Bogo, ein zaghafter Neuzugang......



Seit letztem Frühjahr schleicht ein Kater um unser Haus. Ich ertappte ihn immer öfters wenn er vom Katzenteller wegrennt....oder er liegt auf einer Decke die für unsere Katzen und Hunde (Hund....ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt!) überall rumliegen. Erst dachte ich, dass er nur ab und zu bei uns vorbei kommt wenn was im Teller ist. Jetzt weiss ich es besser! Er schläft bei uns unter dem Dach und er ist ein regelmässiger Kostgänger am Katzenteller geworden. Wird er von uns ertapp, dann rennt er zwar weg, aber in letzter Zeit bleibt er öfters stehen und schaut zurück um dann trotzdem davon zu trotten. Ich probiere ihm gut zu zureden, aber bis jetzt ist er weit davon entfernt zu uns vertrauen zu entwickeln. Trotz allem, wir gaben ihm den Namen Bogo...nur für den Fall, dass er doch noch ein bisschen mehr zu unserer Familie gehören möchte.

Jakob dagegen sieht sich die Welt am liebsten von oben an. Er kann für eine Ewigkeit am Rande des Daches sitzen und in die Bäume schauen. Von da oben rechnet er sich wohl mehr Chancen aus, einen der kleinen Chipmunk's zu erwischen.



Diese kleinen Streifenhörnchen sind im Moment überall! und ich meine überall! Sie sind flinke, süss und kommen auch ans Katzenfutter!



schon öfters habe ich einem der kleinen Knirpse das Leben gerettet.....manchmal mit Erfolg, manchmal nur um eine halbe Stunde später seinen kleinen Körper zu finden den die Katzen halb gefressen zurück gelassen hatten. Was kann man dagegen tun? Der beste Weg ist, zu akzeptieren, dass das der Lauf des Lebens in der Natur ist. Sind es nicht unsere Katzen, dann sind es die Vögel, die Kojoten oder die Füchse.

Spinnen eine kreative Arbeit


Ich habe von Arly und Tiffany etwas Fleece zusammen gekardet und das gab eine Farbe wie Zucker und Zimt. Ich finde es toll was man alles aus diesen Basicfarben machen kann.


Die kleinen gekardeten Schnecken habe ich dann versponnen, aufgewickelt und zu einem Strang zusammen gebunden, gewaschen und an der Luft trocknen lassen.


Nach dem Trocknen habe ich den Strang noch mal aufgemacht und zu einem Knäuel aufgewickelt, damit es sich besset stricken lässt.


so sieht das Ganze das als Strickprobe aus.....ist doch schön!


und so verkaufe ich dann die Wolle!


am letzten Freitag Vormittag, haben wir unsere Cindy erlöst. Es war ein schwerer
Gang für Urs und mich. Ich bin froh, dass wir sie noch für 2 Wochen zuhause hatten.
Dann hat Cindy uns gezeigt, dass ihre Zeit gekommen ist. Sie wollte nichts mehr zu sich nehmen, wollte nicht mehr aufstehen und da war es für uns klar.
Fast auf den Tag genau vor 3 Jahren, hatten wir Gina auf ihrem letzten Gang begleitet.
Maite ist traurig, nun hat sie schon ihren zweiten Buddy verloren.
Cindy's Spuren sind noch überall......sie wird uns fehlen.

....und doch hoffen wir weiter.......



