Spaziergang.......

  
    Gleich nach dem Lunch fuhren wir zum Bauplatz von unserem Haus, wir mussten was ausladen. Heute ist das Wetter so schön und warm (25°) und so fragte ich Urs, ob er mitkommt auf einen kurzen Spaziergang. Wir hatten weder Bärspray noch was zum Trinken mit uns, darum wollten wir nicht weit in den Busch gehen.
 


Auf der ersten Lichtung sind die zwei Stühle dem Übermut der Bären schon wieder zum Opfer gefallen! Vielleicht sollten wir es im Frühjahr mit etwas robusteren probieren. :-)


Was haben wir doch für ein schönes Grundstück zum Laufen. Die Hunde blieben zuhause, weil ich den Fotoapparat mitgenommen hatte und weil ich ein bisschen in Ruhe die Natur geniessen wollte. Mit den Hunden war ich schon heute Morgen auf einem Walk durch den herbstlichen Wald. Obschon, eigentlich ist es doch noch recht grün bei uns.


Bis zum Grufti sind wir gegangen. Geht man mit mir über den Berg, dann braucht es schon ein bisschen Geduld. Mal gehe ich durch den Busch, da sieht es aus wie in einem Naturpark.....alles liegt kreuz und quer.


Im Frühjahr bis zum Sommer fliesst hier auch ein kleiner Creek (Bach) durch, Auch heute war alles feucht weil es da viel Schatten gibt und es erst kürzlich geregnet hatte.


Dann liege ich wieder auf dem Bauch um das Moos auf einem Bild festzuhalten.......


oder ein anderes Bild das ich wunderschön finde!


Eine kleine Welt für sich......


In der Zwischezeit begutachtete Urs den Baum den er demnächst zu Brennholz verarbeiten muss. Es ist eine Balsam fir.....weiss gar nicht wie der Baum auf Deutsch heisst. Sein Holz ist sehr leicht und harzig.

 
Am Stamm hat es viele dieser kleinen "Büggeli" und wenn man  da darauf drückt, spritzt Harz raus und es riecht sehr stark, aber eigentlich angenehm.


Zwei Stunden brauchten wir für den kurzen Spaziergang, es ist halt im Moment wirklich sehr schön im Busch und ein paar Mal haben wir uns hingesetzt den vielen Geräuschen zugehört......

Ein kurzer Ausflug


Es ist Herbst, eine wunderschöne Zeit zum Reisen. Eigentlich hatte ich einen Trip nach Smithers zu unseren Freunden, Fred und Ursi geplant. Irgendwie fühlte ich aber, dass es keine gute Idee wäre, für fast 2 Wochen wegzubleiben. Urs hat immer noch Fäden in seiner Fingerkuppe und mein Nacken reagiert auch immer noch empfindlich auf lange Fahrten. Als kleines Trostpflaster plante ich nur einen kurzen, 3tägigen Ausflug nach Lake Louise, Golden und übers Okanagan Valley zurück nach Creston.
Die Fahrt durch den Kootenay National Park war wunderschön, ich hatte aber auch drei sonnige, warme Tage erwischt! Die Berge hatten schon den ersten Schnee und weiter unten die leuchtend gelben Bäume im Herbstlaub.


In Lake Louise angekommen musste ich feststellen, dass ich nicht die Einzige war, die diese Gegend geniessen wollte. Kein Parkplatz, alles war besetzt und Lake Louise platzte fast aus den Nähten. Da wollte ich mich nicht auch noch der Menschenmenge anschliessen und so bin ich kurz entschlossen weitergefahren. Ich kann ein anderes Mal zum Chateau und zum See fahren......


Dieses Bild ist vom Rogers Pass......aber auch da, so viel Verkehr. Das hatte ich so noch nie erlebt. Überall Camper, Wohnwagen, Anhänger mit Boot und auch viele Biker und jeder hatte es "pressant."
Well.....es ist halt wirklich eine schöne Strecke und eine wunderschöne Gegend.


