Elchgeschichten......

Da habe ich doch in meiner letzten Geschichte geschrieben, dass ich in diesem Winter noch keinen Elch gesehen habe.......nur ihre Spuren.
Heute auf dem Spaziergang mit den Hunden, habe ich sie gesehen die Elchdame. Hochbeinig schlenderte sie durch den hohen Schnee. Sie war nicht soooo nah, aber ihr Anblick genügte, um meinen Herzschlag auf 180 zu beschleunigen. Was für ein Privileg...einem so grossen und stattlichen Tier in der freien Natur zu begegnen.
Den ersten Winter den ich in Kanada erlebte, wohnten wir in Creston und noch nicht auf unserem Sunny - Hill. Aber ich fuhr mit Maite fast jeden Nachmittag raus zum Laufen und um an der Sonne zu sein. Es war wie Dauerurlaub ;-)
Auf einer unserer Wanderungen durch den Schnee, machte Maite Bekanntschaft mit einer Moosekuh. Maite war noch sehr jung --- kein Jahr alt --- und unbeschwert. Ich hatte sie für einen kurzen Moment aus den Augenverloren. Als ich sie etwas abseits im Busch stehen sah, ging ich auch hin --- ich war genau so ein Grünschnabel :-) --- um zu sehen was Maite so interessantes gefunden hatte. Ich war nur noch ein paar Meter von Maite weg, als ich das Objekt der Neugier sah.
Eine Elchkuh stand nur ca 3 Meter von Maite entfernt und die Beiden sahen sich stumm an.
Plötzlich drehte sich die Elchkuh weg und verschwand im Busch.
Geschockt blieb ich noch eine weile stehen ....mein Herz klopfte zum zerspringen.
Ein anderes mal, wir wohnten nun auf dem Berg und Urs und ich sassen beim Abendessen unter den Bäumen, hörten wir Geräusche im Busch. Kurz darauf streckte eine Moosekuh ihren Kopf aus dem Gebüsch. Uns blieb fast der Bissen im Hals stecken und wir trauten uns kaum zu Atmen. Nur ein paar Meter von uns entfernt, kam diese Elchkuh mit zwei kleinen Kälbchen durch den Busch gestampft. Sie beschnupperten Sträucher, knapperten an den Bäumen und
verschwanden genau so wie sie auftauchten..... im Busch. Wir erzählen noch heute gerne von dem besonderen Erlebnis mit der Elchkuh und ihren Zwillingen.

Spuren im Schnee

Sobald der erste Schnee den Sunny - Hill zudeckt, wird es interessant. Klar und deutlich zeichnen sich die vielen verschiedenen Spuren vom Wild im Schnee ab.
Liegt der Schnee dann tiefer, sieht man kleine Pfade die sich kreuz und Quer über den Berg
ziehen. Auch ich mache auf den Spaziergängen mit Maite und Cindy kleine Pfade, sonst ist das
laufen ohne Schneeschuhen unmöglich. Mache ich einen Tritt aus der Spur raus, versinke ich
knietief im Schnee. Ich sehe, dass auch die Tiere meine Pfade benutzen. Nur die Moose ( Elche)
haben es nicht nötig in meinen Spuren zu laufen. Diese grossen Tiere hinterlassen einen "Schuhabdruck" viel grösserer als ein Pferd und am hinteren Ende kann man zwei kleine Eindrücke von Zehen sehen. Diesen Winter sehe ich an den Spuren, dass eine Mooskuh mit ihrem Kalb regelmässig den Berg raufgeht. Gesehen habe ich die Tiere bis jetzt noch nicht.
Dafür sehe ich regelmässig ein paar Hirsche. Schön sehen sie aus im Winter...... das Fell dunkelgrau und dicht. Trägt der Wind unseren Geruch den Tieren nicht zu, bleiben sie einfach stehen und warten ab. Schon oft konnte ich Hirsche beobachten die nicht mal 50 Meter von mir
weg stehen blieben. Sie hinterlassen überall Nester wo sie schlafen. Manchmal bis zu 18 an einem Platz. Dann gibt es tonnenweise Hasenspuren und ich habe noch NIE ....nicht mal einen Hasenschwanz gesehen! Dann die kleinen, zierlichen Abdrücke der Rehe und die nervös wirkenden Spuren der Kojoten. Die erkenne ich aber eher an ihrer "Hinterlassenschaft".
Einmal habe ich etwas gesehen, was ich nicht kannte. Da waren Blutspuren und links und rechts davon --- mehr als einen halbenMeter breit --- war der Schnee irgendwie losgemacht. Es kann sich dabei nur um einen grossen Vogel handeln der seine Beute --- vielleicht einen Hasen! --- am Boden geschlagen hat. Ich habe es danach noch mehrmals gesehen und beim letzten mal waren ganz deutlich Flügelschlagspuren zu erkennen.
Es ist spannend die verschiedenen Spuren und Zeichen irgendwem oder irgendwas zu zuordnen.

