Die grüne Oase auf dem Sunny-Hill

 
 
Vor ein paar Tagen (mitte Juli), waren Urs und ich ins Grufti gefahren, um nachzusehen, wie es mit dem Wasser steht. Im Frühjahr ist das Biotop voll. Je nach dem wie warm die nächsten Wochen dann werden, trocknet es früher oder später ab.

 
 
Vor 2 Tagen sah das Biotop so aus. Das feine Sumpfgras sieht von weitem richtig seidig aus und es glänzt wenn der Wind hindurch streicht. Im Mai war es ziemlich warm --- um die 30°. Dann wurde es wieder kühler und es regnete auch öfters.
Im Moment ist es bei uns wechselhaft und um die 23° - 25°, also angenehm.
 
 
Der Boden um die grossen Moorbirken ist immer noch weich.  Im Frühjahr stehen sie in diesem dunklen Wasser.
 

 
Auch das Gras im Grufti ist jetzt ziemlich hoch und man kann die Spuren der Tiere nicht mehr so gut erkennen. Als wir durch das kleine Valley marschierten, haben wir einen Bären aufgeschreckt. Wir konnten ihn riechen, haben ihn aber nicht gesehen. Das ist gut so.....
 
 
Weil es schon Mittag war, haben wir ausser ein paar Rehen und den Erdmännchen nichts gesehen.
 
 
Ich liebe diesen Platz auf unserem Berg. Er zeigt sich immer wieder anders.....
ein grünes Paradies, voll Ruhe und Harmonie.......zum Auftanken!
 
 
 

Die Wanderdrossel


Ein Robin oder Wanderdrossel

Anfang Mai habe ich vor unserem Haus in den Pappeln ein Vogelnest entdeckt. Ein Robin Paar (sie gehören zu der Drosselfamilie) flog emsig hin und her und schon bald sah ich, dass immer eines der Eltern auf dem Nest sass.


Aufmerksam beobachtete ich das Treiben mit dem Fernglas, damit sich die Eltern nicht gestört fühlten. Aber schon nach einer Woche duldeten sie uns, wenn wir draussen --- unser Tisch steht ganz in der Nähe im Schatten der Bäume --- am Mittag unseren Lunch assen.
Ich konnte es kaum erwarten bis die Jungen schlüpften und ich zum ersten Mal die Fütterung der Kleinen beobachten konnte.


Vor ungefähr 2 Wochen konnte ich dieses Bild machen.....2 kleine Robinkinder. Ich freute mich sehr und wenn ich am Morgen aufstand, tat ich als erstes einen Blick auf das Nest um zu sehen, ob noch alle da sind.

Gestern machte ich nun dieses Bild. Die jungen Drosseln sind schon richtig gross geworden und das Nest fast zu klein. Besorgt habe ich immer wieder nachgesehen, denn die Jungvögel, turnten gefährlich nah am Nestrand.


Zum Glück machte ich dieses Foto noch, denn nur ein paar Stunden später war das Nest verlassen und leer und die Jungmannschaft ausgeflogen!

Steine, nichts wie Steine.....

und Urs hat wirklich nicht's besseres zu tun, als noch mehr Steine zu sammeln.....und zwar in seinen Nieren......Nierensteine!!!

Letzten Samstag, waren wir bei Phil und Caroline und haben unsere wöchentliche Ration an Eier abgeholt, als Urs plötzlich aufstand, die Hand in den Rücken presste und sagte: Ich glaube ich habe wieder einen Stein. Es fühlt sich genau so an wie vor ein paar Jahren, als ich einen Gallenstein "stuck" hatte.
Sein Zustand verschlechterte sich rapide und es blieb nichts anderes zu tun als in die Emergency nach Creston zu fahren. Dort begann die übliche Prozedur: Blutdruck und Temperatur  messen und eine IV stecken damit er gleich ein Schmerzmittel bekommen kann und viele Fragen beantworten. Trotz den Medikamenten krümmte sich Urs immer wieder vor Schmerz und ich massierte so gut es ging den schmerzenden Rücken. Nach einer Dreiviertelstunde bekam er noch mal eine Spritze, die diesmal den Schmerz stillen konnte. Dann wurde Urs zum Röntgen geholt und ich fuhr in der Zwischenzeit mal nach Hause. Die Hunde waren nun schon lange allein und es war Zeit zum Füttern.
Zudem konnte ich für Urs im Moment nichts tun, er döste vor sich hin und wartete auf den Arzt und den Bericht wie es weitergehen soll.