Dieses Bild entstand kurz bevor man aus den Rockies rausfährt, Richtung Sicamous BC. Ich machte oft einen Halt um die wunderbare Aussicht zu geniessen, habe mir meine Zeit genommen.


Was ich immer wieder ganz toll finde ist, dass man trotz allem noch Seeufer findet wo kein Mensch sitzt oder sünnelet. Ich war allein, ass mein Sandwiche und genoss die Wärme der Sonne. Es war so ruhig, obschon die Strasse gleich beim See vorbei führt. Ein See ganz allein für mich!


Bevor ich über den Kootenay Pass nach Hause fuhr, machte ich noch Halt im Nancy Greene Provincial Park. Das ist nur etwa zwei Stunden von Creston entfernt und ich war schon öfters für eine kurze Auszeit an diesem Platz. Glücklich kam ich nach 1400 Km wieder gesund und zufrieden zuhause an.
Nun kann der Winter kommen, ich bin bereit......na ja vielleicht nicht gerade in den nächsten paar Wochen :-)

Es wird Herbst



Es ist nicht mehr zu übersehen, es wird Herbst! Der Zwetschgenbaum trägt in diesem Jahr mehr Früchte als im letzten und sie sind schon fast reif. Ich freu mich auf die Ernte. Es ist das zweite Jahr, wo der Baum nun Früchte trägt.


Ums Haus ist der Boden übersät mit Tannenzapfen, die fleissige Eichhörnchen unter lautem Gezeter tagelange von den Bäumen fallen liessen. Die Zapfen sind jetzt aufgegangen und der Wind trägt sie überall hin. Die harzigen Dinger kleben an den Hundepfoten und im Pelz und an unseren Schuhen. Überall liegen sie herum......es ist Herbst!


.....und es ist wieder Zeit daran zu denken, Feuerholz zu machen. Wir haben noch genug vom letzten Jahr, trotzdem müssen ein paar Bäume die am Boden liegen, weggeräumt werden.


Beim Hausbau hat es einen Stopp gegeben, Urs hat sich vor 2 Wochen mit der Kreissäge die Fingerkuppe (fast) abgeschnitten. In der Notfall hat man ihm das "Fingerbeeri" wieder angenäht, aber es ist noch nicht sicher, ob es wieder zusammenwächst. Die Zeit wird es zeigen. Jetzt heisst es geduldig sein und warten, mit Arbeiten am Haus ist vorläufig nichts!


......und worauf wir uns alle freuen ---- und ich meine alle!---- ist auf ein Feuer im Garten und einen Cervelat! Es ist Herbst.....die schönste Jahreszeit für mich!

wir haben es nicht geschafft......

Mein kleiner Winzling ist letzte Nacht eingeschlafen......
Warum wir es nicht geschafft haben, ich weiss es nicht. In der Zeit hatten wir für Stunden einen Stromunterbruch. Das heisst, ich konnte ihm sein Kissen nicht warm machen auf dem er schlief. So kleine Wesen können ihre Körpertemperatur noch nicht allein regulieren. Für Stunden habe ich das kleine Baby mit mir herumgetragen, damit es nicht zu sehr unterkühlt. Ob dann zwei kalte Mahlzeiten zu viel waren? Wegen dem Stromausfall konnte ich die Milch nicht warm machen. Bis da ging's ihm ganz gut. Der Kleine ( ich wollte ihm den Namen Moritz geben) hatte auch schon zugenommen (von 33 gr auf 36 gr) und darum war ich so zuversichtlich.
Nach jeder Mahlzeit musste der Kleine versorgt werden, als ob seine Mutter ihn säubern würde. Das habe ich mit einem feuchten Wattestäbchen gemacht. Dabei konnte ich sehen, wie wichtig der Kontakt zur Mutter ist. Er hat sich bei der Prozedur gestreckt und seine Beinchen ganz lang gemacht und ich habe geputzt, gekitzelt und mich amüsiert, wie so ein Winzling diese Berührungen geniessen kann. Am Schluss kam das Wichtigste: Das Verdauungsritual. Der kleine Bauch musste nach dem Essen --- wieder mit dem Wattestäbchen ---- sanft massiert und für die Kotabgabe stimuliert werden. Da geht von allein noch gar nichts.
Kam dann das angestrebte Resultat, freute ich mich, denn das sei ein gutes Zeichen, habe ich gelesen.
Alles hat gut funktioniert und trotzdem hat es nicht geklappt.....eine Mutter ist halt schwer zu ersetzen. War es die Milchmischung......die fehlende Wärme, das kalte Essen.....ich weiss es nicht.
Mein Baby war noch sehr klein und ich unerfahren in der Aufzucht. Trotzdem bin ich dankbar, dass ich es für 3 Tage beobachten, hegen und pflegen durfte. Ich glaube nicht, dass der kleine Moritz gelitten hat.....er ist in meiner Hand einfach eingeschlafen.