Jahreswechsel

Bild vom 24. 12. 2007
Allen Besuchern --- seien sie durch "Zufall" oder gezielt auf meine Seiten gestossen --- wünsche ich alles Gute, viel Glück und gute Gesundheit für das kommende neue Jahr.
Auch wir auf dem Sunny - Hill schauen dankbar auf das verflossene Jahr zurück.
Viele schöne Momente waren uns beschert und gleichzeitig haben wir auch trauriges erfahren. Aber wer sagt denn dass das Leben einfach sei?
Also, in alter Frische sehen wir uns wieder.......
In diesem Sinn....freu ich mich auf ein "Wiederlesen"
eure Ursina


Der Streuner.....Teil 2

Letzte Woche besuchte ich meine Nachbarin Eileen. Sie ist 75 Jahre alt und lebt von Montag bis Freitag allein in ihrem Haus. Ihr Sohn arbeitet in Calgary und kommt nur am Wochenende nach Hause. Eileen ist nicht mehr gut auf den Beinen und darum erledige ich für sie die Einkäufe.
Letzte Woche als ich mich von Eileens Haus auf den Heimweg machte und auf die Highway einbog, stand er mitten auf der Strasse. Ich war überrascht und erfreut zu gleich. Da kein Auto zu sehen war, bog ich rechts an den Strassenrand und liess die Scheibe runter. Mit den Worten:
"good boy.....comon .....what a good boy" probierte ich ihn zum näher kommen zu überreden.
Der Streuner aber überquerte die Strasse von mir weg und beäugte mich misstrauisch.
Ich stieg aus und sprach weiter zu ihm. Er aber wollte nicht auf mich hören.....und ergriff die Flucht ....... rannte in den Busch. Als er mir seine Rückseite zukehrte sah ich, dass er frisches Blut am Hinterteil hat. Mein erster Gedanke war, dass er von jemandem mit einer Ladung Schrott vertrieben wurde.
Ich fuhr die 500 Meter nach Hause und entlud meinen Truck. Dann fuhr ich, obschon es schon kurz vor dem eindunkeln war, noch einmal los. Ich konnte mich nicht mit der Tatsache zufrieden geben, dass dieser verletzte Hund bei Temperaturen von minus 18 Grad draussen bleiben würde.
Meine Suche jedoch blieb ohne Erfolg. Frustriert fuhr ich noch bei Len und Jessy vorbei ..... vielleicht könnten wir ja gemeinsam...... aber in der Zwischenzeit war es dunkel geworden und die Chance dass wir ihn finden, wurde immer kleiner. Len sagte mir, eine Frau von Yahk (unser Nachbardorf Richtung Cranbrook) hätte auch schon versucht das Tier mit Futter anzulocken um es einzufangen. Ohne Erfolg....der Hund kam trotz Futter nicht näher.
Was muss er in seinem Leben schon alles erlebt haben.
Ich fühle mich so elend mit dem Wissen, dass er da draussen ist. Jedes mal wenn ich die Kojoten heulen höre, denke ich an ihn. Kojoten riechen verletzte Tiere über eine grosse Distanz und dann hat der Streuner keine Chance.
Ja.....auch das ist Kanada.

Der Streuner.....

Zur Zeit gibt es kein Bild vom Streuner.....