angefangen hat alles mit der Knieoperation im Februar wovon sich unsere Bernerin Cindy nicht mehr erholt hat. Plötzlich war es nicht mehr nur das Knie dem meine Aufmerksam galt, sondern dass Cindy schon bei den kleinsten Anstrengungen wie ein alter Hund schnaufen musste. Immer öfter setzte sie sich hin und wir mussten bei auch kurzen und gemütlichen walks auf Cindy warten. Erst schrieb ich es noch auf die OP und dass halt alles seine Zeit braucht.....hat mir auch der Vet immer wieder bestätigt. Es wurde immer schlimmer.....Cindy kam nun erst gar nicht mehr mit wenn ich mit Maite zum Laufen ging. Dann stellte ich fest, dass Cindy immer heisse Ohren hatte. Sie wirkte apathisch und plötzlich fing sie an zu husten. Sie hatte dabei einen schleimig weissen Auswurf. Wieder stellte ich sie dem Vet vor. Diesmal hatte er eine Vertretung die weder Cindy kannte noch unsere Schilderungen und Bedenken wirklich ernst nahm. Sie hörte sie ab ---- nahm nicht mal ihre Tempertatur!! ---
erklärte mir, dass der Husten auch von den Schmerztabletten kommen könnte, weil sie ein Aufstossen hat .....irgendwie wie Magenbrennen. Sie gab uns ein anderes Schmerzmittel ---- Cindy braucht es immer noch fürs Knie ---- und einen Saft, der die Magenschleimhaut beruhigen soll.
Am Montagmorgen ging ich wieder mit Cindy in die Klinik und Gottseidank hatte unser Vet "Rob" Dienst. Er macht oft Farmbesuche und kann nicht immer selber in der Klinik sein.
Rob sah sich Cindy an, hörte sie husten und schüttelte den Kopf --- in der Zwischenzeit hat Cindy mehr als 10 Pfund an Gewicht verloren. Er sagte, dass er befürchte, dass sie eine Lungenentzündung hätte. Um mehr Information über Cindy's Lunge zu bekommen, machte er ein Röntgenbild. Später sahen wir uns das Röntgen gemeinsam an und Rob erklärte uns, dass da viele Flecken auf der Lunge sind wo er sich nicht erklären kann was sie bedeuten. Er gebe Cindy nun mal ein Antibiotika mit und ich soll in einer Woche wieder mit ihr vorbei kommen.
Nach einer Woche ging es Cindy ein ganz kleines bisschen besser, aber sie hatte immer noch hohes Fieber, frass nicht und verlor dadurch immer mehr an Gewicht. Sprang sie vorher mit einem Sprung aus dem Truck, blieb sie jetzt sitzen bis Urs sie raus hob. Sie war so schwach geworden, dass sie sich immer wieder hinlegte.
So geht es nicht, meinte Rob, sie stirbt uns weg. Wir sollen Cindy da lassen und er
will eine Lungenpunktion machen und einschicken. Wir könnten sie dann am Mittwoch
wieder nach Hause holen.
Am Dienstagabend rief Rob an und sagte, er hätte wenig Hoffnung für Cindy....sie fresse nicht und mit all den Anitibiotikas im Magen müsse sie sich erbrechen.
Zu dieser Zeit hatten sie die Dosis der Anitbiotikas auf 24 Stück (Höchstdosis) erhöht. Schon den ganzen Dienstag drückte ich mich nur noch im Haus herum und die Tränen flossen immer wieder. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen ohne meine Cindy zu sein....mein Schatten.
Als ich am Dienstag Rob am Telefon hatte und er mir die Nachricht sagte, dass es Cindy so schlecht gehe, war meine Reaktion: dann bitte mach eine Euthanasie (Spritze zum Einschläfern. Wir wollen sie nicht länger leiden lassen. Rob schlug vor, doch den Befund der Punktion abzuwarten, der bestimmt bis Mittwoch da ..... sein sollte. Ich willigte ein und wir beschlossen, dass Cindy diese Nacht noch in der Klinik bleibt und am Morgen, sollte der Befund seinen Verdacht auf Krebs bestätigen, er Cindy erlösen würde.
Genau an diesem Tag hatte ich einen Termin beim Zahnarzt in Cranbrook und war so bis zum Nachmittag nicht zu hause. Ich war bloss ein paar Minuten wieder zu Hause, als das Telefon klingelte und die Hilfe vom Vet anrief. Der Befund sei noch nicht gekommen --- käme aber bestimmt am Freitag --- und da morgen am 1. Juli (Canada Day) ein Feiertag sei, ist die Klinik geschlossen. Rob hätte einen Notfall und wäre nicht da darum würde sie mich jetzt fragen was sie mit Cindy machen soll. Die Vorstellung die kranke Cindy sich selber überlassen und allein für einen Tag und zwei Nächte, das konnte ich nicht ertragen. Ich fuhr nach Creston rein und holte mein Baby nach
Hause. Sie sah erbärmlich aus......
Am Donnerstag konnte ich ihr die 24 Kapseln noch geben aber am nächsten Tag erbrach sie sie gleich wieder. Warum in aller Welt quäle ich Cindy mit solchen Torturen wenn sie vielleicht am Freitag doch eingeschläfert werden musste!
Ich setzte also die Antibiotika ab und lies Cindy schlafen. Am Freitagmorgen kam Cindy und bettelte beim Frühstück um einen Bissen von meinem Schickenbrot. Vor Freude
gab ich ihr mein Schnitte in kleinen Bissen und sie verschlang sie gierig. Ich weinte vor Freude.....das war doch ein gutes Zeichen oder? Zwei Stunden später leckte
Cindy an ihrem Teller so gab ich ihr eine ganz kleine Portion Hundefleisch das ich vom Vet mitbekommen hatte. Wieder dasselbe.....Cindy war hungrig und wollte essen.
Am Freitag rief Rob uns an und entschuldigte sich, dass er nicht da war und wir Cindy nach hause holen mussten. Der Befund war da und er war positiv.....was heisst:
für Cindy ist er negativ. Er könne nicht genau sagen ob sie Krebs oder einen Tumor auf der Lunge habe, aber gut ist es auf keinen Fall. Wir machten aus, dass wir Cindy gleich am Montagmorgen reinbringen würden und sie dann erlöst wird.
Aber Cindy erholte sich zusehend. Sie frass, bewegte sich wieder mehr, legte sich draussen hin und war interessiert an allem was um sie herum vorging. Als sie am Sonntag dann mit Maite anfing zu spielen --- na ja....ganz kurz aber halt ansatzweise --- beschlossen Urs und ich sie am Montag nicht in die Klinik zu bringen.
Stattdessen fuhren wir gleich selber hin um Rob zu erzählen wie es Cindy nun so viel besser geht. Aber Rob war noch auf einem Farmbesuch und wir konnten nicht mit ihm sprechen. So meldete ich Cindy bei einer anderen Klinik in Cranbrook an um einen 2. Meinung einzuholen. Wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass Cindy unheilbar krank ist --- sie sah doch viel besser aus.
Heute nun, stellten wir Cindy einer Tierärztin --- die in Cranbrook mit ihrer Kollegin eine Klinik führt --- vor. Sie macht auch Chiropraktik, mit ein Grund warum ich gerade sie rausgesucht habe. Sie hat nun noch einmal ein Röntgen von Cindy's Brust (Lunge, Herz) gemacht und hat auch gleich ihr Knie geröntgt.....weil es beim gehen laut knackst. Nach 3 Stunden warten, erklärte uns "Uli" --- kommt von Ulrike und sie spricht deutsch!--- dass sie Cindy mit gutem Gewissen noch eine Chance geben möchte. Sie verschrieb ein milderes Antibiotika, etwas gezieltere Medikamente für Schmerzen und Entzündung. Die Röntgenbilder zeigen zwar immer noch diese Flecken auf der Lunge --- sie wird die Bilder einem Spezialisten in Calgary zeigen, der mache das gerne und kostenlos für sie....wow!!
Das Bild von Cindy's Knie zeigt eine starke Abnützung ....Rheuma....aber damit kann man umgehen, wenn die Lunge therapier- oder heilbar ist. Das Hoffen und Warten geht also weiter. In zwei Wochen wird sich zeigen ob Cindy auf die Medikamente anspricht.
Wenn ja, dann hat sie eine gute Chance und wir sind sehr dankbar. Wenn nicht, dann ist es unsere Pflicht von Cindy Abschied zu nehmen und sie gehen zu lassen.

