Amy


sweet Amy 1 Jahr.....
Ich will euch nicht langweilen mit meinen Kamelgeschichten, aber die kleine Amy muss ich euch vorstellen. Sie ist ein so süsses Mädchen und so zutraulich. Das bin ich von meinen "alten" Ladies gar nicht gewohnt. Komme ich in den Stall, Amy kommt gleich gelaufen um mich zu begrüssen. Sie kommt dann auf mich zu, schaut mich mit ihren grossen, dunklen Augen an und dann beschnuppert sie ganz sanft mein Gesicht. Es fühlt sich an als ob sie kleine Küsse gibt.
Sie eroberte mein Herz im Sturm. Sie ist auch die Einzige von den Vier die sich anfassen und streicheln lässt.
Die Buben laufen mir zwar nach und beobachten mich bei meinen Tätigkeiten im Stall, aber man muss sie einfangen wenn man sie streicheln will. Hält man sie mal fest, dann mögen sie das auch.
Also nur soviel, ich bin happy mit meiner Viecherei ;-)

Zuwachs

von links: Arly 1 Jahr, Sämi 1 Jahr und Scooter 2 Jahre
Seit dem 10 Juli haben wir Alpaca Zuwachs und zwar drei Buben (siehe Bild) und ein Mädchen mit Namen Amy. Am Anfang habe ich die Vier getrennt gehalten aber während 2 Stunden standen alle am Zaun und haben sich beschnuppert. So habe ich nach kurzer Zeit das Gate aufgemacht und die Teenager sind gleich zu Tiffany und Aisha hin. Tifffany (14 Jahre) zeigte kein grosses Interesse an den Jugendlichen...sie zog sich in den Stall zurück. Nur als ich sie beim Grasen im Gehege beobachtete, hörte ich wie sie vor sich hinschimpfte. Aisha spuckte jedem der ihr zu nahe kam kräftig ins Gesicht und dabei machte sie gurgelnde Geräusche.
Die Jugendlichen schienen beeindruckt zu sein und zogen sich verunsichert zurück.
Jetzt nach zwei Wochen hat sich auch Aisha beruhigt und alle sechs essen, und schlafen im gleichen Stall nahe beieinander. Sie hätten einen zweites Abteil im Stall, aber das benutzen sie nicht. Alpacas sind Herdentiere......wenn einer rennt, rennen alle ;-)
Unser Plantsch und Badespiel dauert jetzt natürlich um einiges länger, denn auch Amy, Scooter, Arly und Sämi lieben das Wasser aus dem Gartenschlauch

Ich spinne immer noch ;-)


Ich spinne immer noch und ich liebe es mehr und mehr. In den letzten Monaten bin eine begeisterte Spinnerin geworden. Es ist wirklich toll mit dieser Naturfaser zu arbeiten. Ab nächstem Frühjahr werde ich 4 neue Farben dazu bekommen. Die Tiere sind noch jung und die Wolle von sehr guter Qualität. Kürzlich habe ich mir auch einen Karder gekauft so dass ich die Vlies (geschorene Wolle) selber für's Spinnen vorbereiten kann.
Mein Einfrau Betrieb braucht jetzt nur noch Abnehmer für das Produkt. Also Strickerinnen an die Nadeln ;-)

Konferenz der Kleinsten

eigentlich bewundere ich die Dynamik dieser kleinen Eindringlinge aber Asyl in meinem Küchenschrank......nein das ging mir doch zu weit.
Woher sie kommen und wohin sie gehen? Schwer zu sagen. Plötzlich sind sie einfach da. Suchen sich den kürzesten Weg zum Honigglas, Zuckerdose, Knäckebrot oder was immer ihnen gerade wichtig ist. Sie sind bloss 2-3 Millimeter lang aber sehr aufdringlich und hartnäckig. Sorry, aber ich habe ihnen dann diesen Cocktail serviert.....bloss einen Tropfen und der Spuk war in Kürze vorbei.

wieder bluehen die Heckenrosen


dieses Jahr ist alles ein bisschen später. Kein Wunder denn am 10. Juni hat es den ganzen Morgen in dicken Flocken geschneit. Jetzt aber ist es sommerlich warm mit Temperaturen um die 25 Grad und es grünt und blüht wieder auf dem Berg und riechen tut es........ Im Moment sind die Heckenrosen sehr schön. Ich habe schon so viele Bilder gemacht von all den Blumen, die will eigentlich gar keiner mehr sehen ;-) Aber ich bekomme nicht genug davon. Immer wieder kommen neue dazu....der wilde Türkenbund, Honeysuckle, wilde Lupinen, Felder von Margeriten....all die Büsche und Bäume.....die Augen und die Sinne werden so verwöhnt in dieser Jahreszeit.
Wieder einmal möchte ich sagen wie dankbar ich bin, hier zu leben! ;-)

Mitbewohner


Das ist nicht unser neuer Hund......
.....obschon er --- oder sie --- mit seinen Kumpanen auf dem Sunny - Hill lebt.

