Heute bin ich traurig

Gina (links) bei ihrem ersten Besuch bei uns....


Heute Morgen kam mir Ginas Halsband in die Hand.....es hängt immer noch an der Garderobe
wo es immer hing. So oft wollte ich es weg legen, bis jetzt habe ich es nicht gemacht.
Der 19. Februar......heute vor 6 Jahren kam Gina das erste mal zu uns zu Besuch. Zwei Tage später kam sie dann zu uns "for good" (oder halt für immer) ;-)

Mir schossen die Tränen in die Augen.....wie oft seit Juli 07 habe ich an Gina gedacht. Eigentlich war sie gar nicht sooo lange bei uns. Aber die Zeit mit ihr war so intensiv. Wenn ich nur daran denke wie oft sie ihre neue Freiheit bei uns ausnützen um auszureissen. Oft kamen sie --- Maite ging natürlich immer mit --- erst am nächsten Tag nach Hause. Müde mit blutenden Füssen und oft auch mit sonstigen Schrammen kamen sie jeweils an geschlichen. Aber immer kamen sie zusammen zurück. Wie oft bin ich über den Berg gegangen und habe nach den Beiden gesucht. Habe vor Wut und Angst geweint und war jedesmal erleichtert wenn sie nach Hause fanden ohne allzu grosse Wunden. Der längste Ausflug dauerte ganze vier Tage und es war Jagdzeit!

Ihr letzter "Ausflug" schaffte Gina im Spätherbst 06. Weil sie damals schon nicht mehr so gut zu Fuss war, fuhren Urs und ich mit dem Traktor den Berg hinauf um die Beiden zu suchen. Auf halber Höhe kam uns Maite humpelnd und mit hängender Zunge entgegen. Sie führte uns dann weiter nach Oben wo Gina erschöpft in einem Schlammloch lag um sich abzukühlen. Hätten wir sie nicht gefunden und mit dem Traktor nach Hause gebracht, es wäre wohl ihr Ende gewesen. Da oben wo der Busch dicht ist und selten einer hinkommt, haben wir schon verschiedentlich Wölfe, Bären und auch Cougars gesehen......
Ach unsere Gina.....sie musste so vieles nachholen......




Wir sprechen "Schwenglisch"


Ich fand es immer komisch wenn Menschen, kaum leben sie ein paar Jahre im Ausland, nicht mehr richtig ihre Muttersprache sprechen. So was könnte mir nie passieren! Wie habe ich mich doch getäuscht. Seit fast acht Jahren spreche ich nur noch Englisch, mit unseren Freunden Hochdeutsch und eben mit Urs Schwenglisch. Telefoniere ich mit Freunden aus der Schweiz, dann gebe ich mir grosse Mühe ja nicht zu "schwenglen".
Well.....das ist oft gar nicht so einfach.......ohhh Du weisst nicht was "Schwenglisch" ist? Hier ein Muster:
Urs: somehow suche ich meinen screwdriver......wo ist überhaupt meine toolbox?
Ursina: I don't know....wo deine tools sind. But ich habe sonst einen Schraubenzieher hier....
Urs: der geht nicht, I need a bigger one....ich gehe runter zum shop, maybee er ist dort.
Ursina: ich fahre mit Eileen to town für groceries.
Urs: mine as well wenn du nach Creston fährst, bring mir doch some tobacco please.......
und so weiter......
Urs lebt schon länger in Canada als er je in der Schweiz lebte. Die Jahre bevor wir uns kennen lernten, war er nicht mehr so oft mit Schweizern zusammen gewesen. Einfachheithalber (was für ein Wort!) habe ich die Wörter die Urs immer in Englisch sagt, auch übernommen. Manchmal habe ich das Gefühl, er ist mit meinem Berndeutsch etwas überfordert. Mir wird der (Sprach-)Aufenthalt in der Schweiz gut tun. Mich wieder mal in meiner Muttersprache zu unterhalten wird hoffentlich mein Sprachzentrum wieder ins Lot bringen ;-)