Wenn endlich mal die Sonne lacht!

Auf dem Summit ist immer noch Schnee und der kleine See zum grossen Teil zugefroren.
Ich liebe die Fahrt über den Pass. Sehr oft stehen Hirsche oder Steinböcke am Strassenrand....



Seit Wochen ist das Wetter mies, es regnet und ist kühl für diese Jahreszeit.
Aber was solls, wir brauchen das Wasser und so ist das ganze gar nicht so schlimm. Als ich am Dienstagmorgen früh mit den Hunden raus ging, war der Himmel blau und wolkenlos und die Sonne lugte schon über die Tannenspitzen. Es tat richtig gut. Ich atmete ein paar mal kräftig durch und beschloss kurzerhand: Heute mach ich einen Ausflug. Ich ging rein, fütterte Hunde und Katzen, machte Kaffee und überraschte Urs mit der Nachricht, dass ich heute wegfahren würde. Ich freute mich richtig, dass ich wieder mal einen Tag für mich allein habe.
Nach 2 Tassen Kaffee packte ich Strassenkarte, Sonnenbrille und Regenjacke --- man weiss ja nie --- und fuhr los. Schon öfters habe ich mir vorgenommen, diese kleine Rundfahrt zu machen......über den Summit (Kootenaypass) nach Salmon und dann weiter nach Nelson, mit der Fähre über den Kootenay Lake und zurück nach Creston.
Hier an diesem kleinen, rauschenden Wasserfall nach Salmon, machte ich meinen ersten Halt. Es waren keine Touristen da und darum ging ich hoch bis zum Wasserfall. Es war richtig kalt und die Gischt spritzte bis zum Platz wo man sitzen konnte. Nach einer
Bananen länge fuhr ich weiter Richtung Nelson. Nelson ist ein hübsches, kleines Städtchen am Kootenay Lake. Ich parkte meinen Truck "Town Town" und setzte mich in eines der kleinen Strassencafés. Ich genoss die Abwechslung und schaute den flanierenden Touristen nach.....stellte fest, dass in der Zwischenzeit auch hier, jeder 2. mit einem Handy am Ohr beschäftigt ist. Kurz, für mich sind solche Momente mitten im Treiben eher selten geworden. Es erinnert mich an die Zeit, wo ich mit meiner Familie in Urlaub gefahren bin.