Eine Stunde später war auch ich wieder in der Notfall und Urs ---- überraschenderweise ---- ready to go! Ich hatte wirklich gedacht, dass sie ihn da behalten würden, Aber beim Röntgen waren keine Steine entdeckt worden. Er soll halt wieder kommen, wenn's schlimmer wird!

Urs hatte eine gute Nacht und am Sonntag fuhr er ins Spital zurück um die IV rausnehmen zu lassen.
Am Dienstagmorgen hatte Urs etwas in Creston zu erledigen. Aber schon nach kurzer Zeit kam er zurück.....der Schmerz war wieder da und heftiger als am Samstag.
Tasche packen ... für alle Fälle.... und ab nach Creston in die Notfall.
Das Gleiche noch mal......Blutdruck messen, Puls, Temperatur und eine IV stecken. Urs bekam sofort ein Schmerzmittel und dann mussten wir wieder warten. Im Gegensatz zum Samstag war die Notfallstation total belegt und dementsprechend hektisch ging es auch zu und her. Urs wurde gut versorgt, aber wenn ein Stein "auf dem Weg ist" kann man nicht viel mehr machen als trinken und nochmals trinken und abwarten.......
Nach 4 Stunden fuhren wir wieder zurück nach Hause......
Urs hat Medikamente mitbekommen um den Kolik Schmerz besser ertragen zu können und ein Sieb wo er die Steine(chen) auffangen könnte.
Heute Morgen bekam er noch einen Ultraschall um etwaige Steine  besser sehen zu können, die ihn so plagen.
So, nun warten wir auf bessere Zeiten........

Nur gut dass die Menschen so verschieden sind!

 Wie jedes Jahr im Frühling explodiert die Natur....nicht nur auf unserem Berg, aber das ist der Ort, wo ich es einfach miterleben kann! Es berührt mich jedes Jahr wieder aufs Neue! Es ist einfach ein Wunder, man kann nicht vorbeischauen!  Oder doch?
In diesem Frühjahr hatten wir schon 2 x Besuch auf dem Sunny-Hill.  Der eine Besuch kam aus der Schweiz, Freunde die ich schon sehr lange kenne.
Die anderen Besucher kamen aus Deutschland, waren durch mein Buch inspiriert und interessiert mit eigenen Augen zu sehen wie Urs und ich nun wirklich leben.....die Hunde von denen ich im Buch so viel erzähle.....das Haus das Urs baut....den Sunny-Hill.
 
 

Wir haben unseren Besuch zum Platz  hochgefahren, wo Urs am Bauen ist und haben ihnen unser Haus gezeigt. Wir haben erklärt wo später einmal die Küche, Schlafzimmer, Bad und so weiter sein wird. Die Einen fanden es toll wie weit Urs mit seiner  Arbeit am Haus schon gekommen ist.....haben die Aussicht bewundert, die je nach Wetter und Tageszeit so ganz anders sein kann. Haben uns das Gefühl gegeben, dass wir hier was Besonderes haben.
Der andere Besuch war eher erschrocken über das Projekt das Urs so ganz allein für sich da oben auf dem Berg macht! All die Arbeit die noch zu tun ist, was das alles kostet und überhaupt! Kein Blick für die Schönheit oder vielleicht ein ein Wort wie: "Aber ich versteh schon warum ihr das möchtet.....ist ja hier oben wirklich schön"!
Dass sich Urs ein "Freiluft WC" eingebaut hat, fanden die Einen witzig, logisch und nützlich. Die anderen sahen darüber hinweg....macht ja keinen grossen Sinn!
 