Das erste mal gesehen habe ich den Streuner ende September. Es war ein regnerischer Tag als der Hund mir entgegen kam. Nass bis auf die Haut und mit hängendem Kopf lief er der Highway entlang. Es war ein Refelx der mich den Fuss vom Gaspedal nehmen lies. Ich schaute in den Rückspiegel und sah, dass der Hund stehen bleibt und sich nach mir umdreht.
Ich konnte nicht anhalten und ich glaubte auch, dass das Tier nur zu Hause ausgerissen war und nun auf dem Heimweg ist.
Als ich dann zwei Wochen später nach Cranbrook fuhr, sah ich den Streuner wieder. Diesmal schien die Sonne und er trabte gelassen der Highway entlang, ein ganzes Stück weg von wo ich ihn zum ersten mal gesehen habe. Ich fuhr weiter, dachte nicht mehr daran.
Unsere Begegnungen wiederholten sich noch ein paar mal und immer erlebte ich die gleiche Szene.
Letzthin habe ich mich mit unserem Nachbar unterhalten und wir sind auf den Streuner zu Sprechen gekommen. Len hatte ihn auch gesehen und er glaubt zu wissen, dass er niemandem in der Nachbarschaft gehört.
Seitdem lassen mich die Gedanken an diesen Hund nicht mehr los. Immer wieder sehe ich ihn vor meinem inneren Auge, wie er sich nach mir umdreht, als warte er auf jemanden ...."seinen" Menschen vielleicht?
Als ich vor ein paar Tagen Len wieder sah, sagte er mir, er glaube, dass er den Hund überfahren am Strassenrand liegen sah. Das sei zu erwarten gewesen.....früher oder später.
Ein kurzer Stich bohrte sich bei diesen Worten in mein Herz und ich machte mir Vorwürfe.
Warum habe ich mir nie die Zeit genommen um mich um das Tier zu kümmern?
Am vergangenen Mittwoch fuhr ich unsere Nachbarin nach Creston rein und wen sehe ich am
Strassenrand? Mein Streuner!
Nun nehme ich mir fest vor, das nächste mal wenn ich ihn wieder sehe den Streuner, werde ich stoppen und ihn überreden mit mir zu kommen. Vielleicht wartet er nur darauf dass sich endlich ein Mensch die Zeit nimmt und zu ihm spricht.
Gestern Morgen gab es den ersten Schnee und es liess mir keine Ruhe.....ich musste einmal der Highway entlang fahren um nach dem Streuner zu sehen. Er war nicht da. Aber ich werde weiterhin meine Augen für ihn offen halten.
Er oder sie --- trägt ein Halsband. Wurde er ausgesetzt? Ist er ausgerissen? Hat man ihn irgendwie vergessen?
Eine Antwort auf diese Fragen werde ich wohl nie finden. Aber vielleicht hat diese kleine Geschichte einmal eine Fortsetzung......und ein happyend.

I,m nun Kanadierin ;-)




Oath of Citizenship
I affirm that I will be faithful and bear true allegiances to
Her Majesty Queen Elizabeth the Second, Queen of Canada,
Her Heirs and Succsessors, and that I will faithfully observe
the laws of Canada and fulfil my duties as a Canadian citizen.

Am 7. November 2007 habe ich --- mit etwa 60zig anderen Anwärter/innen --- diesen Eid abgelegt und nun bin ich eine Kanadische Staatsbürgerin. Die Feier war schön und wir wurden von einem Richter und prominenten Politiker herzlich willkommen geheissen. Schulkinder sagten ein Gedicht auf und haben Lieder gesungen. Man würdigte die Veteranen, lobte Kanada als der schönste Platz wo man als Mensch leben kann. Die Kanadier sind wirklich Patrioten und irgendwie liebe ich das.
Hat oder wird sich nun für mich in Zukunft was ändern? Nicht wirklich und doch - mehr ggefühlsmäßig. Ich lebe in diesem Land, hier fühle ich mich wohl und ich möchte mich als angenommen und integriert sehen. Was ist also näherliegend als sich um die Staatsbürgerschaft zu bewerben? Ich darf nun auch wählen und in allen Dingen mit Abstimmen.
Ich musste meine Schweizerbürgerschaft nicht abgeben, ich bin jetzt einfach Doppelbürger: Kanada-Schweiz ;-) und darüber freue ich mich!