Weil ich so früh los fuhr, verlängerte ich meinen Trip um 8o Kilometer und fuhr bis Kaslo wo ich draussen auf einer Terrasse Lunch ass. Ich sass einfach so da und genoss die Aussicht, als ein Camper am Strassenrand parkierte. Es war ein Mietwagen.....die Beifahrerin stieg aus und sagte ziemlich laut.....auso so chasch de wage nid lo stoh! Um den Camper rum kam der Fahrer und antwortete.....mir blibe ja nid lange!
Ich schmunzelte und nahm mir vor, wenn sie auch zum Essen kommen, dass ich sie anspreche.
Kurze Zeit später kamen sie tatsächlich auf die Terasse und studierten und kommentierten laut die Speisekarte, die an der Wand hing.
Es ist so lustig.....Schweizer denken wohl immer, dass keiner sie verstehen würde....schon gar nicht in einem fernen Land.
Er sagte dann.....auso wenn i wüssti das die Pommes guet si, de würdi e Portion näh.
Sie standen bloss 5 Meter von meinem Tisch entfernt und so sagte ich uf Bärndütsch:
Sie si guet....dir chöit ruhig ä Portion näh. Die Beiden sahen mich mit offenen Münder an, als ob ich ihnen weiss Gott was angeboten hätte. Ich stand auf, wünschte ihnen noch einen schönen Urlaub und ging zum Truck zurück.
Kaslo liegt am See und ist ein kleines, historisches Hippidorf, richtig lustig.



Weil ich mit der Fähre zurück auf die andere Seeseite fahren wollte, musste ich fast bis Nelson den gleichen Weg zurück fahren, denn hier gilt der Spruch nur Bedingt:
es führen viele Wege nach Rom.
Die Fähren fahren zwar regelmässig und in nicht all zu grossen Abständen. Dennoch musste ich dann mehr als 1 Stunde warten. Ich kaufte mir etwas zu trinken und dann setzte ich mich an den See und genoss den Blick übers Wasser. Es war recht viel Betrieb und der Parkplatz füllte sich nach und nach auf.
Die Überfahrt dauert 35 Minuten und ist recht schön.....ich geniesse sie jedesmal wieder aufs neue.



Die Heimfahrt von der Crawford Bay --- wo die Fähre anlegt--- bis nach Hause dauerte dann noch gut 90 Minuten.
Ein toller Tag, denn gestern und heute regnete es wieder --- zwischendurch wie aus Kübeln.

Fiber, Wolle, Fleece



Alpaca Fiber- Fleece und Wolle wo hin man schaut. Am 15. Mai findet in Creston eine kleine Schau für Weber-und Spinnerinnen statt. Man erwartet Gäste aus der weiteren Umgebung und auch aus den Staaten. Erfreulicherweise wurde ich eingeladen um da meine Wolle zu presentieren. So habe ich mich in die Arbeit gestürzt und habe die gereinigte Fiber vom letzten Jahr fein säuberlich abgewogen, verpackt und mit einer
Etikette versehen.
Die neuen Fleece von diesem Jahr --- sie sind wunderschön --- möchte ich am Stück als ganzes verkaufen.
Der Verkaufserfolg dieser Schau wird entscheidend sein, ob ich meine Alpacas behalten werde oder nicht. Ich habe nämlich daran gedacht, die 4 Jungtiere abzugeben.
Warum? Weil es ein teures Hobby geworden ist. Denn eigentlich habe ich fest damit gerechnet, mit der Wolle wenigsten die Kosten für das Heu reinzuholen die letzes Jahr
immerhin um die 900 Dollar waren. Alpacas können nicht wie Pferde oder Kühe jedes Heu fressen. Sie haben oben keine Zähne und so muss das Heu und auch das Gras idealerweise ohne grobe Stängel sein und nicht zu lang.....also eigentlich nur der
2. Schnitt. Im Sommer können sie grasen und im Winter füttere ich noch Pellets, Rüebli und Salat. Klar, es würde auch ohne diese Leckereien gehen und ich könnte einfach nur Heu füttern. Aber so bin ich halt.....ich habe die Tiere übernommen, so sollen sie es auch gut haben bei uns. Irgendwie kann man auch an der Wolle sehen, wenn es ihnen gut geht.
Es ist halt mit allem so.....will man Alpcawolle verkaufen, dann sollte es nicht viel kosten. Will man aber welche in einem Geschäft kaufen, dann bezahlt man ein Vermögen für ein paar Gramm. Wir werden sehen.....