Auf den Hinweis, schau mal wie jetzt überall die Wildrosen blühen kam nur ein: ach ja! Die Gas Linie ist gelb vom Hahnenfuss......nichts besonderes...... die Lupinen.....ach ja, die sind halt da.....na und......
Als ich stolz meinen blühenden Enzian zeigte, gab es überhaupt keinen Kommentar.....nichts Besonderes, den gibt es in Deutschland ja überall!
Nur Hanni, spürte wie wichtig mir diese Pflanzen sind......und die Edelweiss....
dass es nicht selbstverständlich ist, das es diese Blumenarten in Canada gibt!
 
 
Wenn mir Leute erzählen dass sie mein Buch gelesen haben, gehe ich natürlich davon aus, dass sie wissen, wie einfach wir hier leben. Aber irgendwie scheinen sie dann doch enttäuscht zu sein, dass es wirklich so ist. Es ist hier nun einfach nicht wie in Europa.......nicht jede Einfahrt ist geteert und nach den Regentagen ist es halt überall schmutzig.
Bei unserem Besuch aus der Schweiz spürte ich so viel Verbundenheit zu unsere Art zu leben, obschon ich weiss, dass sie in der Schweiz in einem wunderschönen Haus, in einer ganz tollen Gegend wohnen.......
 

Unser Zuhause......ein alter Trailer mit einem Anbau! Für uns passt es und beeindrucken müssen wir schon lange niemanden mehr......
Dennoch, es tut schon ein bisschen weh, wenn man realisiert, dass einige der Besucher enttäuscht sind über das was sie sehen, dass wir, oder das Haus in dem wir leben, ihren Bildern im Kopf nicht entsprechen!
Umso mehr geniessen wir die Anderen und wir sind dankbar für all die in puts die von der "Aussenwelt" kommen!
Gleichzeitig muss ich sagen, wie schön, dass nicht jedem Mensch das Gleiche gefällt. Es könnten ja nicht alle hier auf dem Sunny-Hill leben! :-)))))
Die Schönheiten dieses Berges bleiben für viele Augen verborgen......ich bin dankbar dass ich hier leben und geniessen darf!
 

Was für ein Tag!


 
 
Laufen auf dem Sunny-Hill
 
Schon am Morgen als ich aufstand, schien die Sonne an einem wolkenlos blauen Himmel. Also, Kaffee trinken, Müesli essen und Schuhe anziehen.
Dann fuhren wir mit dem kleinen Gefährt (4x4) mit den Hunden zum neuen Haus hoch.....Pax kann nicht mehr gut bergaufwärts  laufen.  Dann ging ich mit den Hunden für einen Walk wo es flach ist und setzte mich für einen Moment auf einen am Boden liegenden Baumstamm. Es tat unwahrscheinlich gut, einfach zu sitzen und dem Vogelkonzert zuzuhören.
Ich habe auch den ersten "Bärenschiss" gesichtet!
 
Wieder zuhause gab es Frühstück für die Hunde und wir konnten unseren 2. oder besser  3. Kaffee draussen trinken.
 
Dann haben Urs und ich --- abwechselnd--- Rasen gemäht!
Immer wieder mit Kaffeepausen im Schatten der Pappeln, die vor unserem Haus stehen und in den letzten paar Tagen ihre Blätter bekommen haben. Was für eine schöne Jahreszeit! Am Nachmittag hatten wir 25° Grad.....
 
 
Urs muss natürlich immer eine Pfeife anzünden!
 
Dann habe ich die restlichen Morcheln beim Haus eingesammelt und Spätzliteig für unser Abendessen gemacht.
 
 
 
Spätzli mit Schweinsfilet und Morcheln an Rahmsauce!
 
Also da kann man doch nur dankbar sagen: Was für ein Tag!!!
Liebe Grüsse an euch alle!
 

 
 
 

Sonntags walk zum Grufti......