Herbstfeuer


Im Spätherbst, bevor der erste Schnee kommt, wird überall Feuer gemacht. Oft kann man sie schon von weitem sehen, mitten im Busch. Als ich so ein Riesenfeuer zum erstenmal sah, bekam ich Angst. Ich dachte, der Wald brennt und das Feuer war so nah. Ich telefonierte unserem Nachbar um zu fragen, ob er das Feuer gleich gegenüber auch sehe. "Ohhh ja, sagte Phil, don't worry about it"(keine Angst).
Wir auf dem Sunny - Hill brennen auch jedes Jahr im Spätherbst. Erst brannten wir die grossen Haufen (Durchmesser 10 - 15 m und über 7 - 10 Meter hoch) die noch von früherem Waldroden übrig geblieben sind. Jetzt brennen wir die kleineren Haufen, die wo Urs vom Holzen im letzten Sommer zusammengestossen hat.
Weil man das Feuer nicht allein lassen kann, bringe ich uns einen Lunch raus. Eigentlich ist es ganz gemütlich in der Nähe des Feuers zu sitzen und eine Suppe zu essen. Zwischendurch wärmt man sich mit einer Tasse Tee aus der Thermosflasche auf. So hatte ich vorher den Herbst nie erlebt.

Unser Grufti.....



Was wir als "Grufti" bezeichnen, ist ein Platz auf unserem Sunny - Hill.
Ich erinnere mich noch gut an das komische Gefühl das mich beschlich, als ich diesen Platz zum ersten mal besuchte.
Es ist spannend unseren Berg zu erkunden. Oft wissen wir gar nicht, gehört das jetzt noch zu unserem Grundstück oder sind wir schon beim Nachbar. Es gibt keine richtig markierten Grenzen. Nur auf der Seite wo unser Grundstück an Staatliches Land stösst (Crown Land), sieht man die Grenze, weil Crown Land ist dichter Busch. Es würde keinen Sinn machen den ganzen Berg auszumessen. Es reicht, wenn wir ungefähr wissen wo die Grenzen liegen. Auf dem Berg hat es gute Wege wo man bequem laufen kann, weil vor vielen Jahren das Grundstück schon mal teilgerodet wurde. Irgendwo im obersten Viertel macht der Weg dann eine scharfe Biegung und es wird eng. Auf der einen Seite ist Crown Land wo man gar nicht durchsehen kann und auf der anderen Seite wurde die Erde wohl aufgeschichtet als die Logger den Weg machten.
Es ist wie eine Gasse. Dann, wenn man aus der Enge rauskommt, öffnet sich für den Besucher ein ganz kleines Valley und mitten drin ein kleiner See. Im Wasser stehen verwetterte, alte Moorbirken und von den toten Ästen hängen Moosschleier herab. Das Wasser ist etwa knietief und schwarz. Auf der einen Seite geht der Berg steil hoch und auf der anderen Seite läuft es sanft in einen bewaldeten Hügel. Es hat so was Mystisches, verwunschenes........Märchenhaftes.
Einmal als ich dort am kleinen See sass, war es totenstill, nicht mal ein Vogel zwitschert. Da war es mir richtig unheimlich. Dann wiederum im Frühling, als ich zum "Grufti" wanderte, war ein Froschkonzert so laut, als würden hunderte von Fröschen daran teilnehmen. Ende Juli trocknet das Biotop aus und es wachst hohes Sumpfgras wie man auf dem Bild sehen kann. Der Boden bleibt weich und moorig den ganzen Sommer über.
Es ist schon ein spezieller Platz, unser Grufti!

Bin wieder da!


Spazierweg auf dem Sunny - Hill.....