schon wieder ein Patient



fertig luschtig!
Am Mittwoch den 14. April kam Urs vom Arbeiten an der Einfahrtstrasse nach Hause. Er war ganz weiss im Gesicht und starke Magenkrämpfe plagten ihn. Wie sich später herausstellte, waren die Magenkrämpfe Gallenkolliken. Als es immer schlimmer wurde und Urs sich nur noch erbrach, fuhren wir nach Creston in Spital. Mensch, für die 25 Kilometer fuhren wir eine Ewigkeit. In der Notfallstation angekommen, bekam Urs sofort Hilfe und ich konnte mich wieder ein bisschen Entspannen. Sie spritzen ihm Morphium gegen die Schmerzen, Blut wurde entnommen und ein Ultraschall wurde gemacht. Da stellte sich dann heraus, dass Urs eine Gallenblase voller Steine hat und nach Cranbrook weiter transportiert werden musste. Gegen Abend holte ein Krankenwagen ihn ab. Am anderen Tag wurde Urs morgens um 3 Uhr mit einer Ambulanz 5 Stunden über die Rockies nach Calgary gefahren. Von der sonst so tollen Fahrt durch den Banff National Park, hatte er dieses mal nicht viel. In Calgary wurden 2 Steine entfernt die irgendwo "stack" waren und durch die, die Kollik ausgelöst wurde.
Nur 3 Stunden später, die Fahrt über die Rockies zurück nach Cranbrook. Was würde man wohl in der Schweiz dazu sagen, wenn man für solche Behandlungen erst 5 Stunden zu einem anderen Spital gefahren werden müsste?
Es war klar, dass unter gegebenen Umständen, die Gallenblase entfernt werden muss.
Bis Mittwoch....also ingesamt eine Woche blieb Urs in Cranbrook und wartete auf die OP. Aber weil so viele Notfälle kamen und auch Wochenende war, musste er warten und schlussendlich wurde er am Mittwoch nach Hause entlassen.
Jetzt, am kommenden Freitag (30. April)) hat Urs einen neuen Termin zur Gallenblasen entfernung bekommen. Danach kann er aber gleich wieder nach Hause.....wenn alles o.k. ist.
Nun, ich managte den Sunny-Hill und seine Bewohner in der Zwischzeit by my self und ich tu nichts anderes als ich sonst auch tue.
Aber ein Familienmitglied fehlte halt......

up date zu Martha's Gelege



Martha ist wirklich sehr fleissig.....ich kann es kaum glauben.
Im ganzen hat Martha nun 19 Eier gelegt und ich bin nicht sicher ob sie nun damit fertig ist. Heute habe ich das 19. Ei entdeckt....habe es noch im Nest gelassen.
Aber die Legerei hat ihr auch zugesetzt.....ganz dünn ist Martha geworden. Dünn und frech! Noch nie zuvor hat sie sich so mit Ciny und Maite und auch den Katzen angelegt. Sie muss vorübergehend im Gehege bleiben, weil sie sogar unsere Besucher in die Hosen oder Schuhe klemmt wenn die mir zu nahe kommen.
Zu mir ist Martha sehr zutraulich geworden. Gehe ich ins Gehege, springt sie mir laut schnatternd und mit wehenden Flügel entgegen und will ausgiebig gestreichelt werden. Am liebsten mag sie es, wenn ich ihren langen Hals kraule. Dann legt sie ganz entspannt ihren Kopf auf meine Hand.
Ich wusste gar nicht, dass Tiere mit Federn es mögen, so gestreichelt zu werden.

Cindy auf dem Weg der Besserung.....