A tiny little Baby


Gestern Morgen, Urs und ich waren mit den Hunden beim neuen Haus, als Chica immer wieder zum Traktor ging. Er war seit etwa einer Woche da parkiert. Sie schnüffelte, bellte und war ganz aufgeregt. Ich ging zu Chica um zu sehen ob sich ein Streifenhörnchen im Traktor verirrt hatte. Alles suchen brachte nichts, ich konnte nichts sehen oder finden.
Urs meinte dann:"Vielleicht unter der Haube?" So öffnete er die Haube vom Traktor und wirklich......da war ein Pack Rat Nest! Es war leer und weil der Traktor noch nicht so lange unbenutzt da stand, konnte auch noch nicht viel mit dem Nest angehen. Urs nahm es weg und wir nahmen natürlich an, dass auch die Ratte die zum Nest gehört, längst das Weite gesucht hatte.
Urs wollte den Traktor sowieso um parkieren, weil er ihn zum Steine holen benutzen möchte. Im selben Moment wo er den Traktor startet, flogen Fellteile aus dem Motor! Oh my goodness.....die Ratte hatte sich also immer noch irgendwo unter der Haube im Motor versteckt gehalten. Das war ihr Todesurteil. Obschon diese Pack Rats "e pain in the neck" sind, tat es uns nun doch leid.  Am Abend fing Urs noch einmal damit an......dass er doch besser hätte kontrollieren sollen und so weiter. Aber es war nun mal geschehen.

Heute Morgen, als wir wieder zum Laufen mit den Hunden beim Haus waren, ging Chica sofort in mein zukünftiges Schlafzimmer (das Haus ist immer noch offen) und blieb wie angewurzelt stehen. Ich folgte ihr und sah es auch. Auf dem nackten Boden lag ein munzig kleines Rattenbaby und schrie. Oh nein.....das hängt bestimmt mit dem Vorfall von gestern zusammen. Aber wie kommt dieses Baby ins Haus? Ein anderes Baby lag Tod beim Traktor am Boden.
Ich hob das kleine, schreiende Wesen auf und setzte mich hin. Ich weiss nicht wie lange das Kleine schon dagelegen hat.......es fühlte sich ziemlich unterkühlt an. Sein Fell ist schon ausgeprägt, die Ohren offen aber die Augen sind immer noch geschlossen und es hat 2 ganz kleine Zähnchen.

 
Baby nach dem Essen

Das heisst laut Google, dass das kleine Kerlchen so um die 10-12 Tage sein muss.
Ich habe es nun nach Hause genommen und probiert ihm ein bisschen verdünnte Milch einzutröpfeln. Es hat geschluckt und ich freute mich. Dann habe es an meinen Körper genommen und erwärmt und massiert.....muss man machen wegen der Verdauung....weiss ich dank Google.
Ich habe aber auch gelesen, dass es möglich wäre, dass eine andere Ratte das Kleine geholt hatte und wir sie bei der Aktion gestört haben. Ratten seien untereinander sehr sozial und würden sich der Kinder einer anderen Mama annehmen. Darum werde ich das Kleine mit samt dem Karton --- wo es warm und geschützt liegt --- wieder nach oben bringen. Werde natürlich immer kontrollieren und wenn es nicht geholt wird, wieder füttern.