Die Siesta - Meditation


Normalerweise nutze ich den täglichen "walk" mit meinen Hunden, um auch einen kurzen Moment inne zu halten und mich beim lieben Gott dafür zu bedanken, dass es uns hier auf dem Sunny - Hill so gut geht, dass wir alles haben was wir brauchen und dass wir alle gesund sind.
In den letzten Tagen war es ziemlich kalt und es schneite auch wenn ich unterwegs war. So nahm ich mir vor, nach dem Lunch Zeit für meine kleine "Meditation" zu nehmen. Gedacht getan! Nach dem Lunch verzog ich mich in mein Zimmer, stellte leise Musik ein und legte mich auf den Futon. Nach ein paar Minuten hörte ich das leise Trippeln von Maite unserem Boxer. Sie suchte und fand mich! Entschlossen legte sie sich zu mir auf den Futon, Kopf auf meine Füsse. O.k. Ich probierte mich auf meinen Atem zu konzentrieren als Cindy unser Berner in mein Zimmer kam. Sie sah erst mich an, dann Maite um genauso entschlossen auf dem Futon Platz zu nehmen. Ganz nahe kuschelte sie sich an meine Seite und drückte mir dabei ihre feuchte Nase direkt ins Ohr. Sie seufzte tief und zufrieden und ich probierte mich erneut auf meinen Atem zu konzentrieren. Esther unser kleines Katzenmädchen wollte aber nicht allein bleiben und schloss sich uns an. Ein kleiner Platz an meiner anderen Seite war ja noch frei! So, endlich war Ruhe! Erneut nahm ich einen Anlauf und konzentrierte mich auf meinen Atem............Eine gute halbe Stunde später wachte ich auf, weil Maite so laut schnarchte. Ich hatte tief und fest geschlafen. Nemo unser Kater hat sich auch noch dazu geschlichen und lag zusammengerollt auf meinem Bauch. Was für eine schöne Siesta.

Was fuer ein Tag.....so schoen!

Tiffany und Aisha kommen sich ihren
Salat-Apfel-Karotten-Mix abholen.
Heute war wieder mal einer dieser Tage wo man einfach nur immer wieder sagt: so schön!
Wir haben sehr viel Schnee....pulvrig leicht knirscht er unter den Schuhen. Die Sonne scheint heute von einem blauen Himmel wie er blauer nicht sein könnte. Die Bäume sind voll weisser Kristalle die die Kälte jedesmal wieder neu zaubert. Ein kurzer Blick auf das Thermoter zeigt mir, dass ich mich heute für den "walk" mit den Hunden warm anziehen muss. Meine beiden Mädchen können kaum warten bis es endlich losgeht. Aber zuerst bekommen die Alpacas ihr Frühstück. Geduldig warten Maite und Cindy bis ich damit fertig bin. Urs hat die Strasse den Berg hinauf ein bisschen mit dem Traktor gepflügt.....wenigstens die ersten paar hundert Meter. Nach einer halben Stunde Marsch, ziehe ich meine Handschuhe aus. Trotz den 23 Grad minus ist mir warm geworden. Ich bleibe immer wieder stehen und sehe mich um. Wie wunderschön ist es doch hier, ich kann mich nicht satt sehen. Mir wird jedes mal das Herz ganz weit und ich fühle eine unendliche Dankbarkeit, dass ich hier leben darf. Fast könnte ich vergessen, dass es nicht überall auf dieser Welt so friedlich ist. Um das Bild abzurunden tauchen plötzlich "meine" Hirsche auf. Auf ihrem Weg nach oben kann ich sie eine ganze Weile beobachten. Sie dampfen und aus ihren Nüstern kommen richtige Wolken. Ob Du es glaubst oder nicht, aber es gibt bestimmt keinen schöneren Fleck auf dieser Erde als unser Kootenay Valley......wenigstens für mich ;-)

Elchgeschichten......