Den ganzen Winter über waren wir nicht im Grufti......
Jetzt ist der Schnee schon ein paar Wochen weg und der Boden ist nicht mehr so nass. Seit ein paar Tagen haben wir wunderbares Frühlingswetter und so beschlossen Urs und ich heute Sonntag bis zum Grufti zu fahren.  Vor Pax's Unfall bin ich oft mit den Hunden  zu Fuss, bis weit nach oben auf unsere Alp gelaufen.
Aber da Pax nicht mehr so gut laufen kann, fuhren wir heute mit unserem kleinen 4x4 bis fast zum Grufti Biotop. Wir machen das öfters so,  laden alle ein und fahren dahin wo es etwas flach ist und auch Pax gut Laufen kann. Das Aufwärtslaufen ist für ihn mit nur 3 Beinen, sehr anstrengend.


Heute mussten wir ein bisschen weiter unten ausladen, denn ein grosser Baum versperrte uns den Weg. Er muss wohl im letzten Winter umgefallen sein. Urs muss ihn demnächst mal nach Hause holen ..... gibt Feuerholz für den nächsten Winter!
 
 
Im Biotop gibt es wie immer im Frühjahr, viel Wasser. Ich habe auch gesehen, dass die Wildgänse gelandet sind!
 

 Auch Pax hat ein Bad genommen.......
schmutzig und nass war er heute unser Pax 
 
 
.........ich liebe es im Grufti zu Laufen.
 
 
 
Halbzeit......jetzt machen wir ein Gruppenbild: Ursi mit Hunden und eine längere Pause, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Rehe oder Hirsche haben wir heute keine gesehen......auch keinen Bären. Das überrascht mich aber nicht......wenn man mit 3 Hunden unterwegs ist!!
War ein schöner Sonntagsausflug......beim nächsten Grufti Besuch, hoffe ich ein paar Morcheln zu finden.
 
 

 

Manchmal ärgere ich mich halt schon


Pax in seinem Lieblingsloch!!
 
 
Ich tue alles damit es Pax gut geht......dass es ihm so gut als eben möglich geht.
Seit etwa 9 Monaten bekommt er alle 4 - 5 Wochen eine Cartrophen Spritze, die seinen Gelenken gut tun soll. Pax hat Arthrose in den Hüftgelenke, was durch seinen Gang auf nur 3 Beinen begünstigt wird.  Ich stelle eine Besserung fest, seit er die Spritzen bekommt.
Auch die Vorderbeine sind etwas beeinträchtigt, was aber nichts mit seinem Unfall zu tun hat.....sagt der Arzt.
Ausser dem Cartrophen bekommt er täglich ein Schmerzmittel (Sirup) das auch entzündungshemmend wirkt.
Dieser Sirup kommt nicht immer von der gleichen Firma, ich weiss nicht wo das Problem liegt.
Zur Zeit bekommt Pax Rheumocam für 105.-- Dollar für 1 dl.
Gestern musste ich Nachschub holen und sie hatten nur Metacam da........


Preis: 135.00 Dollar für 1 dl! Dies reicht nun knapp für einen Monat.....knapp!




Wie gesagt, ich spare lieber woanders als an den Medikamenten für Pax, darum geht mir hier nicht. Aber mich wundert doch wer solche Preise diktiert......
Wenn ich die Wurmtabletten für Manu und Chica auch gleich gekauft hätte, dann hätte ich locker 200.-- Dollar bezahlt ohne einen Vet gesehen zu haben, nur über die Theke!