Beim Aufwärmen
 

Im Internet habe ich auch gelesen, dass sie so mit 3-4 Wochen wieder "ready to go" sind. Warten wir mal ab was passiert......wir fühlen uns nun doch verantwortlich für das tiny Baby!



Die grüne Oase auf dem Sunny-Hill

 
 
Vor ein paar Tagen (mitte Juli), waren Urs und ich ins Grufti gefahren, um nachzusehen, wie es mit dem Wasser steht. Im Frühjahr ist das Biotop voll. Je nach dem wie warm die nächsten Wochen dann werden, trocknet es früher oder später ab.

 
 
Vor 2 Tagen sah das Biotop so aus. Das feine Sumpfgras sieht von weitem richtig seidig aus und es glänzt wenn der Wind hindurch streicht. Im Mai war es ziemlich warm --- um die 30°. Dann wurde es wieder kühler und es regnete auch öfters.
Im Moment ist es bei uns wechselhaft und um die 23° - 25°, also angenehm.
 
 
Der Boden um die grossen Moorbirken ist immer noch weich.  Im Frühjahr stehen sie in diesem dunklen Wasser.
 

 
Auch das Gras im Grufti ist jetzt ziemlich hoch und man kann die Spuren der Tiere nicht mehr so gut erkennen. Als wir durch das kleine Valley marschierten, haben wir einen Bären aufgeschreckt. Wir konnten ihn riechen, haben ihn aber nicht gesehen. Das ist gut so.....
 
 
Weil es schon Mittag war, haben wir ausser ein paar Rehen und den Erdmännchen nichts gesehen.
 
 
Ich liebe diesen Platz auf unserem Berg. Er zeigt sich immer wieder anders.....
ein grünes Paradies, voll Ruhe und Harmonie.......zum Auftanken!
 
 
 

Die Wanderdrossel


Ein Robin oder Wanderdrossel

Anfang Mai habe ich vor unserem Haus in den Pappeln ein Vogelnest entdeckt. Ein Robin Paar (sie gehören zu der Drosselfamilie) flog emsig hin und her und schon bald sah ich, dass immer eines der Eltern auf dem Nest sass.


Aufmerksam beobachtete ich das Treiben mit dem Fernglas, damit sich die Eltern nicht gestört fühlten. Aber schon nach einer Woche duldeten sie uns, wenn wir draussen --- unser Tisch steht ganz in der Nähe im Schatten der Bäume --- am Mittag unseren Lunch assen.
Ich konnte es kaum erwarten bis die Jungen schlüpften und ich zum ersten Mal die Fütterung der Kleinen beobachten konnte.


Vor ungefähr 2 Wochen konnte ich dieses Bild machen.....2 kleine Robinkinder. Ich freute mich sehr und wenn ich am Morgen aufstand, tat ich als erstes einen Blick auf das Nest um zu sehen, ob noch alle da sind.

Gestern machte ich nun dieses Bild. Die jungen Drosseln sind schon richtig gross geworden und das Nest fast zu klein. Besorgt habe ich immer wieder nachgesehen, denn die Jungvögel, turnten gefährlich nah am Nestrand.


Zum Glück machte ich dieses Foto noch, denn nur ein paar Stunden später war das Nest verlassen und leer und die Jungmannschaft ausgeflogen!

Steine, nichts wie Steine.....

und Urs hat wirklich nicht's besseres zu tun, als noch mehr Steine zu sammeln.....und zwar in seinen Nieren......Nierensteine!!!