Auch Cindy ist schon fast wieder die Alte....nein nicht ganz. Seit ihrer Knieoperation sind nun 6 Wochen vergangen und Cindy hinkt ab und zu immer noch und auch das Aufstehen geht noch nicht so gut wie erhofft. Aber im grossen und ganzen bin ich happy über ihre Vorschritte.
Was mir aber mehr Sorgen machte, war ihre mentale Verfassung. Sie wurde zusehend apathischer, frass nicht mehr richtig, wollte nicht mehr zum Laufen mitgehen. Sie zog sich immer mehr zurück und verschlief den Tag allein in meinem Zimmer. Als sie ihre heiss geliebten Pig Ohren liegen liess, wusste ich, so kann es nicht weiter gehen. Cindy litt offensichtlich an einem Schock der in eine Depression überging. Auslöser war wohl die Operation und der anschliessende Aufentalt in der Klinik. Cindy musste auch oft zu Hause warten wenn ich mit Maite zum Laufen ging --- sie hatte ja Hausarrest.
Das alles schien der Grund dafür zu sein, dass sie zusehend ihre Lebensfreude verlor.
Wozu habe ich denn mal mit Bachblüten gearbeitet......ich mixte ihr Bachblüten Tröpfli und gab Cindy 3 -4 x täglich davon. Erst wollte sie davon zwar gar nichts wissen, aber diesmal liess ich nicht locker....sie MUSSTE einfach. Die Wirkung der Blütenessenzen ist für mich unbestritten und doch bin ich jedesmal wieder überrascht. Nach nur 2 Tagen konnte ich eine deutliche Besserung feststellen. Cindy blieb am Morgen nicht liegen, sondern stand mit Maite und mir auf, um auf den ersten "Geschäftsgang" zu gehen. Auf dem Weg zurück zum Haus, rannte sie mit Maite um die Wette, was sie seit dem Unfall im Januar nicht mehr gemacht hatte. Ich freue mich sehr, dass es Cindy besser geht und sie auch wieder lebhaft an unseren Spaziergängen teilnimmt. Auch ihre Pig Ohren sind wieder so wichtig wie vor dem Unfall ;-) .....Dr. Bach sei Dank.

Alpaca schären......






Wie im letzten April, wurden auch in diesem Jahr unsere sechs Alpacas geschoren. Nur, dieses Jahr wussten wir was uns und unsere Tiere erwartet.Organisation ist alles. So putzten wir am Morgen den Stall und die Tiere, die dann auch gleich im Stall bleiben mussten. Die Alpaca fleece so sauber wie möglich zu halten ist das wichtigste.
An diesem Tag war es richtiges Aprilwetter. Bis eine halbe Stunde vor dem Schären, wussten wir nicht, ob es überhaupt möglich ist den Termin einzuhalten. Mal schneite es waagrecht, dann hatten wir kurz ein Gewitter mit einem Hagelschauer und zwischendurch einfach mal nur ein normaler Regenguss. Zwischendurch kam immer wieder die Sonne durch. Nur 15 Minuten später schien alles vorbei zu sein und der Himmel war wieder blau. Der Wetterfrosch meinte es gut mit uns. Als Dave und Conny kamen, schien unser Berg seinem Namen wieder mal alle Ehre zu machen. So wurde der Tisch aufgestellt und jeder bekam seine Anweisung was er zu tun hatte. Dave und Conny sind ein eingespieltes Team. Jetzt wo die Saison beginnt, sind sie für Wochen "on the road" und fahren von einem Alpacafarmer zum nächsten.
Davon --- auf dem Bild mit Lederschurz --- konnte dieses Jahr nicht dabei sein. Sein Job musste dieses mal Urs übernehmen.
Ich musste immer ein Tier mit Halfter parat haben, damit wenn eines fertig ist, gleich das nächste Tier rausgeholt werden kann. Am Halfter gehen aber nur die Buben, die Mädchen weigern sich hartnäckig und lassen sich von den Männer lieber raustragen als selber zu gehen. Vielleicht haben wir mal eine Hand mehr zum Helfen, dann würde ich das gern in ein paar Bildern festhalten ;-)
Das Wetter schlug dann am Abend wieder um und es zog ein unangenehm kalter Wind auf.
Gottseidank habe ich mal in Cranbrook ein Mäntelchen gekauft. So bekamen unsere beiden älteren Mädchen Tiffany (weiss) und Aisha was warmes übergezogen. Beim genauen hinsehen kann man erkennen, dass Aisha ein Gilette von mir trägt....und es passt. Die Beiden tragen die wärmenden Sachen schon seit einer Woche und scheinen sich wohl damit zu fühlen.