mein schlechtes Gewissen besänftigen, wenn ich im Frühling 08 für vier Wochen in Schweiz fliege, wird Cindy ihr Vertrauen --- das sie mir uneingeschränkt entgegen bringt --- verlieren? Muss ich ihr Herz neu erobern wenn ich nach dem Urlaub nach Hause komme?
Zen schenkt Lebensfreude
Wieder geht ein Tag zu ende. Ein ganz gewöhnlicher Tag, mit all den alltäglichen Arbeiten und Aufgaben. Nach Zen soll man probieren jede Aufgabe --- und sei sie noch so belanglos --- mit ganzer Aufmerksamkeit zu erledigen. Nach dieser Philosophie lebe ich nun schon eine ganze Weile und es macht mich zufriedener.....reicher.
Dinge Bewusst zu tun ist eine Erfahrung die man ausprobieren sollte. Der Trend der heutigen Zeit geht eher in die andere Richtung. Das Motto: "Zeit ist Geld" kennt wohl jeder. Also erledigt man möglichst viele Dinge gleichzeitig. Während man telefoniert, kann man doch den Geschirrspüler einräumen, Zeitungen sortieren, Wäsche zusammenlegen, Blumen giessen und so weiter.
Schade.......viele Menschen vergeben sich damit die Chance diese Zen Erfahrung zu machen, die uns so viel Lebensfreude und Zufriedenheit bringen würde.
Dinge Bewusst zu tun ist eine Erfahrung die man ausprobieren sollte. Der Trend der heutigen Zeit geht eher in die andere Richtung. Das Motto: "Zeit ist Geld" kennt wohl jeder. Also erledigt man möglichst viele Dinge gleichzeitig. Während man telefoniert, kann man doch den Geschirrspüler einräumen, Zeitungen sortieren, Wäsche zusammenlegen, Blumen giessen und so weiter.
Schade.......viele Menschen vergeben sich damit die Chance diese Zen Erfahrung zu machen, die uns so viel Lebensfreude und Zufriedenheit bringen würde.
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