Da habe ich doch in meiner letzten Geschichte geschrieben, dass ich in diesem Winter noch keinen Elch gesehen habe.......nur ihre Spuren.
Heute auf dem Spaziergang mit den Hunden, habe ich sie gesehen die Elchdame. Hochbeinig schlenderte sie durch den hohen Schnee. Sie war nicht soooo nah, aber ihr Anblick genügte, um meinen Herzschlag auf 180 zu beschleunigen. Was für ein Privileg...einem so grossen und stattlichen Tier in der freien Natur zu begegnen.
Den ersten Winter den ich in Kanada erlebte, wohnten wir in Creston und noch nicht auf unserem Sunny - Hill. Aber ich fuhr mit Maite fast jeden Nachmittag raus zum Laufen und um an der Sonne zu sein. Es war wie Dauerurlaub ;-)
Auf einer unserer Wanderungen durch den Schnee, machte Maite Bekanntschaft mit einer Moosekuh. Maite war noch sehr jung --- kein Jahr alt --- und unbeschwert. Ich hatte sie für einen kurzen Moment aus den Augenverloren. Als ich sie etwas abseits im Busch stehen sah, ging ich auch hin --- ich war genau so ein Grünschnabel :-) --- um zu sehen was Maite so interessantes gefunden hatte. Ich war nur noch ein paar Meter von Maite weg, als ich das Objekt der Neugier sah.
Eine Elchkuh stand nur ca 3 Meter von Maite entfernt und die Beiden sahen sich stumm an.
Plötzlich drehte sich die Elchkuh weg und verschwand im Busch.
Geschockt blieb ich noch eine weile stehen ....mein Herz klopfte zum zerspringen.
Ein anderes mal, wir wohnten nun auf dem Berg und Urs und ich sassen beim Abendessen unter den Bäumen, hörten wir Geräusche im Busch. Kurz darauf streckte eine Moosekuh ihren Kopf aus dem Gebüsch. Uns blieb fast der Bissen im Hals stecken und wir trauten uns kaum zu Atmen. Nur ein paar Meter von uns entfernt, kam diese Elchkuh mit zwei kleinen Kälbchen durch den Busch gestampft. Sie beschnupperten Sträucher, knapperten an den Bäumen und
verschwanden genau so wie sie auftauchten..... im Busch. Wir erzählen noch heute gerne von dem besonderen Erlebnis mit der Elchkuh und ihren Zwillingen.

Spuren im Schnee

Sobald der erste Schnee den Sunny - Hill zudeckt, wird es interessant. Klar und deutlich zeichnen sich die vielen verschiedenen Spuren vom Wild im Schnee ab.
Liegt der Schnee dann tiefer, sieht man kleine Pfade die sich kreuz und Quer über den Berg
ziehen. Auch ich mache auf den Spaziergängen mit Maite und Cindy kleine Pfade, sonst ist das
laufen ohne Schneeschuhen unmöglich. Mache ich einen Tritt aus der Spur raus, versinke ich
knietief im Schnee. Ich sehe, dass auch die Tiere meine Pfade benutzen. Nur die Moose ( Elche)
haben es nicht nötig in meinen Spuren zu laufen. Diese grossen Tiere hinterlassen einen "Schuhabdruck" viel grösserer als ein Pferd und am hinteren Ende kann man zwei kleine Eindrücke von Zehen sehen. Diesen Winter sehe ich an den Spuren, dass eine Mooskuh mit ihrem Kalb regelmässig den Berg raufgeht. Gesehen habe ich die Tiere bis jetzt noch nicht.
Dafür sehe ich regelmässig ein paar Hirsche. Schön sehen sie aus im Winter...... das Fell dunkelgrau und dicht. Trägt der Wind unseren Geruch den Tieren nicht zu, bleiben sie einfach stehen und warten ab. Schon oft konnte ich Hirsche beobachten die nicht mal 50 Meter von mir
weg stehen blieben. Sie hinterlassen überall Nester wo sie schlafen. Manchmal bis zu 18 an einem Platz. Dann gibt es tonnenweise Hasenspuren und ich habe noch NIE ....nicht mal einen Hasenschwanz gesehen! Dann die kleinen, zierlichen Abdrücke der Rehe und die nervös wirkenden Spuren der Kojoten. Die erkenne ich aber eher an ihrer "Hinterlassenschaft".
Einmal habe ich etwas gesehen, was ich nicht kannte. Da waren Blutspuren und links und rechts davon --- mehr als einen halbenMeter breit --- war der Schnee irgendwie losgemacht. Es kann sich dabei nur um einen grossen Vogel handeln der seine Beute --- vielleicht einen Hasen! --- am Boden geschlagen hat. Ich habe es danach noch mehrmals gesehen und beim letzten mal waren ganz deutlich Flügelschlagspuren zu erkennen.
Es ist spannend die verschiedenen Spuren und Zeichen irgendwem oder irgendwas zu zuordnen.