Up Date zum Kater Leo



Für die Leser die meine Einträge auf Face Book vielleicht nicht verfolgen, gibt es hier nun ein up-date!
Der Kater auf dem Bild war unser Gast seit dem 2. Februar und trotz allem Bemühen konnten seine Menschen .......oder ein neues Zuhause nicht gefunden werden.
Also bekam er von uns den Namen Leo und wurde vorerst --- versuchsweise--- in unseren Clan aufgenommen.
Leo war nachts im geheizten Powerhouse und tagsüber schlief er oft im Heu im Stall.
Wenn ich mit Manu zum Spielen in die nähe des Stalls kam, machte er sich bemerkbar und so bekam er dann auch meine Zuwendung. Er ist ein stattlicher Kater, viel grösser und bestimmt auch jünger als unser Kater Nemo.
Genau das, blieb auch weiterhin ein Problem. In der Nacht schlich sich Leo immer näher zum Haus und eine Begegnung der beiden Kater blieb nicht aus......das konnte man laut und deutlich hören! Fast jede Nacht stand ich auf und rannte ---- meistens nur im Pyjama ---- in die kalte Nacht hinaus um die zwei Streithälse zu trennen.
Den Einen scheuchte ich Richtung Powerhouse und den anderen nahm ich mit ins Haus!
Nein, so kann es nicht weitergehen......Beide hatten Kratzspuren im Gesicht und zerbissenen Ohren.
Ich rief wieder bei Paw's (Tierheim) an und probierte die Frau die das Sagen über die Neuzugänge hat zu überzeugen, Leo --- trotz Platzmangel --- doch aufzunehmen.
Sie sah mein Problem und so konnte ich Leo ins Tierheim bringen wo er gewogen (16.8 Pfund) und für 2 Wochen in Quarantäne gehalten wurde.
Leo hat gute Chancen schnell ein Zuhause zu finden, denn er ist so zutraulicher, verschmuster Prachtkerl!
Bei uns ist wieder Ruhe eingekehrt und Nemo hat sich beruhigt.
Manchmal reicht halt der gute Wille nicht aus, auch wenn Platz für alle da ist!!

Frohe Ostertage!


Schon ist Ostern, dieses Jahr so früh im Jahr. Aber auch der Frühling ist bei uns früh eingezogen. Seit Wochen schon gibt es keinen Schnee mehr bei uns auf dem Sunny-Hill. Normalerweise liegen im März immer noch Reste von Schneehaufen und an schattigen Plätzen liegt bis ende März Schnee. Nicht in diesem Jahr!
Heute Morgen als ich mit den Hunden zum Laufen ging, sammelte ich einige Pflänzchen ein, um damit die Eier zu färben. Ich mache das gern, habe schon seit Wochen alle Zwiebelschalen beiseite gelegt. Letztes Jahr an Ostern hatte ich keine Chancen, irgend etwas Grünes zu finden. Umso mehr Zeit nahm ich mir heute!
Et voila......unser Osternest ist fertig. 
Jetzt hoffen wir, dass es am Sonntag warm genug ist um draussen zu sitzen und Eier zu "dütschen"!
Aber zum Eieressen gehört für uns definitiv Aromat! Leider kann man das bei uns nicht überall kaufen. Der nächste Ort wo ich weiss dass sie Aromat verkaufen,  ist Invermere....."nur" 270 Kilometer von uns.....ein Weg!
Also machte ich letzten Montag einen Tagesausflug nach Invermere und holte mir die Zutat, ohne die wir nur ungern  Eier essen. Ich geniesse diese Ausflüge natürlich und es ist einfacher, wenn man einen triftigen Grund hat zu fahren...... nicht für mich, aber wenn jemand fragen sollte! :-)
So fuhr ich um 10 Uhr los und war um 18.00 Uhr wieder zuhause....müde aber glücklich, denn ausser Aromat kaufte ich für uns noch Kalbsbratwürste und ein paar bayrische Weisswürste. Ja stimmt! Der Metzger ist ein Bayer und er importiert all die guten Sachen von Europa.......die Würste macht er natürlch selber! Ausser Wurst und Aromat habe ich auch noch Raclettekäse eingekauft ...... den haben wir einen Tag später genossen. Den ganzen Winter hatten wir kein einziges Mal  Raclette und das ist für Schweizer kein Zustand!!
Unterwegs hat mich dann das Aprilwetter eingeholt ....... aber nur für ein paar Minuten!