Heute Morgen auf unserem Spaziergang mit Maite und Cindy, ist er uns Begegnet. Zuerst sass er (der Kojote) nur so da. Er liess sich auch durch mein Rufen nicht beeindrucken. Als er Cindy sah --- sie schlenderte durchs Gestrüpp --- fing er an zu jaeppen und gleichzeitig ging weiter oben ein Geheul los. Cindy und Maite sahen den Kojoten und rannten natürlich zu ihm hin.....von wegen "hier sind wir zuhause"!
Erst rannte er weg, dann drehte er sich um und nahm eine Kampfstellung ein. Das Geheul kam
immer näher und ich schrie immer lauter nach den Mädchen. Sie müssen wohl gespürt haben, dass sie nun besser zurück kommen. Wir sind mit schnellen Schritten den Berg runter, im Rücken immer noch das Geheul der uns folgenden Kojoten.
Für mich war es ein "deja vu" denn an genau der gleichen Stelle hatten wir die Begegnung mit dem Wolf der Gina dann so zugerichtet hatte, dass wir sie ein paar Monate später einschläfern mussten.



Meer, Sonne, Wind und Sand....

Am Atlantik in Frankreich
So sehr ich unseren Sunny - Hill liebe, die Berge, die Bäume und unser Kootenay Valley.....so sehr liebe ich es, am Meer zu sein. Diese unbeschreibliche Bläue des Wassers das fern am Horizont mit dem Blau des Himmels verschmilzt.....der Sand.....weiss und feinkörnig rinnt er durch die Finger oder nervt, weil er sich nie vollkommen aus den Schuhen und Kleidern raus schütteln lässt. Der Wind der manchmal ziemlich heftig durch die Dünen bläst.....das alles habe ich für zehn Tage sehr bewusst genossen und in mir aufgenommen.....wohl wissend, dass ich so schnell nicht wieder dahin zurück kehren kann.
Als ich noch in der Schweiz lebte, fuhren Martin, Christina und ich jedes Jahr nach Frankreich.
Erst in den Süden, dann für viele Jahre an den Atlantik, meistens in der Gegend um Biscarrosse. Damals fuhren wir mit dem Campingbus und Zelt. Ich habe immer gern Camping gemacht.
Jetzt im April, flogen Christina und ich von Genf nach Bordeaux und mit dem Mietauto weiter nach Biscarrosse- Plage, wo wir uns ein kleines Haus mieteten. Ich bin dankbar für die erholsamen und wirklich schönen Tage die Christina und ich dort zusammen verbringen durften.

Winter Blues

....ich bin Maite und ich kann euch sagen.....


....heute kam ich kaum aus meinem Bett raus. Als ich mit einem Auge unter der Decke hervor blinzelte, da dachte ich nur: ohhhh nooooo!! Schon wieder kommt das weisse Zeug vom Himmel. Dabei konnte ich doch schon seit ein paar Tage nach dem Mittagessen meine Siesta draussen an der Sonne verbringen. Sogar mein Frauchen hatte es sich auf einem Stuhl neben mir gemütlich gemacht. Sie streichelt mich dann und sagt dabei: Gell Maite, das ist schön warm hier.......
und jetzt das! Dabei hat mein Frauchen gar keine der farbigen Lichter aufgehängt mmmm.......muss mit was anderem zusammenhängen. Immer wenn mein Frauchen diese bunten Lichter im Wohnzimmer aufhängt und es im Haus so gut riecht, dauert es nicht mehr lange und das weisse Zeug kommt vom Himmel. Schon eine ganze Weile sind die bunten Lichter wieder weggeräumt, aber das weisse Zeug liegt immer noch Meter hoch rum. Man hört gar nicht wenn es kommt, aber am Morgen wenn wir zum Laufen gehen, sinke ich tief ein. Am Anfang freute ich mich darüber, denn wenn ich los rannte, stiebt das weisse Zeug wie eine Wolke. Mein Frauchen freute sich dann und lachte und wir haben Spass. Manchmal gibt es sogar ein Guzzi nach dem Spielen.
Aber jetzt liegt das Zeug schon sooo lange und ich mag es eigentlich nicht mehr. Ich warte auf die Zeit wenn es warm wird und ich mich an der Sonne langstrecken kann......