Letzten Samstag, waren wir bei Phil und Caroline und haben unsere wöchentliche Ration an Eier abgeholt, als Urs plötzlich aufstand, die Hand in den Rücken presste und sagte: Ich glaube ich habe wieder einen Stein. Es fühlt sich genau so an wie vor ein paar Jahren, als ich einen Gallenstein "stuck" hatte.
Sein Zustand verschlechterte sich rapide und es blieb nichts anderes zu tun als in die Emergency nach Creston zu fahren. Dort begann die übliche Prozedur: Blutdruck und Temperatur  messen und eine IV stecken damit er gleich ein Schmerzmittel bekommen kann und viele Fragen beantworten. Trotz den Medikamenten krümmte sich Urs immer wieder vor Schmerz und ich massierte so gut es ging den schmerzenden Rücken. Nach einer Dreiviertelstunde bekam er noch mal eine Spritze, die diesmal den Schmerz stillen konnte. Dann wurde Urs zum Röntgen geholt und ich fuhr in der Zwischenzeit mal nach Hause. Die Hunde waren nun schon lange allein und es war Zeit zum Füttern.
Zudem konnte ich für Urs im Moment nichts tun, er döste vor sich hin und wartete auf den Arzt und den Bericht wie es weitergehen soll.

Eine Stunde später war auch ich wieder in der Notfall und Urs ---- überraschenderweise ---- ready to go! Ich hatte wirklich gedacht, dass sie ihn da behalten würden, Aber beim Röntgen waren keine Steine entdeckt worden. Er soll halt wieder kommen, wenn's schlimmer wird!

Urs hatte eine gute Nacht und am Sonntag fuhr er ins Spital zurück um die IV rausnehmen zu lassen.
Am Dienstagmorgen hatte Urs etwas in Creston zu erledigen. Aber schon nach kurzer Zeit kam er zurück.....der Schmerz war wieder da und heftiger als am Samstag.
Tasche packen ... für alle Fälle.... und ab nach Creston in die Notfall.
Das Gleiche noch mal......Blutdruck messen, Puls, Temperatur und eine IV stecken. Urs bekam sofort ein Schmerzmittel und dann mussten wir wieder warten. Im Gegensatz zum Samstag war die Notfallstation total belegt und dementsprechend hektisch ging es auch zu und her. Urs wurde gut versorgt, aber wenn ein Stein "auf dem Weg ist" kann man nicht viel mehr machen als trinken und nochmals trinken und abwarten.......
Nach 4 Stunden fuhren wir wieder zurück nach Hause......
Urs hat Medikamente mitbekommen um den Kolik Schmerz besser ertragen zu können und ein Sieb wo er die Steine(chen) auffangen könnte.
Heute Morgen bekam er noch einen Ultraschall um etwaige Steine  besser sehen zu können, die ihn so plagen.
So, nun warten wir auf bessere Zeiten........

Nur gut dass die Menschen so verschieden sind!

 Wie jedes Jahr im Frühling explodiert die Natur....nicht nur auf unserem Berg, aber das ist der Ort, wo ich es einfach miterleben kann! Es berührt mich jedes Jahr wieder aufs Neue! Es ist einfach ein Wunder, man kann nicht vorbeischauen!  Oder doch?
In diesem Frühjahr hatten wir schon 2 x Besuch auf dem Sunny-Hill.  Der eine Besuch kam aus der Schweiz, Freunde die ich schon sehr lange kenne.
Die anderen Besucher kamen aus Deutschland, waren durch mein Buch inspiriert und interessiert mit eigenen Augen zu sehen wie Urs und ich nun wirklich leben.....die Hunde von denen ich im Buch so viel erzähle.....das Haus das Urs baut....den Sunny-Hill.
 
 

Wir haben unseren Besuch zum Platz  hochgefahren, wo Urs am Bauen ist und haben ihnen unser Haus gezeigt. Wir haben erklärt wo später einmal die Küche, Schlafzimmer, Bad und so weiter sein wird. Die Einen fanden es toll wie weit Urs mit seiner  Arbeit am Haus schon gekommen ist.....haben die Aussicht bewundert, die je nach Wetter und Tageszeit so ganz anders sein kann. Haben uns das Gefühl gegeben, dass wir hier was Besonderes haben.
Der andere Besuch war eher erschrocken über das Projekt das Urs so ganz allein für sich da oben auf dem Berg macht! All die Arbeit die noch zu tun ist, was das alles kostet und überhaupt! Kein Blick für die Schönheit oder vielleicht ein ein Wort wie: "Aber ich versteh schon warum ihr das möchtet.....ist ja hier oben wirklich schön"!
Dass sich Urs ein "Freiluft WC" eingebaut hat, fanden die Einen witzig, logisch und nützlich. Die anderen sahen darüber hinweg....macht ja keinen grossen Sinn!
 