 
Zum Wetter kann ich sagen: Launisch wie der April! Heute Morgen schneite es ganz leicht in kleinen Flocken......jetzt am Mittag scheint die Sonne und es ist mild......dass heisst nicht, dass es in 2-3 Stunden nicht wieder Schnee gibt! :-)
Am besten wir nehmen es so wie es kommt und geniessen die Sonne dann wenn sie da ist!
In diesem Sinn wünschen wir euch eine sonnige und frohe Ostern.......
Wir vom Sunny-Hill!

Typisch kanadisch oder eben ein Touristenklischee!


        Lake Louise

Seit mein Buch "Bärenstark" erschienen ist, haben ein paar Leute mich darauf angesprochen, dass meine Erzählungen wenig mit Kanada zu tun haben, dass es auch anderswo so sein könnte. Stimmt!
Gegen das Klischee wie "man" in  Kanada lebt, kommt man schwer an.....
Ein Blockhaus am See.......im tiefverschneiten Wald......allein auf weiter Flur, nur Bären, Wölfe und Elche die ums Haus sind......das ist Kanada, right?
Oh es gibt welche die leben ihr Leben wirklich so! Aber ich behaupte mal, es sind nur wenige Idealisten! Aber da jeder Mensch seinem Leben den Sinn geben kann der für ihn wichtig ist und passt, ist es toll wenn es diese Abenteurer und Aussenseiter gibt. Ganz toll finde ich, wenn sie ihre Erfahrungen mit uns teilen, mit uns, die sich nicht trauen so zu leben......
Viele kennen Kanada  aus ihrem Urlaub, die Lagerfeuerromantik......und nun meinen sie, Kanada total zu kennen. So muss Kanada sein......so ist Kanada!
Oder sie verschlingen --- hat mir jemand so geschrieben --- alle Bücher die was mit Kanada zu tun haben und denken dann: Dass das für alles und jeden gilt!
Ich habe auch ein solches Buch gelesen......eine Frau zieht zu einem Mann in die Wildnis des Yukon, sie beschreibt in diesem Buch wie sie nun lebt......oder gelebt hat, denn inzwischen lebt sie auch nicht mehr so: Bei minus Temperaturen bis zu 50°!!! Ständig aufpassen dass man keine Frostbeulen kriegt, sie beschreibt, wie sie ihre Wäsche bei minus 12° draussen gewaschen hat, vom zugefrorenen Fluss Wasser holen musste.......nicht nur zum Waschen der Wäsche! Jede Arbeit kostet viel Zeit und Energie.
Mich hat dieses Buch auch interessiert......aber gleichzeitig habe ich mich immer wieder gefragt, warum tut man sich das an? Um seine Grenzen zu erfahren? Um allen zu zeigen dass es möglich ist? I don't know.

So,  aber das ist nicht wie Menschen normalerweise in Kanada leben. Wenn einer in Europa aussteigt und allein im Wald lebt, nur mit dem Allernötigsten, dann ist das auch nicht typisch deutsch oder schweizerisch, dann spricht man über ihn sehr schnell mal als ein Spinner!
Das Leben in einer kanadischen Großstadt ist nicht anders als anderswo auf der Welt.
Die Menschen hier --- ob von irgendwoher eingewandert oder nicht ---- die meisten dieser Menschen leben ein "normales" Leben.....anders als vorher, aber doch normal.
Als ich mir nun erlaubt habe aus meinem "stinknormalen" Leben in Kanada zu erzählen und ein Buch darüber zu schreiben, wie es mir am Anfang meiner Zeit in Kanada so ergangen ist, sehe ich mich mit einigen kritischen Kommentaren konfrontiert. Meine Geschichten seien nicht "typisch kanadisch! Zurück zur Frage....was bitte ist typisch kanadisch?
Bei all diesen enttäuschten Lesern entschuldige ich mich, aber so ist halt mein Leben......ob kanadisch oder nicht, es findet hier statt und irgendwie muss es dann doch etwas kanadisches an sich haben.
Bestimmt gibt es Leser, die sind absolut nicht meiner Meinung......that's o.k das was ich schreibe ist ja nur was ICH denke......jeder kann sich seine eigenen Gedanken dazu machen!