Heute bin ich traurig

Gina (links) bei ihrem ersten Besuch bei uns....


Heute Morgen kam mir Ginas Halsband in die Hand.....es hängt immer noch an der Garderobe
wo es immer hing. So oft wollte ich es weg legen, bis jetzt habe ich es nicht gemacht.
Der 19. Februar......heute vor 6 Jahren kam Gina das erste mal zu uns zu Besuch. Zwei Tage später kam sie dann zu uns "for good" (oder halt für immer) ;-)

Mir schossen die Tränen in die Augen.....wie oft seit Juli 07 habe ich an Gina gedacht. Eigentlich war sie gar nicht sooo lange bei uns. Aber die Zeit mit ihr war so intensiv. Wenn ich nur daran denke wie oft sie ihre neue Freiheit bei uns ausnützen um auszureissen. Oft kamen sie --- Maite ging natürlich immer mit --- erst am nächsten Tag nach Hause. Müde mit blutenden Füssen und oft auch mit sonstigen Schrammen kamen sie jeweils an geschlichen. Aber immer kamen sie zusammen zurück. Wie oft bin ich über den Berg gegangen und habe nach den Beiden gesucht. Habe vor Wut und Angst geweint und war jedesmal erleichtert wenn sie nach Hause fanden ohne allzu grosse Wunden. Der längste Ausflug dauerte ganze vier Tage und es war Jagdzeit!

Ihr letzter "Ausflug" schaffte Gina im Spätherbst 06. Weil sie damals schon nicht mehr so gut zu Fuss war, fuhren Urs und ich mit dem Traktor den Berg hinauf um die Beiden zu suchen. Auf halber Höhe kam uns Maite humpelnd und mit hängender Zunge entgegen. Sie führte uns dann weiter nach Oben wo Gina erschöpft in einem Schlammloch lag um sich abzukühlen. Hätten wir sie nicht gefunden und mit dem Traktor nach Hause gebracht, es wäre wohl ihr Ende gewesen. Da oben wo der Busch dicht ist und selten einer hinkommt, haben wir schon verschiedentlich Wölfe, Bären und auch Cougars gesehen......
Ach unsere Gina.....sie musste so vieles nachholen......




Wir sprechen "Schwenglisch"


Ich fand es immer komisch wenn Menschen, kaum leben sie ein paar Jahre im Ausland, nicht mehr richtig ihre Muttersprache sprechen. So was könnte mir nie passieren! Wie habe ich mich doch getäuscht. Seit fast acht Jahren spreche ich nur noch Englisch, mit unseren Freunden Hochdeutsch und eben mit Urs Schwenglisch. Telefoniere ich mit Freunden aus der Schweiz, dann gebe ich mir grosse Mühe ja nicht zu "schwenglen".
Well.....das ist oft gar nicht so einfach.......ohhh Du weisst nicht was "Schwenglisch" ist? Hier ein Muster:
Urs: somehow suche ich meinen screwdriver......wo ist überhaupt meine toolbox?
Ursina: I don't know....wo deine tools sind. But ich habe sonst einen Schraubenzieher hier....
Urs: der geht nicht, I need a bigger one....ich gehe runter zum shop, maybee er ist dort.
Ursina: ich fahre mit Eileen to town für groceries.
Urs: mine as well wenn du nach Creston fährst, bring mir doch some tobacco please.......
und so weiter......
Urs lebt schon länger in Canada als er je in der Schweiz lebte. Die Jahre bevor wir uns kennen lernten, war er nicht mehr so oft mit Schweizern zusammen gewesen. Einfachheithalber (was für ein Wort!) habe ich die Wörter die Urs immer in Englisch sagt, auch übernommen. Manchmal habe ich das Gefühl, er ist mit meinem Berndeutsch etwas überfordert. Mir wird der (Sprach-)Aufenthalt in der Schweiz gut tun. Mich wieder mal in meiner Muttersprache zu unterhalten wird hoffentlich mein Sprachzentrum wieder ins Lot bringen ;-)