Jahreswechsel

Bild vom 24. 12. 2007
Allen Besuchern --- seien sie durch "Zufall" oder gezielt auf meine Seiten gestossen --- wünsche ich alles Gute, viel Glück und gute Gesundheit für das kommende neue Jahr.
Auch wir auf dem Sunny - Hill schauen dankbar auf das verflossene Jahr zurück.
Viele schöne Momente waren uns beschert und gleichzeitig haben wir auch trauriges erfahren. Aber wer sagt denn dass das Leben einfach sei?
Also, in alter Frische sehen wir uns wieder.......
In diesem Sinn....freu ich mich auf ein "Wiederlesen"
eure Ursina


Der Streuner.....Teil 2

Letzte Woche besuchte ich meine Nachbarin Eileen. Sie ist 75 Jahre alt und lebt von Montag bis Freitag allein in ihrem Haus. Ihr Sohn arbeitet in Calgary und kommt nur am Wochenende nach Hause. Eileen ist nicht mehr gut auf den Beinen und darum erledige ich für sie die Einkäufe.
Letzte Woche als ich mich von Eileens Haus auf den Heimweg machte und auf die Highway einbog, stand er mitten auf der Strasse. Ich war überrascht und erfreut zu gleich. Da kein Auto zu sehen war, bog ich rechts an den Strassenrand und liess die Scheibe runter. Mit den Worten:
"good boy.....comon .....what a good boy" probierte ich ihn zum näher kommen zu überreden.
Der Streuner aber überquerte die Strasse von mir weg und beäugte mich misstrauisch.
Ich stieg aus und sprach weiter zu ihm. Er aber wollte nicht auf mich hören.....und ergriff die Flucht ....... rannte in den Busch. Als er mir seine Rückseite zukehrte sah ich, dass er frisches Blut am Hinterteil hat. Mein erster Gedanke war, dass er von jemandem mit einer Ladung Schrott vertrieben wurde.
Ich fuhr die 500 Meter nach Hause und entlud meinen Truck. Dann fuhr ich, obschon es schon kurz vor dem eindunkeln war, noch einmal los. Ich konnte mich nicht mit der Tatsache zufrieden geben, dass dieser verletzte Hund bei Temperaturen von minus 18 Grad draussen bleiben würde.
Meine Suche jedoch blieb ohne Erfolg. Frustriert fuhr ich noch bei Len und Jessy vorbei ..... vielleicht könnten wir ja gemeinsam...... aber in der Zwischenzeit war es dunkel geworden und die Chance dass wir ihn finden, wurde immer kleiner. Len sagte mir, eine Frau von Yahk (unser Nachbardorf Richtung Cranbrook) hätte auch schon versucht das Tier mit Futter anzulocken um es einzufangen. Ohne Erfolg....der Hund kam trotz Futter nicht näher.
Was muss er in seinem Leben schon alles erlebt haben.
Ich fühle mich so elend mit dem Wissen, dass er da draussen ist. Jedes mal wenn ich die Kojoten heulen höre, denke ich an ihn. Kojoten riechen verletzte Tiere über eine grosse Distanz und dann hat der Streuner keine Chance.
Ja.....auch das ist Kanada.

Der Streuner.....

Zur Zeit gibt es kein Bild vom Streuner.....