An alle die mich oder meine Geschichten vermissten haben einen lieben Gruss und ein Dankeschön. Jetzt bin ich wieder da und ich werde wieder regelmässig erzählen wie es uns auf dem Sunny - Hill geht.
In den 4 Wochen wo ich nicht schrieb, ist es Herbst geworden bei uns im Valley, eine sehr schöne und bunte Zeit. Die Temperaturen angenehm um die letzten Gartenarbeiten zu machen, Büsche aufbinden und Hecken zurückschneiden oder einfach nur bei einer Tasse Tee die Sonne geniessen. Man muss ja nicht pausenlos beschäftigt sein oder?
Wir durften auch lieben Besuch aus der Schweiz (Schwarzenburg BE) bei uns auf dem Sunny - Hill begrüssen. Leider hatte in dieser Zeit die Sonne Urlaub und unser Sunny - Hill überzeugte nur mit seinem Namen. Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit und wir haben die Abwechslung genossen.
Urs arbeitet fleissig an seiner Werkstatt und macht nebenbei Feuerholz. Mein Job ist, das von Urs gespaltene Holz mit dem Traktor zum Haus zu fahren und schön ordentlich aufzuschichten. Schliesslich sollte die Holzbeige nicht gleich auseinanderfallen wenn eine unserer Katzen mit Schwung rauf oder runter springt. Begleitet werden wir immer von Cindy und Maite. Die beiden Alpacamädchen beobachten das Treiben und das Hin und Her mit aufmerksamen Blicken.
Mit dem Spinnen bin ich noch nicht so erfolgreich wie ich das gern wäre. Obschon ich voller Ungeduld auf die Hilfe meiner "Yarn twister Ladies" warte. Mein kleines Spinnrad entwickelt gewisse Tücken die ich als Anfänger noch nicht allein lösen kann. Aber kommt Zeit, kommt Rat.
Leider haben wir unseren Katzenbub Peter verloren. Er ist einfach nicht mehr nach Hause zurück gekommen. Ich schritt die Highway ab, ging über den Berg, sah überall nach wo ich wusste, dass die Büsi sich gern da aufhalten......nichts.
Oft kommen die Kojoties so nah zum Haus....ich habe auch viele Häufchen gesehen auf unserem Weg wo ich immer mit den Hunden zum Laufen gehe. Selten kann man Kojoten wirklich sehen. Aber man sieht ihre Spuren und Hinterlassenschaft. Es kann auch sein, dass ein Raubvogel in genommen hat.....wer weiss.
Das ist der Lauf des Lebens wenn man in der Natur lebt.

Ich fange an zu Spinnen ;-)


ein antikes Spinnrad

Wer meine Geschichten liest der weiss, dass ich zwei Alpaca habe. Die Tiere wurden an ihrem vorherigen Platz nicht besonders sauber gehalten und wir waren darum nicht sicher, ob wir die Wolle überhaupt zu was gebrauchen könnten. Den ganzen Winter über schnitten wir immer wieder Disteln und verfilzte Stellen aus dem Vlies der Tiere raus. Es war eine mühsame Aktion....für die Tiere wie für uns. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Im Frühling haben wir die zwei Ladies dann geschoren und es sah gar nicht mehr sooo schlimm aus.
Vor zwei Wochen machten wir uns an die Arbeit die beiden Vlies (die abgeschorene Wolle) zu säubern. Erst musste das Grobe (Heu) aus dem Vlies gelesen werden. Dann haben wir die vorgesäuberte Wolle gekardet und nun liegt ein kleiner Teil zum Spinnen bereit. In Creston gibt es einen Spinnklub (The yarn twister Lady's) und ihnen habe ich mich nun angeschlossen um das Spinnen richtig zu erlernen. In einem Gespräch mit unserem Nachbar Phil, habe ich erwähnt, dass ich die Wolle der Alpacas gern selber verspinnen würde, mir dazu aber noch das Spinnrad fehlt. Phil sagte darauf zu mir, dass er immer noch das Spinnrad seiner Mutter im Basement (Keller) hätte. Er würde es nicht verkaufen, aber wenn ich es brauchen und schätzen würde, dann würde es mir gehören. Ich war gerührt. Das Spinnrad muss über hundert Jahre alt sein.....siehe Bild. Dankend habe ich das Angebot angenommen. Erst werde ich es ablaugen und ein bisschen instand stellen. Es ist ein besonderes Spinnrad und ich werde es in Ehren halten.
Wenn es mir Freude macht und ich die Wolle auch verkaufen kann, werde ich mir noch 2 weiter Alpacas kaufen. Diese Tiere sind wirklich sehr anspruchslos und so liebenswert.