Auf den Hinweis, schau mal wie jetzt überall die Wildrosen blühen kam nur ein: ach ja! Die Gas Linie ist gelb vom Hahnenfuss......nichts besonderes...... die Lupinen.....ach ja, die sind halt da.....na und......
Als ich stolz meinen blühenden Enzian zeigte, gab es überhaupt keinen Kommentar.....nichts Besonderes, den gibt es in Deutschland ja überall!
Nur Hanni, spürte wie wichtig mir diese Pflanzen sind......und die Edelweiss....
dass es nicht selbstverständlich ist, das es diese Blumenarten in Canada gibt!
 
 
Wenn mir Leute erzählen dass sie mein Buch gelesen haben, gehe ich natürlich davon aus, dass sie wissen, wie einfach wir hier leben. Aber irgendwie scheinen sie dann doch enttäuscht zu sein, dass es wirklich so ist. Es ist hier nun einfach nicht wie in Europa.......nicht jede Einfahrt ist geteert und nach den Regentagen ist es halt überall schmutzig.
Bei unserem Besuch aus der Schweiz spürte ich so viel Verbundenheit zu unsere Art zu leben, obschon ich weiss, dass sie in der Schweiz in einem wunderschönen Haus, in einer ganz tollen Gegend wohnen.......
 

Unser Zuhause......ein alter Trailer mit einem Anbau! Für uns passt es und beeindrucken müssen wir schon lange niemanden mehr......
Dennoch, es tut schon ein bisschen weh, wenn man realisiert, dass einige der Besucher enttäuscht sind über das was sie sehen, dass wir, oder das Haus in dem wir leben, ihren Bildern im Kopf nicht entsprechen!
Umso mehr geniessen wir die Anderen und wir sind dankbar für all die in puts die von der "Aussenwelt" kommen!
Gleichzeitig muss ich sagen, wie schön, dass nicht jedem Mensch das Gleiche gefällt. Es könnten ja nicht alle hier auf dem Sunny-Hill leben! :-)))))
Die Schönheiten dieses Berges bleiben für viele Augen verborgen......ich bin dankbar dass ich hier leben und geniessen darf!
 

Was für ein Tag!


 
 
Laufen auf dem Sunny-Hill
 
Schon am Morgen als ich aufstand, schien die Sonne an einem wolkenlos blauen Himmel. Also, Kaffee trinken, Müesli essen und Schuhe anziehen.
Dann fuhren wir mit dem kleinen Gefährt (4x4) mit den Hunden zum neuen Haus hoch.....Pax kann nicht mehr gut bergaufwärts  laufen.  Dann ging ich mit den Hunden für einen Walk wo es flach ist und setzte mich für einen Moment auf einen am Boden liegenden Baumstamm. Es tat unwahrscheinlich gut, einfach zu sitzen und dem Vogelkonzert zuzuhören.
Ich habe auch den ersten "Bärenschiss" gesichtet!
 
Wieder zuhause gab es Frühstück für die Hunde und wir konnten unseren 2. oder besser  3. Kaffee draussen trinken.
 
Dann haben Urs und ich --- abwechselnd--- Rasen gemäht!
Immer wieder mit Kaffeepausen im Schatten der Pappeln, die vor unserem Haus stehen und in den letzten paar Tagen ihre Blätter bekommen haben. Was für eine schöne Jahreszeit! Am Nachmittag hatten wir 25° Grad.....
 
 
Urs muss natürlich immer eine Pfeife anzünden!
 
Dann habe ich die restlichen Morcheln beim Haus eingesammelt und Spätzliteig für unser Abendessen gemacht.
 
 
 
Spätzli mit Schweinsfilet und Morcheln an Rahmsauce!
 
Also da kann man doch nur dankbar sagen: Was für ein Tag!!!
Liebe Grüsse an euch alle!