Das erste mal gesehen habe ich den Streuner ende September. Es war ein regnerischer Tag als der Hund mir entgegen kam. Nass bis auf die Haut und mit hängendem Kopf lief er der Highway entlang. Es war ein Refelx der mich den Fuss vom Gaspedal nehmen lies. Ich schaute in den Rückspiegel und sah, dass der Hund stehen bleibt und sich nach mir umdreht.
Ich konnte nicht anhalten und ich glaubte auch, dass das Tier nur zu Hause ausgerissen war und nun auf dem Heimweg ist.
Als ich dann zwei Wochen später nach Cranbrook fuhr, sah ich den Streuner wieder. Diesmal schien die Sonne und er trabte gelassen der Highway entlang, ein ganzes Stück weg von wo ich ihn zum ersten mal gesehen habe. Ich fuhr weiter, dachte nicht mehr daran.
Unsere Begegnungen wiederholten sich noch ein paar mal und immer erlebte ich die gleiche Szene.
Letzthin habe ich mich mit unserem Nachbar unterhalten und wir sind auf den Streuner zu Sprechen gekommen. Len hatte ihn auch gesehen und er glaubt zu wissen, dass er niemandem in der Nachbarschaft gehört.
Seitdem lassen mich die Gedanken an diesen Hund nicht mehr los. Immer wieder sehe ich ihn vor meinem inneren Auge, wie er sich nach mir umdreht, als warte er auf jemanden ...."seinen" Menschen vielleicht?
Als ich vor ein paar Tagen Len wieder sah, sagte er mir, er glaube, dass er den Hund überfahren am Strassenrand liegen sah. Das sei zu erwarten gewesen.....früher oder später.
Ein kurzer Stich bohrte sich bei diesen Worten in mein Herz und ich machte mir Vorwürfe.
Warum habe ich mir nie die Zeit genommen um mich um das Tier zu kümmern?
Am vergangenen Mittwoch fuhr ich unsere Nachbarin nach Creston rein und wen sehe ich am
Strassenrand? Mein Streuner!
Nun nehme ich mir fest vor, das nächste mal wenn ich ihn wieder sehe den Streuner, werde ich stoppen und ihn überreden mit mir zu kommen. Vielleicht wartet er nur darauf dass sich endlich ein Mensch die Zeit nimmt und zu ihm spricht.
Gestern Morgen gab es den ersten Schnee und es liess mir keine Ruhe.....ich musste einmal der Highway entlang fahren um nach dem Streuner zu sehen. Er war nicht da. Aber ich werde weiterhin meine Augen für ihn offen halten.
Er oder sie --- trägt ein Halsband. Wurde er ausgesetzt? Ist er ausgerissen? Hat man ihn irgendwie vergessen?
Eine Antwort auf diese Fragen werde ich wohl nie finden. Aber vielleicht hat diese kleine Geschichte einmal eine Fortsetzung......und ein happyend.

I,m nun Kanadierin ;-)




Oath of Citizenship
I affirm that I will be faithful and bear true allegiances to
Her Majesty Queen Elizabeth the Second, Queen of Canada,
Her Heirs and Succsessors, and that I will faithfully observe
the laws of Canada and fulfil my duties as a Canadian citizen.

Am 7. November 2007 habe ich --- mit etwa 60zig anderen Anwärter/innen --- diesen Eid abgelegt und nun bin ich eine Kanadische Staatsbürgerin. Die Feier war schön und wir wurden von einem Richter und prominenten Politiker herzlich willkommen geheissen. Schulkinder sagten ein Gedicht auf und haben Lieder gesungen. Man würdigte die Veteranen, lobte Kanada als der schönste Platz wo man als Mensch leben kann. Die Kanadier sind wirklich Patrioten und irgendwie liebe ich das.
Hat oder wird sich nun für mich in Zukunft was ändern? Nicht wirklich und doch - mehr ggefühlsmäßig. Ich lebe in diesem Land, hier fühle ich mich wohl und ich möchte mich als angenommen und integriert sehen. Was ist also näherliegend als sich um die Staatsbürgerschaft zu bewerben? Ich darf nun auch wählen und in allen Dingen mit Abstimmen.
Ich musste meine Schweizerbürgerschaft nicht abgeben, ich bin jetzt einfach Doppelbürger: Kanada-Schweiz ;-) und darüber freue ich mich!